RSV Petersberg - SV Adler Weidenhausen (Samstag, 14.30 Uhr).
Für die ungewöhnlich frühe Anstoßzeit ist die fünffache Box-Weltmeisterin Christina Hammer verantwortlich, die am Samstag in der Dortmunder Westfalenhalle gegen die Schwedin Maria Lindberg ihren WBC-Titel verteidigen möchte. Denn der Weltmeisterin Bruder ist Weidenhausens Innenverteidiger Thomas Hammer, der wiederum den Gürtel in den Ring trägt und genau wie ein paar weitere Adler im Publikum sitzen will. Petersberg stimmte der Spielverlegung unkompliziert zu. Die Adler, die nach starkem Start ins neue Jahr fast noch einmal an den ganz fetten Plätzen schnuppern durften, mussten am Mittwoch im Verfolgerduell eine bittere 0:1-Heimpleite gegen Willingen hinnehmen, während sich Petersberg nach der Nullnummer bei Hessen Kassel II auf dem Weg der Besserung befindet.
Hünfelder SV - SV 07 Eschwege (Samstag, 15.30 Uhr).
War zu Saisonbeginn die unberechenbare Offensive das Prunkstück des HSV, ist mittlerweile die Defensive das Steckenpferd, nur sechs Gegentreffer in den vergangenen elf Spielen stimmen Trainer Dominik Weber absolut zufrieden: "Da macht sich ganz einfach bemerkbar, dass wir mit einer Abwehrreihe relativ konstant spielen können. Natürlich gehört auch individuell gutes Zweikampfverhalten dazu, aber auch das passt aktuell hervorragend." Nach der Winterpause gab's nur beim 0:2 in Weidenhausen Gegentore. Mit Eschwege wartet nun ein Gegner, der immer ganz schwer einzuordnen fällt, die Qualität des Kaders gibt sicherlich mehr als Tabellenrang sieben her: "Entscheidender Mann ist Jan Kaufmann, den wir so geht es irgendwie geht aus dem Spiel nehmen müssen, 90 Minuten wird das aber kaum funktionieren können", sagt Weber, der sich den kommenden Gegner am Mittwoch noch einmal im Spiel gegen Rothwesten (4:0) angesehen hatte. Beim HSV ist Manuel Kröning wieder im Lauftraining, aber noch keine Alternative, Maximilian Fröhlich trainierte diese Woche aufgrund eines Blutergusses am Fuß dosiert und könnte am Samstag unter Umständen wieder mitwirken.
SG Bad Soden - TSV Lehnerz II (Sonntag, 15 Uhr).
An der 0:4-Pleite gegen Hünfeld will sich TSV-Trainer Sedat Gören nicht allzu lange aufhalten: "Hünfeld war kampfbetonter, hatte ein besseres Zweikampfverhalten und die Lufthoheit, wir dagegen einen rabenschwarzen Tag. Aber Hünfeld hat auch Ambitionen, deswegen müssen wir nicht hadern, sondern einfach nach vorne schauen." Der Blick gegen in Richtung der krisengeplagten SG Bad Soden: "Die haben jetzt viermal in Folge verloren, ich habe keine Ahnung, was da los ist, aber der Druck ist auf jeden Fall beim Gegner. Ich glaube, Soden wird alles in die Waagschale werfen, darauf sind wir eingestellt." Sein eigener Kader ist ähnlich wie gegen Hünfeld bestückt, es könnte allerdings wieder der eine oder andere aus dem Hessenliga-Team dazustoßen: "Da müssen wir aber das Samstagsspiel abwarten", sagt Gören, der mindestens einen Zähler anstrebt. Den Druck verspürt selbstredend auch Bad Sodens Trainer Tino Schmitt nach der desaströsen 1:4-Pleite in Großenritte: „Natürlich müssen wir nach dem Spiel Wiedergutmachung betreiben, ich habe der Mannschaft am Montag auch das passende gesagt. Einerseits war das das erste schlechte Spiel in meiner Zeit, andererseits darf so etwas gegen so eine Mannschaft in solch einer Situation nie passieren, was dort nach der Pause passiert ist.“ Die Mannschaft sei nun in allererster Linie gefordert, und der wird es Veränderungen geben. Vor allem Tim Mulfinger sehnt Schmitt herbei, vielleicht reicht‘s für den Mittelstürmer gar schon für die Startelf: „Ich habe selten so einen guten Kapitän gesehen, er ist auf und neben dem Platz ein ganz wichtiger Impulsgeber und seine Präsenz fehlte unserem Spiel zuletzt einfach.“ Gespielt wird diesmal auf der Bornwiese, erstmals in diesem Jahr also Naturrasen als Untergrund in einem Heimspiel.
CSC 03 Kassel - SV Buchonia Flieden (Sonntag, 15 Uhr).
Auch wenn die Verbandsliga-Tabelle noch immer etwas verzerrt ist, dürfen sich die Buchonen seit dem vergangenen Wochenende auch als vollwertiger Tabellenführer fühlen, denn an die rund 2,2 Punkte pro Spiel reichen weder Hünfeld, Sand noch Willingen heran. "Wir haben uns das verdient und stehen da zurecht. In Flieden ist aktuell permanent die Sonne am Himmel, auch wenn wir wissen, dass wir uns das hart erarbeiten mussten", sagt Fliedens Trainer Meik Voll, der allerdings glaubt: "Wenn wir auch am Ende dort stehen wollen, dürfen wir in den verbleibenden acht Spielen fast keine Punkte liegen lassen." Nach den fünf Siegen zum Jahresauftakt gegen ausnahmslos Teams aus dem Keller, werden die Aufgaben nun schwerer - den Beginn macht der CSC 03 Kassel, der zuletzt den 1. FC Schwalmstadt souverän mit 4:0 besiegen konnte: "Ich habe mir das Spiel angeschaut, Ersoy als zentraler Stürmer ist ein ganz ähnlicher Typ wie Fabian Schaub, Suarez auf der Zehn ist ein toller Fußballer mit richtig Tempo und in der Kombination mit Käthner auf der Sechs machen die drei das schon richtig gut. Das ist natürlich ein anderes Kaliber", beschreibt Voll, der gewarnt, aber auch hervorragend vorbereitet scheint. Aus dem eigenen Kader steht Felix Hack (Blinddarm-OP) nicht zur Verfügung, Imal Schersadeh ist leicht angeschlagen. Ins Tor wird Lukas Hohmann nach abgesessener Rotsperre zurückkehren.
SV Neuhof - FC Bosporus Kassel (Sonntag, 15 Uhr).
Durch den Dreier in Eschwege hat der SV Neuhof die 30-Punkte-Marke bereits überschritten und könnte mit einem Sieg gegen Schlusslicht Bosporus Kassel fast schon den Klassenerhalt in trockene Tücher bringen, auch wenn 34 Punkte in dieser Saison nicht ganz für den Klassenerhalt reichen dürften, in der vergangenen Saison hielt der SC Willingen mit nur 32 Zählern die Klasse.