HSV würde lieber auswärts spielen

Verbandsliga: Zwei Derbys im Blickpunkt

29.09.2016

Insgesamt neun Spiele mit osthessischer Beteiligung steigen am langen Wochenende in der Verbandsliga. Dabei stehen zwei Derbys am Montag im Blickpunkt: Während der Hünfelder SV zum Klassiker die SG Bad Soden empfängt, muss Buchonia Flieden über die hohe Hürde Lehnerz II springen.

Bad Soden - SV 07 Eschwege (Samstag, 15.30 Uhr), Hünfelder SV - FC Bosporus Kassel (Samstag, 15.30 Uhr) und Hünfelder SV - SG Bad Soden (Montag, 15 Uhr).

Ungeachtet des Schicksalsschlags um Niclas Rehm muss der Hünfelder SV den Fokus auf die zwei Heimspiele richten, auch wenn Coach Dominik Weber eigentlich viel lieber in der Fremde spielen würde: „Diese Auswärtsmentaltität, die wir an den Tag legen, gefällt mir richtig gut. Ich wünsche mir diese Leichtigkeit und Disziplin auch in den Heimspielen, damit es auch auf der Rhönkampfbahn wieder in die richtige Richtung geht.“ In der Fremde holte 17 der insgesamt 23 Punkte, nun soll die Ausbeute vor heimischen Publikum nach Möglichkeit verdoppelt werden, ohne jedoch Schlusslicht Bosporus Kassel auf die leichte Schulter zu nehmen. „Es wäre fahrlässig, da eine 1B-Mannschaft zu stellen, um uns für Bad Soden zu schonen. Wir müssen konzentriert und mit voller Kapelle in das Spiel sehen und danach überlegen, welche Mannschaft wir gegen Bad Soden stellen können“, sagt Weber, der sein Team vor Wochenfrist gleich auf fünf Positionen verändert hatte. Neben Rehm und Ferhat Yildiz drohen zumindest am Samstag auch Christoph Neidhardt (Oberschenkelprobleme) Niklas Wahl (berufliche Gründe) auszufallen. Vor Bad Soden ist der Respekt indes immens: „Wenn sich ein Verbandsligist mit mehreren Hessenliga-Spielern verstärken kann und dann noch einmal nachlegt, sagt das viel. Wenn sich die Mannschaft gefunden hat und die Teams oben schwächeln, wird Bad Soden auf jeden Fall noch einmal dazustoßen.“

SSV Sand - TSV Lehnerz II (Samstag, 15.30 Uhr) und TSV Lehnerz II - SV Buchonia Flieden (Montag, 15 Uhr).

SSV Sand - TSV Lehnerz II (Samstag, 15.30 Uhr) und TSV Lehnerz II - SV Buchonia Flieden (Montag, 15 Uhr). Besser hätte es Flieden gar nicht treffen können, denn ausgerechnet am Doppelspieltag ist ein Tag frei, die Pause zwischen zwei Spielen beträgt in Summe gar neun Tage: „Natürlich bin ich bei unserer Liste an Ausfällen heilfroh, am Samstag frei zu haben. Wir nutzen diese längere Phase um Wunden zu lecken“, unterstreicht Meik Voll. Der Fliedener Trainer gönnte insbesondere den nicht wegzudenkenden Fabian Schaub und Leonardo Kovacevic eine Verschnaufpause: „Beide haben eine Reizung im Knie, wodurch ihnen der Schleimbeutel zu schaffen macht. Die Ruhe können wir ihnen aber auch gönnen, weil der Fitnesszustand passt. Ich hoffe, dass die Physios für Montag grünes Licht geben.“ Ebenfalls gut für Flieden ist die Tatsache, dass das Hessenligateam des TSV Lehnerz am Montag parallel in Dreieich im Einsatz ist, der Kader dementsprechend kaum die Qualität der vergangenen Wochen auf den Platz bringen kann. „Wir nehmen den Gegner aber nicht auf die leichte Schulter. Ich weiß, dass jede Serie endet. Aber unsere nicht an diesem Wochenende, nicht im Derby, schon gar nicht in Lehnerz“, fordert Voll den vollen Fokus ein. Lehnerz II muss hingegen auch schon am Samstag ran: Bei Tabellenführer Sand.

RSV Petersberg - GSV Eintracht Baunatal (Samstag, 15.30 Uhr) und SC Willingen - RSV Petersberg (Montag, 15 Uhr).

Ob des Auftritts in Weidenhausen (0:5-Niederlage) ist RSV-Trainer Goran Gajic noch immer bedient: „Es gibt keinen Grund für so eine Leistung. Wir haben uns überhaupt nicht gewehrt und hätten noch höher verlieren müssen, ich bin immer noch im Schock.“ Dass sein Team überhaupt zu solch einem Auftritt in der Lage sei, hätte er nie erwartet und ist deswegen auf die Antwort, die die Mannschaft gerade im Heimspiel gegen Baunatal geben kann und muss, gespannt. Vor allem, weil das Team eigentlich über eine gute Mentalität verfüge, diese nun allerdings auch wieder auf den Platz bringen müsse. Und was das Ziel für das Heimspiel angeht, redet Gajic auch gar nicht um den heißen Brei herum: „Baunatal ist eine Mannschaft unseres Kalibers. So ein Spiel müssen wir, allen Problemen zum Trotz, gewinnen.“ Gut: Marc Aschenbrücker steht vor seiner Rückkehr und soll der Defensive wieder mehr Stabilität verleihen.

SV Neuhof - TSV Rothwesten (Samstag, 15.30 Uhr) und SV Neuhof - SSV Sand (Montag, 15 Uhr).

Gleich zwei Heimspiele hat der SV Neuhof vor der Brust, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Während Rothwesten dieses Jahr scheinbar gegen den Abstieg spielen wird und drei Punkte hinter Neuhof platziert ist, ist der SSV Sand nach wie vor ungeschlagen und zieht mit drei Punkten Vorsprung bei zwei Spielen weniger als Verfolger Flieden recht einsam seine Kreise an der Spitze.