Makkabi erklimmt zweiten Tabellenplatz

Kreisoberliga Frankfurt: Speuzer marschieren weiter weg

06.03.2017

Mit 37 Toren in acht Spielen zeigten sich die Fußballer in der Kreisoberliga Frankfurt wieder etwas torhungriger. Tabellenführer FFV Sportfreunde 04 kanzelte den Tabellenletzten VfR Bockenheim mit 6:0 ab und vergrößerte seinen Vorsprung an der Spitze auf elf Punkte. Neuer Tabellenzweiter ist TuS Makkabi nach dem 3:2-Sieg beim SV Griesheim Tarik. Concordia Eschersheim fiel durch die 1:3-Niederlage gegen den FC Posavina auf Rang drei zurück. In der Abstiegszone hat sich nichts verändert. Die letzten fünf Mannschaften des Klassements gingen als Verlierer vom Platz.

FV 1920 Hausen - 1. FC 02 Rödelheim 5:0 (1:0)

[link url=http://www.torgranate-rhein-main.de/artikel/ben-neticha-leitet-viel-zu-hohen-hausener-sieg-ein/ text=Siehe Extra-Bericht!]

SV Viktoria Preußen - BSC Schwarz-Weiß 19 2:1 (1:0)

Viktoria Preußen entfernt sich durch den dritten Sieg nach der Winterpause immer mehr von der Abstiegszone und hat sich nach dem 2:1-Erfolg im Nachbarschaftsduell auf einen einstelligen Tabellenplatz abgesetzt. "Diesmal waren wir die Glücklicheren, haben aber unsere Aufwärtstendenz bestätigt", resümierte Thomas Mahlau, der Fußball-Abteilungsleiter der Preußen. In einer ausgeglichenen ersten Hälfte hatten die abstiegsgefährdeten Gäste vom Rosegger durch Roy Mokrzycki den Pfosten getroffen, es waren aber die Gastgeber durch Daniel Rother kurz vor der Halbzeit mit 1:0 in Führung gegangen. Einen "Chipball" von Darius Johnson über die Viererkette nahm Rother auf, umkurvte BSC-Torhüter Patrick Herrmann und schob ein. Nach exakt einer Stunde nahm Jonatan Ogbasilase eine Flanke auf und traf aus 16 Metern zentral zum 2:0 für die Hausherren. In der Schlussphase wurde es jedoch noch einmal spannend, weil BSC-Spielertrainer Selim Aljusevic einen Freistoß aus 35 Metern zum 2:1 versenkte. Für ein vermeintliches Stürmerfoul an Torhüter Herrmann sah der "Preuße" Anass Barkok in der Nachspielzeit noch die Gelb-Rote Karte. Zudem reklamierten die Gäste ein Handspiel von Alexis Mintzas im eigenen Strafraum. "Wir hatten in der zweiten Halbzeit Oberwasser, aber nach dem 2:1 war alles offen. Es war eine enge Kiste", lautete das Fazit von Mahlau. Schiedsrichter: Cevat Kalyoncu (Kriftel). Zuschauer: 65. Gelb-Rote Karte: Anass Barkok (Preußen/90.+2). Tore: 1:0 Daniel Rother (42.), 2:0 Jonatan Ogbasilase (60.), 2:1 Selim Aljusevic (79.).

Concordia Eschersheim - FC Posavina 1:3 (1:2)

