Stupp sieht Rot, Nüchter verletzt

Verbands- und Gruppenligisten im Einsatz: Hünfeld mit starker erster Hälfte

18.02.2017

Zehn Testspiele mit Beteiligung von osthessischen Verbands- und Gruppenligisten stehen über den Samstag verteilt an. Wir aktualisieren diesen Artikel über den Tag hinweg immer wieder.

Haimbacher SV – SG Rotenburg/Lispenhausen 7:1 (1:1).

"Ich kann mit dem Testspiel zufrieden sein, gerade mit der zweiten Halbzeit", sagte HSV-Trainer Zlatko Radic nach dem deutlichen Erfolg über den abstiegsbedrohten Nord-Kreisoberligisten. Die Spielgemeinschaft beschäftigte den Gruppenligisten vor der Pause dank hohem Pressings intensiv, als dann jedoch die Puste etwas ausging, bestrafte Haimbach dies gnadenlos mit sechs Treffern nach der Pause. "Wir haben in zwei Testspielen zwölf Tore geschossen, wir sind auf einem guten Weg", fügte Radic seiner Spielanalyse an. / jg Tore: 1:0 Ferit Acar (24.), 1:1 Julian von Kinzel (50.), 2:1 Marcel Gajic (57.), 3:1 David Mengel (62.), 4:1 Enrico Hilgenberg (67.), 5:1 Mladen Vidovic (81.), 6:1 Mladen Vidovic (85.), 7:1 Benjamin Kropp (86.).

SG Büchenberg – Teutonia Großenlüder 3:5 (1:3).

In Abwesenheit des kränklichen Cheftrainers Thomas Reith, zeigte Gruppenligist Teutonia Großenlüder Licht und Schatten: Eine starke Anfangsphase, gekrönt von drei blitzsauber herausgespielten Toren und eine gute letzte Viertelstunde, wurde getrübt von Problemchen vor und nach der Pause, als der A-Ligist zwischenzeitlich sogar auf 3:3 stellen konnte. "Letztlich war das schon okay, gerade die erste halbe Stunde war wirklich gut", sagte Großenlüders A-Liga-Coach Adrian Giemza, der für Reith übernommen hatte. / jg Tore: 0:1 Mohammad Zeitoun (5.), 0:2 Fabian Lehmann (17.), 0:3 Moritz Reith (25.), 1:3 Noureddine Boussouf (35.), 2:3 Noureddine Boussouf (48.), 3:3 Lucas Fischer (66), 3:4 Moritz Reith (73.), 3:5 Pierre Happel (85.).

RSV Petersberg – SG Eiterfeld/Leimbach 8:4 (4:2).

Zwölf Tore im Duell des gastgebenden Verbandsligisten gegen den Gruppenliga-Aufsteiger? Klar, es wurde auf dem kleinen Kunstrasen im Waidesgrund gespielt. Für RSV-Coach Rolf Gollin war es lange ein hervorragender vorletzter Test vor dem Ligaspielduell am Faschingssamstag gegen Tabellenführer Sand. "Das positive sind ganz klar die acht Tore, die du gegen so einen Gegner wie Eiterfeld erst einmal schießen musst." Vor allem Kubilay Kücükler spielte sich ins Rampenlicht und war an fünf Toren direkt beteiligt. Überschattet wurde das Spiel allerdings in der Schlussphase, als sich Daniel Nüchter nach einem unglücklichen Zusammenprall das Nasenbein brach und sich sein Petersberger Mitspieler Patrick Stupp daraufhin die Rote Karte abholte, weil er einen Ball in Richtung eines Eiterfelders warf. "Das war sicherlich eine dumme Rote Karte. Aber insgesamt sind wir gerüstet", resümierte Gollin abschließend. / jg Petersberg: Beikirch; Brzoza, M. Aschenbrücker, Lindiger, Vogt, Mötzung, Wehner, von Pazatka, Nüchter, Kücükler, B. Aschenbrücker - Stupp, Klilian, Reinhardt, Müller, Bleuel. Tore: 1:0 Julian Wehner (Foulelfmeter), 2:0 Kubilay Kücückler, 2:1 Thomas Aumann, 2:2 Kittichai Gutberlet, 3:2 Boris Aschenbrücker, 4:2 Kubilay Kücükler, 4:3 Thomas Aumann, 5:3 Mark Lindiger, 6:3 Kubilay Kücükler, 7:3 Daniel Nüchter, 8:3 Daniel Nüchter, 8:4 Nico Kröger. Rote Karte: Patrick Stupp (Petersberg) wegen Unsportlichkeit.

