Lohsse: "Wir haben keinen Fabian Schaub"

Hessenpokal: Steinbachs Weg zurück zur Normalität

29.08.2017

Nach turbulenten Tagen am Mühlengrund ist man beim SV Steinbach wieder um Normalität bemüht, nun geht es heute Abend (19 Uhr) in der zweiten Runde des Hessenpokals gegen den Ligakonkurrenten TSV Lehnerz.

Gespielt wird übrigens auf dem Kunstrasen an der Richard-Müller-Straße. Hintergrund ist der späte Anpfiff um 19.30 Uhr, der nicht auf dem Rasenplatz möglich wäre, da dieser nicht über Flutlicht verfügt. „Über die Qualitäten von Lehnerz müssen wir nicht sprechen, sie haben eine sehr gute Mannschaft“, weiß Steinbachs Interimstrainer Petr Paliatka, der auf die jüngste 1:6-Pleite vor zwei Wochen gegen den TSV Lehnerz anspielt. Es sollte das letzte Spiel der Ära Karl-Josef Müller gewesen sein. Im ersten Spiel nach Müller erarbeitete sich Steinbach ein 2:2 gegen den FC Ederbergland. „Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Gerade unser Spiel gegen den Ball hat mir gut gefallen. Dazu haben wir nach einer schwierigen Woche eine sehr gute Reaktion gezeigt“, lobt Paliatka, der an der eher defensiven Grundausrichtung festhalten möchte. Momentan gestaltet sich die Aufstellung des SVS nämlich noch wie ein Puzzle. Da Marius Müller und Nikola Milenkovski weg, Vuk Toskovic und Sasa Dimitrijevic privat verhindert sowie Tom Wiegand und Fabian Wiegand noch immer angeschlagen sind, fehlen den Steinbachern gleich sechs Spieler. „Ein Weiterkommen wäre eine große Überraschung, momentan kann ich noch gar nicht sagen, wie unsere Mannschaft aussehen wird. Vielleicht müssen wir auf Spieler der zweiten Mannschaft zurückgreifen“, erklärt Paliatka. Sein Gegenüber Marco Lohsse erwartet eine ganz enge Begegnung und fordert, „dass wir das 6:1 schnellstmöglich aus unseren Köpfen bekommen müssen. Da hatten wir nämlich einen perfekten Tag.“ Gegen Steinbach müsse seine Mannschaft vor allem eine andere Einstellung als beim 0:2 am Wochenende in Flieden zeigen. „Wir können nur über das Kollektiv kommen, weil wir keinen Fabian Schaub in unseren Reihen haben, der mal aus dem Nichts ein Tor erzielt. Wir wissen zwar, dass wir gut sind, können aber nur dann Erfolg haben, wenn alle Spieler am Limit sind. Sind wir das, können wir Dreieich schlagen. Sind wir das nicht, verlieren wir in Flieden“, so Lohsse, der personell wohl zum Umbauen gezwungen sein wird. Während Pierre Mistretta (beruflich verhindert) definitiv fehlen wird, stehen hinter Sebastian Bartel (Oberschenkelverhärtung), Julian Pecks (Blessur) und Alexander Reith (Knieprobleme) noch Fragezeichen.