Damals war die SGO noch eine graue Maus in der B-Liga Schlüchtern. Mit der Verpflichtung von Kress, der damals von der TSG Lütter kam, änderte sich das. Jahr für Jahr schaffte der Club unter seiner Regie eine erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte nach der anderen. Aktuell kämpfen die Oberkalbacher um den Klassenerhalt in der Kreisoberliga Süd. „Wenn wir den in der Rückrunde noch schaffen, dann wäre das das I-Tüpfelchen auf die Zeit in Oberkalbach. Das würde den Traum abrunden“, sagt der 37-Jährige, der zugibt, dass viel Wehmut in der Entscheidung mitschwingt. „Natürlich war das eine Entscheidung von beiden Seiten. Aber es fällt mir schon schwer darüber nachzudenken, dass das die letzten Monate in Oberkalbach sein werden“, so Kress, der ein durchweg positives Resümee aus seiner Zeit bei der SGO zieht. „Wenn du bei deiner ersten Trainerstation acht Jahre tätig bist, dann ist das nicht selbstverständlich. Es war genau die richtige Entscheidung nach Oberkalbach zu gehen. Auch wenn ich bald kein Trainer mehr sein werde, dem Verein werde ich immer verbunden bleiben.“ Bemerkenswert ist, dass viele Spieler noch heute mit dabei sein, die auch bei seinem Amtsantritt schon da waren. „Mit gut der Hälfte der Mannschaft haben wir 2014 angefangen. Und eine ganze Reihe an Spielern ist schon sechs oder sieben Jahre mit dabei“, so Kress, der dem Fußball treu bleiben wird. „Ob als Spieler oder Spielertrainer ist noch nicht entschieden. Ich spiele eigentlich noch zu gerne Fußball, um nur als Trainer zu arbeiten. Aber auch das will ich nicht völlig ausschließen“, so Kress über seine Zukunftspläne.