Concordia Eschersheim ist nach der zweiten Heimniederlage in Folge vorerst den zweiten Tabellenplatz los und auf Rang drei zurückgefallen. "Posavina war stärker und vor allem giftiger und präsenter. In einem schweren Spiel haben wir gegen einen guten Gegner verloren", resümierte Concordias Trainer Roland Stipp und konkretisierte: "Wir haben derzeit keinen echten Stürmer". Schon nach fünf Minuten waren die Kroaten durch einen Schrägschuss von Mato Djukic mit 1:0 in Führung gegangen. Nach dem Ausgleich der Platzherren durch Ricardo Harrabi hatten die Eschersheimer ihre beste Phase. "Da haben wir das Spiel gemacht und im Griff gehabt, dann aber beim 1:2 gepennt", bedauerte Stipp. Denn einen langen Ball erlief sich Posavina-Akteur Marko Sudic und netzte ihn von der Torauslinie zum 2:1 für die Balkan-Formation ein. Torhüter Benjamin Kress sah in dieser Szene nicht besonders gut aus. "In der zweiten Halbzeit ging bei uns gar nichts mehr. Wir hatten zwar 75 % Ballbesitz, kamen aber nicht mehr zu Torchancen", bilanzierte der Eschersheimer Coach. Posavinas Kapitän Danijel Koturic setzte mit einem Freistoß ins Torhütereck - auch hier war Kress nicht im Bilde - den Schlusspunkt zum 3:1-Erfolg der Gäste. "Wir müssen uns jetzt auf die einfachen Sachen besinnen", wünscht sich Stipp für die nächsten Spiele, während FCP-Trainer Pero Bosnjak jubelte: "Wir hatten eine klare Richtlinie und die haben wir 90 Minuten lang verfolgt. Wir haben aggressiv gegen den Ball gearbeitet und so hat unser Plan funktioniert. Wir hätten auch höher gewinnen können. Die Concordia war überrascht, denn ich denke, dass sie uns nicht so stark erwartet haben". Schiedsrichter: Irfan Drescher (Rüsselsheim). Zuschauer: 80. Tore: 0:1 Mato Djukic (5.), 1:1 Ricardo Harrabi (22.), 1:2 Marko Sudic (30.), 1:3 Danijel Koturic (53.).

FFV Sportfreunde 04 - VfR Bockenheim 6:0 (3:0)

Nach dem standesgemäßen 6:0-Sieg trennen den Spitzenreiter und den Tabellenletzten 48 Punkte in der Tabelle. Im Hinspiel hatte der VfR die Speuzer noch am Rande einer Niederlage, führte bis weit in die Nachspielzeit mit 2:1, bevor Robert Kohns das 2:2 gelang. Diesmal war es für den souveränen Spitzenreiter "nach den schweren Auftaktgegnern Tarik und Westend nicht einfach, die Spannung aufrechtzuerhalten", wie FFV-Trainer Mehmet Tunay Somun sagte. "Letztlich war es nicht mehr als ein Pflichtsieg, mehr gibt es dazu wirklich nicht zu sagen", gab Somun zu Protokoll. Karim Karouia mit einem Schuss aus 20 Metern in den Winkel, Okan Ilkiz mit seinem 26. Saisontreffer per Foulelfmeter und Fatih Sultan Bosnak auf Zuspiel von Zafer Sancak hatten nach 22 Minuten ein komfortables 3:0 vorgelegt. Die Gäste aus Bockenheim versuchten im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten, dem Spitzenreiter Paroli zu bieten. Ömer Dursun (Vorlage Ilkiz) und Imad Charkaoui (einmal Vorlage Kohns) mit einem Doppelpack machten das halbe Dutzend voll. Für Bockenheim ist dadurch der Abstieg aber noch lange nicht besiegelt. Aufgrund der Niederlagen sämtlicher Abstiegskonkurrenten und der aktuellen Situation in der Gruppenliga West ist zumindest der Relegationsplatz nur sieben Punkte entfernt. Die Speuzer dagegen sind laut Somun noch lange nicht durch: "Der Vorsprung ist zwar deutlich, aber das Beispiel der Bosnier vom Vorjahr, die am Ende einen ähnlichen Vorsprung verspielten und als Vizemeister in die Aufstiegsrunde mussten, ist uns als warnendes Beispiel im Kopf". Schiedsrichter: Johannes Helmut Baumann (Fernwald). Zuschauer: 80. Tore: 1:0 Karim Karouia (5.), 2:0 Okan Ilkiz (10./Foulelfmeter), 3:0 Fatih Sultan Bosnak (22.), 4:0 Ömer Dursun (57.), 5:0 und 6:0 Imad Charkaoui (78./90.).

