Hausen und Makkabi streiten um die Aufstiegsrunde

Kreisoberliga Frankfurt: BSC 19 und TSG 51 droht die Relegation oder der Abstieg

26.05.2017

In vier von acht Spielen geht es am letzten Spieltag der Kreisoberliga Frankfurt noch darum, die letzten beiden Fragen der Saison 2016/17 zu beantworten. Wer qualifiziert sich als Vizemeister für die Aufstiegsrunde zur Gruppenliga Frankfurt West? Und wer muss in die Abstiegsrelegation gegen die beiden Vizemeister der A-Klassen Nordwest und Südost? Sollte die Spvgg. 02 Griesheim aus der Gruppenliga West absteigen, gäbe es aber neben Heddernheim und Bockenheim noch einen dritten Absteiger und der Viertletzte müsste in die Relegation.

Das Rennen um die Aufstiegsrunde:

Der Tabellenzweite FV Hausen empfängt an der heimischen Mühlwiese den Tabellenzwölften SV Viktoria Preußen, für den es um nichts mehr geht. Genauso wenig geht es um etwas für den FC Posavina, der den Tabellendritten TuS Makkabi erwartet. Hausen wäre mit einem Heimsieg gegen die Preußen bei einem Punkt Vorsprung auf Makkabi sicher Vizemeister. Reicht es für die Lila-Weißen nur zu einem Remis, könnte Makkabi die Hausener mit einem Sieg noch verdrängen. Sollte der FVH verlieren, dann würde Makkabi schon ein Punkt langen, denn der direkte Vergleich fällt unentschieden aus und die Tordifferenz der Makkabäer ist um vier Tore besser. Makkabis Sportlicher Leiter Maximilian Eilingsfeld erwartet bei Posavina ein schweres Auswärtsspiel: "Ein Sieg ist die sicherste Variante. Wir hoffen, dass der sportliche Wettbewerb fair bleibt. Wir werden alles geben. Wenn wir es nicht schaffen, dann haben wir es leider vorher verspielt". Auf Seiten des FV Hausen regiert Gelassenheit. Trainer Martin Reyschmidt, der am Freitagabend mit dem FV Stierstadt aus der Kreisoberliga Hochtaunus einen möglichen Gegner in der Aufstiegsrunde beobachtet, ist zuversichtlich: "Wir versuchen gegen die Preußen zu gewinnen und die letzte Patrone zu schießen. Wir fokussieren uns voll und ganz auf unser Spiel".

Der Kampf gegen die Relegation oder den Abstieg:

Im Kampf gegen den Abstieg droht sowohl Aufsteiger BSC SW 19 als auch der TSG 51 die Relegation oder unter Umständen sogar der direkte Abstieg. Denn wenn die Spvgg. 02 Griesheim aus der Gruppenliga West absteigen sollte, dann gibt es einen Direktabsteiger mehr aus der Kreisoberliga. Die "Schleifer" haben am Sonntag das Heimspiel gegen Absteiger Germania Enkheim vor der Brust und werden schon am Samstag den Ausgang des letzten Spieltages in der Verbandsliga Süd intensiv beobachten. Denn wenn sich eine Etage höher sowohl die Usinger TSG und der FC Kalbach retten sollten, gäbe es nur vier Absteiger aus der Gruppenliga West. Das wären wiederum gute Nachrichten für den BSC und die TSG 51, denn einer der beiden Klubs würde sich direkt retten und einer müsste in die Relegation. Bei einem Griesheimer Abstieg hieße die Formel: Einer darf in die Relegation, der andere steigt in die A-Klasse ab. Beide Vereine haben dabei Heimspiele zu bewältigen: Für die TSG 51 geht es gegen den feststehenden Meister und Gruppenliga-Aufsteiger FFV Sportfreunde 04. Der BSC erwartet den FC Kalbach II. Die Verbandsliga-Reserve steht jenseits von Gut und Böse, zu gemeinsamen Zeiten in der Kreisliga A Nordwest gab es jedoch das eine oder andere Scharmützel, welches von den Akteuren sicher nicht vergessen worden ist. Beide Abstiegskandidaten sind punktgleich, der direkte Vergleich spricht aber für die TSG 51 (6:1/2:4). "Wir wären schon froh, wenn wir alles selbst in der Hand hätten. All diese Rechenspiele hätten wir uns gerne erspart", sagt Patrick Dorrmann, der Spielertrainer der TSG 51. Der BSC muss in jedem Fall ein besseres Ergebnis als die "51er" erzielen, denn sonst droht dem Team von Spielertrainer Selim Aljusevic die Relegation oder sogar der direkte Wiederabstieg in die A-Klasse.