Kerzell hat "nur noch Endspiele"

Gruppenliga: Meinhardt lobt sein Team

24.03.2017

10 Siege aus 13 Spielen und nur eine Niederlage in diesem Zeitraum haben den FSV Thalau zu dem gemacht, was die Truppe von Jörg Meinhardt spätestens nach den beiden Auftaktsiegen 2017 nun ist: Ein echter Anwärter auf einen Aufstiegsplatz in der Gruppenliga. Am Samstag empfangen die Thalauer nun die SG Schlitzerland.

SG Kerzell – TSV Künzell (Samstag, 16 Uhr):

Die Helvetia musste beim 0:2 in Asbach nach sieben Spielen ohne Niederlage erstmals wieder das Feld als Verlierer verlassen. Und wie schon in der Vorwoche gegen Johannesberg (1:1) war der Schiedsrichter nach Meinung der Kerzeller nicht gerade für das Team von Trainer Michael Jäger – um es vorsichtig auszudrücken. Dennoch: Jäger sprach von einem verdienten Sieg des SVA und erhofft sich nun gegen Künzell wieder mehr Durchschlagskraft in der Offensive: „Das ist wieder ein Endspiel. Wir haben nur noch Endspiele.“ Gegner TSV Künzell zeigte zum Auftakt 2017 am vergangenen Sonntag eine gute Leistung, kämpfte beim 1:3 gegen Spitzenreiter Johannesberg aufopferungsvoll und mit viel Leidenschaft. Ganz stark präsentierte sich unter anderem Stürmer Peter John. „Direkt nach der Niederlage gegen Johannesberg haben wir zusammengesessen und ich habe der Mannschaft gesagt, dass es keinen Grund gibt, dass wir den Kopf hängen lassen. Die Einstellung stimmt mich für die restliche Saison sehr optimistisch“, so Künzells Trainer Tobias Hahner, der am Sonntag in Kerzell wieder auf David Bettendorf (war beruflich verhindert) zählen kann.

FSV Thalau – SG Schlitzerland (Samstag, 16 Uhr):

Nach den Auftaktsiegen gegen Eichenzell (3:0) und in Bronnzell (3:1) warnt FSV-Trainer Jörg Meinhardt. „Jetzt kommen die Spiele, die im Kopf entschieden werden. Das ist die Phase, in der die Mannschaft zeigen muss, dass sie den Schalter im Kopf umlegen kann und auch die vermeintlich leichteren Spiele hochkonzentriert angeht.“ Derweil ist Meinhardt voll des Lobes: „Die Mannschaft arbeitet klasse und die Entwicklung ist hervorragend: Die Arbeit gegen den Ball und das Umschaltspiel haben sich extrem verbessert.“

SG Ehrenberg – TSV Rothemann (Sonntag, 15 Uhr):

Wann endet endlich die Winterpause für die SG Ehrenberg? Nachdem auch das Spiel in Schlitzerland ausfallen musste, sind die Rhöner nun schon 140 Tage ohne ein einziges Pflichtspiel. Was nun folgt sind 13 Spiele in 63 Tagen. Das Hinspiel in Rothemann zählt zu den kuriosesten der Saison: Beim Tabellenvierten siegte Ehrenberg im September mit 8:3, nachdem man nach nur 22 Minuten bereits mit 0:3 hinten lag.

SV Großenlüder – SG Bronnzell (Sonntag, 15 Uhr)

„Es wird gespielt. Das Platz war unter der Woche in gutem Zustand“, sagt Teutonen-Coach Thomas Reith, der bis auf Dominik Hohmann alle Mann an Bord hat. Dass die ersten beiden Spiele ausgefallen sind und sich die Winterpause in Großenlüder somit nochmals um 14 Tage verlängert hat, kratzt Reith wenig. „Das kennen wir ja aus den letzten Jahren. Deshalb haben wir schon nur fünf Wochen Vorbereitung gemacht, weil es ohnehin jeder weiß, dass die ersten ein, zwei Spiele in der Regel nicht stattfinden können.“

Borussia Fulda II – VfL Eiterfeld/SG Leimbach (Sonntag, 15 Uhr)

„Borussias Erste spielt bereits am Samstag, das wird eine entsprechende Aufgabe für uns werden“, vermutet Eiterfelds Trainer Detlef Pabst, der wohl wieder auf Julian Busold (fehlte gegen Haimbach mit einer Grippe) und eventuell auch auf Nils Fischer zurückgreifen kann. Fischer hat zwar seine Schambeinentzündung längst nicht ausgeheilt, doch Pabst macht klar: „Nils hat angeboten ohne Training zu spielen. Das haben wir ja schon in der Vorrunde praktiziert. Alleine seine Anwesenheit auf dem Platz wäre wichtig für uns.“ Der Trainer hat in dieser Woche klargemacht, dass jeder einzelne Verantwortung übernehmen muss. „So wie gegen Haimbach geht es einfach nicht: Es ist das verdammte Aufgabengebiet jedes Spielers, sich selbst und seine Leistung zu reflektieren.“

TSV Bachrain – SVA Bad Hersfeld (Sonntag, 15 Uhr)

Hinter der SG Johannesberg ist der SVA mit vier Siegen aus fünf Spielen die zweitbeste Rückrunden-Mannschaft. Das von Trainer Fabian Kallée präferierte 5-2-3-System passt aktuell wunderbar. Einen richtig starken Job macht Maximilian Schuch in der Abwehrzentrale, der jüngere Bruder von Hünfelds Sebastian Schuch hat gerade im Zweikampfverhalten einen riesigen Sprung gemacht. Für Linksaußen Nils Wenzel war der 2:0-Sieg deswegen auch hochverdient: „Auch wenn Kerzell gerade in der Offensive großes Potenzial besitzt, waren wir spielerisch die bessere Mannschaft und hätten schon früher die entscheidenden Tore machen müssen.“

Haimbacher SV – SG Schlüchtern/Elm (Sonntag, 15 Uhr)

„Der Sieg und vor allem der Auftritt meiner Mannschaft in Eiterfeld waren ein ganz wichtiges Zeichen“, weiß HSV-Trainer Zlatko Radic, der nun vor dem nächsten Abstiegsknaller hofft, „dass wir vielleicht eine kleine Serie starten können. Genügend Motivation müsste ja nach dem Sieg vom letzten Samstag eigentlich vorhanden sein.“ Respekt hat Radic vor allem vor Schlüchterns Neuzugang Mladen Puric, der im Januar als Spielertrainer beim Gelnhäuser Kreisoberligisten SV Birstein entlassen wurde. Der 28-Jährige gilt als gefährlicher Stürmer, spielte bereits bei Bayern Alzenau und den Sportfreunden Seligenstadt. „Ich habe ihn noch nie spielen sehen, aber ich habe genügend Informationen“, überlasst Radic nichts dem Zufall. / kr