TSG 51 - SG Westend 2:3 (0:2)

Die TSG 51 steht nach der Heimniederlage gegen den Aufsteiger weiter auf einem direkten Abstiegsplatz. "Wir haben die erste Hälfte total verschlafen. In der zweiten Halbzeit lief es für uns deutlich besser und wir haben verdient den Anschlusstreffer erzielt, sind aber postwendend in den nächsten Gegentreffer gelaufen. Dann sind wir nochmal auf 2:3 herangekommen, es hat aber nicht gereicht", resümierte Tibor Leitz, der Trainer der TSG 51. Emir Rovcahin hatte die Gäste aus dem Gallusviertel mit einem Fernschuss fast von der Mittellinie früh mit 1:0 in Führung gebracht, Sadat Izberovic erhöhte auf 2:0 für Westend. Dessen Vereinspatron Esad Golos übernahm auf dem Hartplatz an der Niedwiesenstraße die Rolle des Trainers, da Coach Ramiz Demir krankheitsbedingt abwesend war. "Ich habe die Mannschaft in einem 3-1-4-2-System eingestellt", outete sich Golos als Taktikfuchs und zeigte sich insbesondere mit der ersten Halbzeit hochzufrieden: "Tolle Ballstafetten und Seitenwechsel - wir haben der TSG 51 eine Lehrstunde erteilt. Das war alte Westend-Schule". Nach dem Seitenwechsel vergab Artis Kilic für die Hausherren die Chance auf den Anschlusstreffer. Er schoss einen Foulelfmeter über das Tor. Später machte es der Mittelfeldspieler besser und machte doch noch das 1:2. Doch postwendend stellte Petar Sabljic mit dem 3:1 für die Gäste den alten Abstand wieder her. Pech hatten Abdelhadi Assim und Alen Tahirovic, die am Pfosten und an der Latte scheiterten. Der Treffer von Benedikt Burger zum 2:3-Endstand hatte für die Elf vom Eschersheimer Niddaufer nur noch statistischen Wert. "Wir haben bewiesen, dass wir mit einer solchen Leistung jeden Gegner in dieser Klasse schlagen können", meinte Golos, für den der Zug nach oben abgefahren ist: "Es nützt nichts, wenn wir rechnen. Wir wollen Platz fünf verteidigen". Schiedsrichter: Patrick Retzlaff (Krombach). Zuschauer: 60. Tore: 0:1 Emir Rovcahin (2.), 0:2 Sadat Izberovic (25.), 1:2 Artis Kilic (73.), 1:3 Petar Sabljic (75.), 2:3 Benedikt Burger (89.). Besonderes Vorkommnis: Artis Kilic (TSG 51) schießt Foulelfmeter über das Tor (60.).

FC Tempo - SV 07 Heddernheim 2:1 (1:0)

"Unser Wille hat uns immer wieder Kraft gegeben, um gegen stark spielende Heddernheimer dagegen zu halten. Wir sind glücklich über den Sieg, arbeiten aber weiter am nächsten Erfolg", lautete das Fazit von Tempos Trainer Zoran Marcetic, der ein Sonderlob an Torhüter Miroslav Trivkovic verteilte, den der Coach aus der Kreisliga A-Reserve nach "oben" befördert hatte. Die Partie an der Ginnheimer Woogwiese lebte bis zum Schlusspfiff von der Spannung, beide Teams begegneten sich in der umkämpften Partie auf Augenhöhe. Die Serben nutzten eine Unachtsamkeit der Gäste konsequent aus, als ausgerechnet der kleine Stürmer Nenad Malbasa sich in einem Kopfballduell durchsetzte und zum 1:0 für Tempo einköpfte (23.). Heddernheims beste Chance im ersten Abschnitt hatte Juniorenspieler Soufian Moussaoui, der aus der Distanz die Latte traf, im Nachsetzen stand Giuliano Amante im Abseits. Zu Beginn des zweiten Durchgangs setzte ein Regenschauer ein, vor dem weite Teile der 85 Zuschauer unter das Dach der Cevapcici-Bude flüchteten. Die Gäste von der Brühlwiese waren ausschließlich durch Standards gefährlich und scheiterten dabei immer wieder am formidablen serbischen Torhüter Tripkovic. Pech hatte SVH-Verteidiger Marko Bracic, der mit einem Kopfball aus kurzer Distanz den Pfosten traf. Zehn Minuten vor dem Ende schien das Spiel entschieden, der starke Marijan Babic hatte zum 2:0 für Tempo getroffen. Doch im Gegenzug verkürzte Bracic auf 2:1 und machte es noch einmal spannend. Da Schiedsrichter Jan-Rene Seif wegen zahlreicher Unterbrechungen insgesamt sechs Minuten nachspielen ließ, drängte Heddernheim vehement auf den Ausgleich, der aber aufgrund von inkonsequentem Abschlussverhalten nicht mehr erzielt werden konnte. Auch nicht, nachdem Tempos Marko Jaksic in der 94. Minute die Gelb-Rote Karte sah. So analysierte hinterher SVH-Trainer Andreas Berggold seine erste Pflichtspielniederlage wie folgt: "Vom Einsatz her kann ich keinem einen Vorwurf machen. Wir waren aber nur mit Standards und Fernschüssen gefährlich. Die Enttäuschung ist groß, aber es geht weiter. Gegen den FV Hausen sind wir der krasse Außenseiter und wollen da eine Überraschung schaffen. Das 2:0 war der Knackpunkt, die Mannschaft hat aber bis zum Ende an sich geglaubt". Schiedsrichter: Jan Rene Seif (Langen). Zuschauer: 85. Tore: 1:0 Nenad Malbasa (23.), 2:0 Marijan Babic (80.), 2:1 Marko Bracic (81.). Gelb-Rote Karte: Marko Jaksic (Tempo/90.+4).