SVA Bad Hersfeld – TSV Lehnerz II 1:2 (1:0)

Die Gäste gewannen durch zwei Tore von Leon Wittke mit 2:1, nachdem der SVA im ersten Durchgang durch Nils Wenzel in Führung gegangen war. Der Verbandsligist erzielte die Tore gegen Ende der zweiten Halbzeit. Zuvor hatte der Gruppenligist den Lehnerzern das Leben schwer gemacht. "Defensiv haben wir das über weite Strecken sehr gut gelöst und offensiv immer wieder Nadelstiche gesetzt", befand ein zufriedener SVA-Spielertrainer Fabian Kallée. Sein Gegenüber Sedat Gören sagte: "Wir haben uns schwer getan, weil Asbach sehr gut gegen den Ball gearbeitet hat und wir uns deswegen keine Möglichkeiten erarbeiten konnten. Trotzdem haben wir das Spiel bestimmt und hatten auch viel Ballbesitz. In den letzten 20 Minuten haben wir uns mehr Chancen herausgespielt und dementsprechend auch die beiden Tore gemacht", bilanzierte Sedat Gören, der ohne etatmäßigen Torwart auskommen musste und mit Maximilian Vilmar kurzfristig einen Ausfall zu beklagen hatte. Lehnerz II: Wiegand, Weldetnsae, Lesser, Balzer, Özlük, Sternstein, Hohmann, Vogt, Wolf, Ristevski, Dapar, Wittke, Nuspahic. Tore: 1:0 Nils Wenzel, 1:1, 1:2 Leon Wittke.

Hünfelder SV II – SG Schlitzerland 4:3 (2:2).

Wie bereits in der ganzen Trainingswoche, war Schlitzerland arg gebeutelt, als Ausrede soll das allerdings nicht dienen: "Das war von unserer Seite ein Spiel auf sehr schwachem Niveau. Es gibt in den verbleibenden zwei Wochen noch viel zu tun", sagte Schlitzerlands Coach Simon Grosch nach der Niederlage an alter Wirkungsstätte gegen das Kreisoberliga-Team und mit Blick auf die große Aufgabe "Gruppenliga-Klassenerhalt". / jg Tore: 0:1 Kian Seyed Vossoughi, 1:1 Eigentor, 2:1 Sven Sorian, 2:2 Kian Seyed Vossoughi, 3:2 Joey Geißler, 3:3 Jannik Braun, 4:3 Sven Sorian.

SV Buchonia Flieden – TSV Großbardorf 1:2 (0:0)

Fliedens Trainer Meik Voll konnte im Vorfeld der Partie angst und bange werden. Gleich zehn Spieler, unter anderem Fabian Schaub, Andreas Drews und Imal Schersadeh, fehlten dem Übungsleiter aus den verschiedensten Gründen, der deshalb nur zwei Akteure auf der Bank hatte. "Die Jungs haben sich aber sehr gut aus der Affäre gezogen", war Voll zufrieden, der einzig mit den ersten zehn Minuten nach der Pause nicht leben konnte. In dieser Zeit traf der Tabellenvierte aus der Bayernliga Nord zweimal, Marco Gauls Treffer kurz darauf konnte die Niederlage nicht mehr verhindern. / kol Flieden: L. Hohmann; Heil, Leibold, Müller (78. Leinweber), Zeller, Götze, Hack, Rumpeltes, Gaul, Bartel, Trenkler. Tore: 0:1 Jean Bosco Makengo (47.), 0:2 André Rieß (53.), 1:2 Marco Gaul (58.).

