FV Bad Vilbel - FC Viktoria Urberach 0:1 (0:1)
Bad Vilbels Trainer Amir Mustafic hatte es schon im Vorfeld geahnt, dass es kein einfaches Heimspiel gegen Urberach werden würde. Zwar konnten die Brunnenstädter erstmals in dieser Saison auf Offensivspieler Alexander Bauscher zurückgreifen, doch gerade im ersten Abschnitt konnten sich die Hausherren keine klaren Tormöglichkeiten herausspielen. "Ich kann der Mannschaft heute überhaupt keinen Vorwurf machen, weil der Gegner in der ersten Halbzeit frischer und körperlich robuster war. Urberach hat alles in die Waagschale geworfen. Wir haben es versucht in der ersten Halbzeit, aber wir haben es nicht so gut gemacht", fasste der FV-Coach den drucklosen Auftritt seiner Männer in den ersten 45 Minuten zusammen. Nach einer unspektakulären Anfangsphase bestachen die Rödermarker durch eine disziplinierte Spielweise und kamen zu einigen Möglichkeiten, die ungenutzt blieben. Nachdem Tim Kalzu schon zuvor einige Chancen liegen gelassen hatte, wurde der von der SG Egelsbach gekommene Torjäger zum Helden des Abends. Nach einer Hereingabe von Alt-Star Youssef Mokhtari stand der Mittelstürmer in der Mitte goldrichtig und schob zum einzigen Treffer des Abends ein (29.). Und kurz vor dem pünktlichen Pausenpfiff des Schiedsrichters profitierte Kalzu von einem Aussetzer von Jonas Grüter am eigenen Strafraum, der den Ball am Urberacher Angreifer verlor. Der Youngster schob den Ball aber am Kasten von FV-Keeper Robin Orband vorbei. Erst zu Beginn der zweiten Hälfte zeigten sich die Hausherren von einer neuen Seite.
Urberach verteidigte diszipliniert
"Wir haben den Ball besser laufen lassen und etliche Tormöglichkeiten gehabt. Letztendlich wollte der Ball nicht rein. So ist es im Fußball, wenn Du kein Tor schießt, dann gewinnst du nicht", resümierte Mustafic. Die Gäste verteidigten weiter mit viel Leidenschaft und Disziplin, spielten aber die Konter schlecht aus. Kapitän Giuseppe Serra verpasste die beste Chance für die Gäste per Kopfball. Bad Vilbel machte in der letzten halben Stunde viel Druck und spielte kreativ nach vorne. Der Ansturm blieb aber trotz des Dauerdrucks unbelohnt. Nuh Uslu, Ajdin Maksumic und Lukas Knell in der Nachspielzeit fanden in Viktorias neuem Torhüter Ole Schickedanz ihren Meister, der sein Debüt im Tor der Gäste feierte und kürzlich aus der Kreisoberliga Hanau (Windecken) gekommen war. "Wir hatten so viele Torchancen wie in den letzten drei Spielen zusammen", bedauerte Mustafic. Eitel Sonnenschein dagegen im Lager der Urberacher. Co-Trainer Marco Saul analysierte: "Eigentlich war es nicht unser Ziel, so tief zu stehen. In der letzten halben Stunde hat Bad Vilbel sehr viel Druck gemacht. Dem haben wir aber Stand gehalten. Wir haben gut verteidigt, aber im Konterspiel hat der letzte Punch gefehlt. So mussten wir bis zum Ende zittern. Ole Schickedanz hat in seinem ersten Spiel uns den Sieg gerettet. Am Ende war der Sieg glücklich, aber nicht unverdient", so der überglückliche Saul nach dem zweiten Saisonsieg. Bad Vilbel dagegen ließ wichtige Punkte liegen und verpasste den Sprung an die Tabellenspitze.
Die Statistik:
FV Bad Vilbel: Orband - Geh, Babic, N.Uslu, Osman (56. Djordjevic), Knauer, Bauscher, Maksumic (85. Knell), Sabic, Grüter, Huwa (46. Emmel) - Trainer: Amir Mustafic. FC Viktoria Urberach: Schickedanz - Schneider, Serra (75. Yildirim), Kalzu, Czerwinski, Mokhtari, Makengo (90. A.Hamed), Purcell, Sariano, T.Hamed (46. Niegisch), Gecili - Trainer: Jochen Dewitz. Schiedsrichter: Tim Waldinger (Rauschenberg). Zuschauer: 145. Tor: 0:1 Tim Kalzu (29.).
| FV Bad Vilbel - FC Viktoria Urberach | |
| Liga: | Verbandsliga Süd |
| Anstoss: | Fr - 08.09. 20:00 Uhr |
| Spieltag: | 7. Spieltag |
| Ergebnis: | 0 : 1 |
| Schiedsrichter: | Tim Waldinger (Rauschenberg) |
| Platz / Ort: | Niddasportfeld |
| Zuschauer: | 145 |
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