SV Griesheim Tarik - TuS Makkabi 2:3 (2:2)

In der ausgeglichenen Partie war Griesheim Tarik durch Kapitän Issam Chami mit 1:0 in Führung gegangen, die Makkabis Ibrahim Abbouz egalisierte. Kurz darauf hatten die Gastgeber Pech, als Mostafa El Aadmi einen Kopfball an den Pfosten setzte. Simon Lindlar brachte die Gäste von der Bertramswiese mit 2:1 in Führung. Fünf Minuten danach pfiff Schiedsrichter Christopher Bedikian einen Strafstoß für die Gäste von der Bertramswiese, den Marlon Huberman nicht verwandeln konnte. Er scheiterte an Tariks Torhüter Abdelaziz Bouyiri. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs deutete der Unparteiische erneut auf den ominösen Punkt, diesmal jedoch für die Hausherren. Ex-Profi Fikri El Haj Ali glich zum 2:2 aus. Nach der Pause hatten beide Teams in der fairen Begegnung Chancen auf den Siegtreffer, der dem Team von Trainer Jorge Huberman zehn Minuten vor dem Abpfiff gelang. Tolga Tuygar verwandelte einen Konter zum 3:2-Sieg der Gäste, der Makkabi erstmals seit 2013 auf den zweiten Tabellenplatz der Kreisoberliga befördert. "Es war ein ausgeglichenes Spiel. Die Tore für Makkabi fielen zum ungünstigen Zeitpunkt", meinte Tariks Spielertrainer Jamal El Baouti und fügte hinzu: "Am Ende haben wir alles nach vorne geworfen. Makkabi hat kämpferisch dagegen gehalten. Ein Remis wäre gerechter gewesen". Nach dieser Niederlage gibt es bei den Griesheimern keine Ambitionen nach oben. "Das ist vorbei. Wir müssen den Klassenerhalt sichern, dafür brauchen wir noch sechs Punkte und dann können wir die Spitzenmannschaften bis Saisonende ärgern", so El Baouti. Makkabis Sportlicher Leiter Maximilian Eilingsfeld sprach von "glücklichen drei Punkten. Wir haben nun aus drei Auswärtsspielen in Folge sieben Punkte geholt. Jetzt freuen wir uns endlich wieder auf ein Heimspiel. Tarik war näher am 3:2, aber wir hatten das Glück des Tüchtigen". Schiedsrichter: Christopher Bedikian (Hanau). Zuschauer: 150. Tore: 1:0 Issam Chami (20.), 1:1 Ibrahim Abbouz (25.), 1:2 Simon Lindlar (29.), 2:2 Fikri El Haj Ali (45./+2), 2:3 Tolga Tuygar (76.). Besonderes Vorkommnis: Tariks Torhüter Abdelaziz Bouyiri hält Foulelfmeter von Makkabis Marlon Huberman (36.).

Spvgg. 03 Fechenheim - FC Kalbach II 2:3 (1:1)

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