Der frühere Verbandsligist feierte im Sommer als Vizemeister der Kreisoberliga Offenbach über die Aufstiegsrunde den Sprung in die Ost-Gruppenliga. Im Endspiel dieser Entscheidungsrunde konnte der FSV Bad Orb auf neutralem Platz in Hochstadt mit 3:2 bezwungen werden. Der Gegner stieg mit auf, weil Viktoria Nidda durch den Verbandsliga-Aufstieg einen Platz in der Ost-Staffel frei machte. Der Saisonstart gelang den Langenern, die als geographisch südlichster Klub der Klasse zu einigen Auswärtsspielen weite Reisen zu absolvieren haben. So sind es 85,7 Kilometer einfache Strecke auf der A66 bis zum VfB Oberndorf im Gelnhäuser Kreis, nach Bad Orb werden immerhin 72,1 Kilometer zurückgelegt. Und nach Altwiedermus im Büdinger Kreis satte 56,7 Kilometer. Aus den ersten sieben Spielen holte die Kilinc-Elf zwölf Punkte und musste nur eine Niederlage hinnehmen. Dann kam aber eine Schwächephase mit nur einem Sieg aus acht Spielen, die mit dem 1:0-Sieg des 1. FC im Nachholspiel beim FSV Bischofsheim durch den Siegtreffer von Florian Beckmann gestoppt wurde. Darüber zeigte sich der Coach hocherfreut, zumal der Sieg in Unterzahl zustande kam: "Wir sind endlich mal für unsere Moral belohnt worden, weil wir in den letzten Wochen auch viel Aufwand betrieben haben und unglücklich gespielt haben. So haben wir drei Spiele in Folge verloren. In Bischofsheim war es ein Sieg der Moral, weil es in meinen Augen auch keine Gelb-Rote Karte war. Insgesamt war dieser wichtige Sieg aber verdient, weil wir mehr Spielanteile hatten und von den Chancen her näher dran waren als Bischofsheim". Auch wenn seine Langener zwischenzeitlich mit der 1:4-Niederlage gegen Tabellenführer 1. FC Erlensee, der sich als Aufsteiger anschickt, den Durchmarsch von der Kreisoberliga Hanau in die Verbandsliga Süd zu schaffen, einen Dämpfer bekamen, sieht Kilinc sein Team auf einem guten Weg Richtung Klassenerhalt: "Durch den Sieg in Bischofsheim konnten wir vier Plätze gut machen. Wir waren die ganze Zeit nicht auf einem Abstiegsplatz und durften nach der 0:1-Niederlage in Seligenstadt erstmals Abstiegskampf-Luft genießen, die nicht so toll ist. Wenn die Jungs weiter dran bleiben , dann werden wir besser spielen und die nötigen Punkte zum Klassenerhalt holen".
Kilinc war der erste Trainer von Hessen Dreieich bei der Neugründung 2013
Bis zu sechs Absteiger können aus dieser 18er Liga absteigen, Langen soll nicht dazu gehören. Kilinc war übrigens 2013 der erste Trainer in der noch kurzen Vereinsgeschichte des SC Hessen Dreieich. Der Coach hatte die SKG Sprendlingen über die Relegationsrunde von der Gruppenliga Ost in die Verbandsliga Süd geführt. Die Sprendlinger Fußball-Abteilung trat dann in den neugegründeten SC Hessen Dreieich ein, der zur Saison 2013/14 das Startrecht der Sprendlinger in der Verbandsliga Süd übernahm. Damals kickten die "Hessen" noch bis zur Eröffnung des Sportparks an der Lettkaut noch auf dem alten Sportplatz an der Maybachstraße. Die Entwicklung der "Hessen", bei denen er Ende 2013 zurücktrat und Platz für seinen Nachfolger Thomas Epp machte, verfolgt Kilinc auch heute noch: "Es war eine kurze und schöne Zeit. Aktuell wird da vieles richtig gemacht. Das war in meiner Zeit nicht wirklich so. Die haben sich in den letzten zwei, drei Jahren so gut entwickelt, dass kontinuierlich gut gearbeitet wird. Und das mit fähigen Profis".