SVS-Umfeld ruhig

"Mit einem Rummel hätten wir sieben, acht Punkte mehr"

Hessenliga: Kochanski findet kaum Kritikpunkte

01.10.2019

Schicksalsspiele für den SV Steinbach? Für den Hessenliga-Aufsteiger geht es am Donnerstag (15 Uhr) und Sonntag (14 Uhr) zu Hause gegen Viktoria Griesheim und auswärts beim KSV Baunatal gegen zwei direkte Konkurrenten im Klassenkampf. Nach zuletzt nur einem Punkt aus sechs Spielen benötigt es dringend Erfolgserlebnisse – für die geschundene Seele und für das Ranking.

"Dass es sportlich nicht so läuft, wie wir uns das erhofft haben, ist klar und für uns natürlich auch etwas enttäuschend", schiebt Hugo Kochanski, neben Jürgen Wiegand und Berthold Helmke Mitglied des dreiköpfigen Führungsteams, voran. Doch auf der Suche nach Kritikpunkten fällt Kochanski nicht viel ein. Fast scheint es so, als habe er für die Arbeit der Mannschaft und des Trainerteams um Petr Paliatka mehr Lob übrig. "Die Trainingsarbeit ist sowohl inhaltlich als auch quantitativ super. Die Jungs geben richtig Gas und die Quote liegt außer bei Verletzungen oder Erkrankungen fast bei 100 Prozent", sagt Kochanski, der auch mit der Spielweise im bisherigen Saisonverlauf sehr gut leben kann. Was fehlt? Erfolgserlebnisse – gerade vorm gegnerischen Tor. "Wenn geschrieben wird, dass wir die Geschenke des Gegners nicht annehmen, der Gegner unsere aber schon, dann stimmt das auch ganz genau. Und sicherlich ist das auch eine Frage der Qualität. Fakt ist, dass wir mit einem Dominik Rummel (Stürmer des Ligakonkurrenten SG Barockstadt, Anm. d. Red.) sicherlich sieben, acht Punkte mehr hätten. Aber wenn wir die Möglichkeit hätten, einen solchen Stürmer zu verpflichten, hätten wir das auch versucht." Doch Transfers solch einer Kategorie passen nicht zur Philosophie des SVS, wie Kochanski betont: "Wir gehen unseren Weg mit jungen Spielern nun schon seit Jahren konsequent. Und daran werden wir festhalten. Wir sind vor anderthalb Jahren nach einer desolaten Saison aus der Hessenliga abgestiegen – und auch danach ging es weiter. Diesmal haben wir sicherlich mehr Qualität in der Mannschaft, die für die Hessenliga ausreichen kann. Aber dass das nicht heißt, dass es für die Hessenliga ausreichen muss, ist uns allen bewusst." Dementsprechend gibt es so etwas wie Schicksalsspiele für den SVS nicht, schon gar nicht für Paliatka. "Wir müssen Ruhe bewahren und das werden wir auch. Angenommen wir schlagen am Donnerstag Griesheim, gerne auch dreckig, kann das für uns schon befreiend wirken und dann fahren wir nach Baunatal und da steht sicherlich der Gegner unter Druck, aber nicht der SV Steinbach." Dominik Hanslik wird in den Kader zurückkehren, wodurch er das Aufgebot komplett macht.