FSG Wartenberg/Salzschlirf – TSV Rothemann 3:9 (2:1)

Letztlich standesgemäß gewann Gruppenligist TSV Rothemann gegen KOL-Mitte-Schlusslicht Wartenberg/Salzschlirf mit 9:3. "Wir sind schlecht ins Spiel gekommen, unsere Beine waren noch müde von den letzten Trainingseinheiten", kommentierte Torschütze Maximilian Müllers den Pausenrückstand. In der zweiten Halbzeit kam Rothemann nach einigen Umstellungen auf dem schwer bespielbaren Rasenplatz aber wieder besser zum Zug, am Ende fehlte nur ein Tor zu einem zweistelligen Sieg. / kol Tore: 1:0 Viktor Martens (5., Foulelfmeter), 1:1 Marc Röhrig (25.), 2:1 Wilhelm Liebelt (28.), 2:2 Felix Stephan (51.), 3:2 Jonas Treidler (53.), 3:3 Özgür Kutluay (55., Foulelfmeter), 3:4 Marc Röhrig (61.), 3:5 Felix Stephan (69.), 3:6 Maximilian Müllers (75.), 3:7 Marc Röhrig (76.), 3:8 Sebastian Ruhl (77.), 3:9 Maximilian Müllers (86.).

TSV Künzell – TSV Weyhers 6:1 (5:1)

Der TSV Künzell absolvierte am Samstag einen Trainingstag. Das Testspiel war die dritte Einheit, nachdem die Elf von Tobias Hahner zuvor bereits laufen war und eine normale Trainingseinheit absolvierte. "Dafür haben wir das gerade in der ersten Halbzeit sehr gut gemacht", war Hahner zufrieden, dessen Elf gegen den Kreisoberligisten zur Pause bereits 5:1 in Front lag. "In der zweiten Hälfte hatten die Jungs dann schwere Beine, das hat man gemerkt." Winterneuzugang Enrico Nuspahic erzielte immerhin noch den 6:1-Endstand. / kol Tore: 1:0 Simon Herbach, 2:0 Julien Henning, 2:1, 3:1 Jonas Aschenbrücker, 4:1 Peter John, 5:1 Andreas Becker, 6:1 Enrico Nuspahic.

SG Bruchköbel – Hünfelder SV 1:3 (0:3)

Gerade in der ersten Halbzeit zeigte der HSV eine richtig starke Leistung. Die Elf von Dominik Weber führte bereits mit 3:0, da waren noch nicht einmal 20 Minuten gespielt. Zunächst kombinierte Hünfeld stark über Sebastian Schuch und Maximilian Fröhlich, Christoph Neidhardt legte letztlich quer für Robert Simon (12.). Dieser nutzte vier Minuten später einen individuellen Fehler zum 2:0 aus, ehe Simon direkt danach für Schuch auflegte (17.). Generell spielte sich der Nord-Verbandsligist gegen den Süd-Verbandsligisten zahlreiche Chancen heraus, der 3:0-Pausenvorsprung hätte durchaus höher ausfallen können. "In der zweiten Halbzeit haben wir dann durchgewechselt, auf Fünferkette umgestellt und ein wenig die Aggressivität verloren", monierte Doppeltorschütze Simon, der ansonsten aber nichts auszusetzen hatte. "Gerade mit der ersten Halbzeit sind wir hundertprozentig zufrieden." / kol Hünfeld: Ernst; Belaarbi, Wahl (55. Faulstich), Schuch, Simon, Fröhlich, Witzel, Kröning (46. Helmke), Krenzer, Neidhardt (70. Fattah), Budenz (46. Trabert). Tore: 0:1 Robert Simon (12.), 0:2 Robert Simon (16.), 0:3 Sebastian Schuch (17.), 1:3 Ricardo Marra (82.).

SG Johannesberg – SG Kressenbach/Ulmbach 5:0 (1:0)

"Kressenbach/Ulmbach hat gerade in der ersten Halbzeit eine starke Leistung gebracht", hatte SGJ-Trainer Jochen Maikranz Komplimente für seinen Ex-Club in petto. "Hintenraus konnten wir unsere Überlegenheit klarer ausspielen und das auch in Tore ummünzen." Nachdem der Gruppenliga-Tabellenführer gegen den Kreisoberligisten nach einer Stunde nur 1:0 führte, wurde es am Ende mit dem 5:0 doch noch vergleichsweise deutlich. Das letzte Tor erzielte Niklas Bleuel, der nach zwei Vorlagen seine gute Leistung noch mit einem Treffer krönen konnte. Tore: 1:0 Witali Bese (22.), 2:0 Hamid Noori (62.), 3:0 Anton Balz (75.), 4:0 Friedrich Walt (78.), 5:0 Niklas Bleuel (83.).