SV Weidenhausen - SG Bad Soden (Samstag, 15.30 Uhr).
Beim 4:0 gegen Petersberg spielte Bad Soden zum zweiten Mal in dieser Saison zu Null, Trainer Anton Römmich war entsprechend zufrieden: "Vom Einsatz und Kämpferischen her habe ich nichts zu bemängeln", lobt der Coach, der allerdings auch relativierte, "dass Petersberg erschreckend schlecht war". Auf die Defensive soll auch in Weidenhausen der Fokus liegen, schließlich haben die Adler fast schon traditionell eine der stärksten Offensivreihen der Liga. Das zeigte sich auch im Hinspiel, als Weidenhausen an der Bornwiese 6:4 gewann. "Deshalb liegt unser Hauptaugenmerk zunächst einmal darauf, gut zu stehen und wenig zuzulassen. Nach vorne haben wir immer unsere Qualitäten", betont Römmich, der aber noch um seine beiden Schlüsselspieler Lukas Ehlert (Schulterprellung) und Marco Di Maria (Grippe) bangt. Sollte das Spiel stattfinden, wäre es der letzte Einsatz der Sprudelkicker in diesem Jahr. Römmich ist aber nicht sonderlich optimistisch: "Ich beobachte, wie sich das Wetter in Weidenhausen entwickelt. Vom Gefühl her fällt es eher aus, wir wollen aber unbedingt spielen."
RSV Petersberg - SV Neuhof (Sonntag, 14.30 Uhr).
Nach dem 0:4 im direkten Duell bei der SG Bad Soden scheint der Druck auf den RSV Petersberg vor dem nächsten Sechs-Punkte-Spiel so groß wie nie. Trainer Christian Hehrmann sieht das aber anders: "Natürlich ist unsere Situation im Abstiegskampf eine Mammutaufgabe, das ist uns allen klar. Dennoch sind wir aber nicht in der Situation, dass wir auf die Tabelle schauen sollten", so der Coach, der in Bad Soden das bis dato schlechteste Spiel seiner noch jungen Amtszeit erlebte. "Gegen Neuhof muss sich das natürlich um 180 Grad drehen. Wir müssen wieder mehr Sicherheit mit dem Ball bekommen und kämpferisch dagegenhalten." Auf seinem kleinen Kunstrasenplatz kam der RSV bislang immer ganz gut zurecht, mit großer Wahrscheinlichkeit wird dort gespielt. Unter Zugzwang steht auch der SV Neuhof. "Ich bin sicher, dass die Mannschaft Charakter zeigen und 100 Prozent geben wird. Nur so können wir in Petersberg bestehen. Ich erwarte ein Kampfspiel", sagt Neuhofs Co-Trainer Martin Döppenschmidt, der mit dem jüngsten 1:1 gegen Rothwesten nur bedingt zufrieden war. "Spielerisch war das wirklich in Ordnung, aber läuferisch und kämpferisch einfach zu wenig. Da war ich auch ein wenig enttäuscht", ist Döppenschmidt ehrlich. Etwas bange wird dem Co-Trainer beim Blick auf die Tabelle, denn der SV Neuhof hat bereits schon 19 Spiele absolviert und bislang erst 21 Punkte gesammelt. "Das ist zu wenig, das wissen wir. Wenn wir nicht schnellstmöglich anfangen, Spiele zu gewinnen, kann das ganz eng werden für uns. Wir sind uns der Situation aber bewusst", macht Döppenschmidt klar.
SSV Sand - SG Johannesberg (Sonntag, 14.30 Uhr).
Sollte die Partie stattfinden können, steht zwischen dem Tabellendritten und dem Spitzenreiter das Topspiel des Spieltags an. Zuletzt spielte Sand am 3. Oktober vor heimischem Publikum, witterungsbedingt war es anschließend nicht möglich, eine Partie auf dem Rasenplatz auszutragen. "Sand hat uns signalisiert, dass sie alles daran setzen werden, dass das Spiel stattfindet", erklärt Johannesbergs Trainer Jochen Maikranz. Schließlich hinkt Sand dem restlichen Feld vier Begegnungen hinterher, die SGJ ist mit 18 Partien dagegen voll im Soll. "Wir nehmen es, wie es kommt. Wir wissen aber auch, dass unser Fußballjahr am Sonntag endet. Deswegen werden wir noch einmal versuchen, alles reinzulegen. Es wäre schön, wenn wir ein erfolgreiches Fußballjahr 2017 mit einem Positiverlebnis abschließen könnten", hofft Maikranz. Wie schwer das wird, ist Johannesberg wahrlich bewusst. Schließlich gehört Sand schon seit Jahren zu den besten Verbandsliga-Teams und gewann auch das Hinspiel, als die SGJ eine gute Leistung ablieferte, knapp mit 1:0.
Hünfelder SV - FSV Dörnberg (Sonntag, 14.30 Uhr).
Gespielt wird auf jeden Fall, die Frage ist nur auf welchem Geläuf. "Wenn es geht, wollen wir auf jeden Fall auf Rasen spielen", betont Abteilungsleiter Mario Rohde - "schließlich ist Fußball ein Rasensport und kein Kunstrasensport. Eine Entscheidung wird aber wohl erst Sonntagmorgen fallen." Eine richtige Kunstrasenmannschaft ist der FSV Dörnberg, der keinen Naturrasenplatz zur Verfügung hat und auf heimischem Geläuf schon so manchen Gegner ins Wanken gebracht hat. Keine Mannschaft der Liga hat mehr Punkte daheim geholt als der FSV. Ein anderes Gesicht zeigt der Aufsteiger auswärts, erst einen Punkt gab es auf fremdem Geläuf - schlechter ist da niemand. Dennoch sind Rohde und Co. gewarnt: "Da müssen wir uns ja nur an das Hinspiel erinnern, das wir 3:5 verloren haben. Wir wollen das Spiel aber mit aller Macht gewinnen, keine Frage." Im Rhythmus ist der HSV, der auf die verletzten Spieler Nils Wenzel und Niklas Wahl verzichten muss: Gegen den Hessenligisten SV Steinbach spielte Hünfeld in einem Testspiel 3:3.
TSV Lehnerz II - Hessen Kassel II (Sonntag, 14.30 Uhr).
Fast vier Wochen nach dem letzten Auftritt wird der TSV Lehnerz II diesmal wieder ganz sicher antreten, höchstwahrscheinlich findet das Spiel gegen die andere Zweitvertretung der Liga, Hessen Kassel II, auf Kunstrasen statt. "Ich bin trotz der langen Zeit optimistisch, dass wir auf einem guten Level sind", sagt TSV-Coach Sedat Gören, dem die enge Tabellenkonstellation nicht entgangen ist: Vor dem viertletzten Neuhof hat Lehnerz II nur zwei Punkte Vorsprung, dennoch liegt der TSV auf Rang sieben. "Dass wir trotz allem auf diesem Platz liegen, zeigt, dass wir bislang eine gute Runde gespielt haben", so Gören, dessen Elf gegen den Drittletzten Kassel nun klarer Favorit ist. Ausgerechnet im Hinspiel gab es beim 1:4 aber die höchste Auswärtspleite der Saison. Der 46-Jährige relativiert aber, "dass das Ergebnis auch andersrum hätte sein können. Es war ein gutes Spiel von uns, nur das Ergebnis hat nicht gestimmt. Außerdem hatte Kassel viele Spieler aus der ersten Mannschaft dabei." Damit rechnet Gören wieder, doch auch dem Lehnerzer Coach steht ein guter Kader zur Verfügung.