Lukas Hohmann sieht sich als klare Nummer eins

Fliedens Torhüter über Konkurrenzkampf, Wechselspielchen und die Hessenliga

13.04.2017

Gut eine Woche ist es her, dass Verbandsligist Buchonia Flieden bekanntgab, dass Torhüter Lukas Hohmann der Mannschaft aus dem Königreich treu bleiben wird - ganz im Gegensatz zu "Rivale" Jonas Ritzel. Wir haben mit dem 22-jährigen Hohmann über Konkurrenzkampf, die Wechselspielchen der Keeper und die Hessenliga gesprochen.

Mit drei Niederlagen am Stück seid ihr in die Saison gestartet, bis heute sind es die einzigen drei Pleiten in dieser Spielzeit. Warum lief es am Anfang so schleppend und jetzt so gut?

Am Anfang sind die Aufstellungen noch nicht so geglückt, zum Beispiel hat Innenverteidiger Tobias Bartel auf der Sechs gespielt. Dazu hatten wir zunächst einige Teams von oben, gegen die man verlieren kann. Die Situation mit der neuen Spielklasse war auch ein bisschen neu für uns. Inzwischen haben wir uns in die Saison reingekämpft und hatten teilweise das nötige Glück auf unserer Seite. Die Liga ist aber auch nicht ganz so stark.

Gerade defensiv läuft es seit einiger Zeit richtig gut, in den vergangenen neun Spielen gab es nie mehr als ein Gegentor. Wie nimmt man das als Torhüter wahr?

Manchmal ist es schon sehr langweilig (lacht). Im letzten Spiel bei CSC Kassel habe ich gerade mal einen Schuss aufs Tor bekommen - und Kassel ist immerhin Sechster. Was uns aber gerade im Vergleich zur Rückrunde der vergangenen Saison stärker macht, ist unsere Konstanz. Damals haben wir mit zehn verschiedenen Viererketten gespielt, jetzt haben wir immer dieselbe. Nur dass Niko Zeller jetzt für meinen Bruder Nico spielt. Wir stehen jetzt richtig, richtig gut.

Ihr hattet am Wochenende spielfrei, Sand hat euch daher die Tabellenführung abgenommen. Erwartest du einen Titelzweikampf mit dem SSV oder denkst du, dass noch andere Mannschaften eingreifen werden?

Jedes Spiel muss erst gespielt werden, es kann alles sehr schnell gehen. Sand schien ja auch schon durch und hat dann zwei der ersten vier Restrundenspiele verloren. Deswegen sind auch Hünfeld und Willingen durchaus noch im Rennen.

Aber euer konkretes Ziel ist es schon, Meister zu werden?

Von der Mannschaft aus ist es schon klar formuliert, dass wir hoch in die Hessenliga wollen. Das ist für uns einfach die attraktivere Liga. Dann hoffen wir, dass Hünfeld auch noch aufsteigt und Steinbach die Klasse hält, dann hätten wir fünf osthessische Mannschaften in der Liga, fast jede Woche ein Derby.

Zu dir persönlich: Trainer Meik Voll hat sich im vergangenen Sommer dafür entschieden, dich und Jonas Ritzel im Zwei-Spiele-Rhythmus spielen zu lassen. Jonas wird den Verein am Saisonende aber verlassen. Wie hast du die Nachricht aufgenommen?

Ich verstehe mich blendend mit Jonas, er ist eher Kumpel als Rivale. Sportlich gesehen kann ich seine Entscheidung nachvollziehen, er will eben, genauso wie ich, jedes Spiel machen. Diese Zwei-Zwei-Situation ist vielleicht befriedigend, aber auch nicht mehr.

Hast du deshalb auch über einen Wechsel nachgedacht?

Zwischenzeitlich schon. Meik hat mir dann aber klargemacht, dass er mich sehr gerne behalten möchte, gerade auch nach Jonas' Entscheidung. Und wer den Meik kennt, der weiß, dass man dann leicht terrorisiert wird (lacht). Ich wusste, dass ich meine Spielzeit bekommen werde, deshalb habe ich mich entschieden zu bleiben. Ich gehe davon aus, dass ich im nächsten Jahr die feste Nummer eins bin.