Shootingstar blickt zurück

Musiala: "Entwicklung lange nicht zu Ende"

25.02.2021

Bald auch noch deutscher Nationalspieler: Für Jamal Musiala neigt sich am morgigen Freitag, wenn er seinen 18. Geburtstag feiert, ein beeindruckendes Lebensjahr zu Ende. Wir blicken mit dem Ex-Lehnerzer zurück.

[link url=https://www.torgranate.de/artikel/das-gefuehl-hat-entschieden-musiala-traegt-kuenftig-dfb-trikot/ text=Die Entscheidung, künftig das DFB-Trikot zu tragen, ist der nächste große Schritt innerhalb eines Jahres der Superlative.] Genau zwölf Monate ist es her, dass die Torgranate dem noch recht schüchternen Musiala einen Besuch in München abgestattet hat. Seit einem halben Jahr spielte da das Talent beim FC Bayern, war gerade aus der U17 in die U19 aufgerückt. Erstmals seit 2011 lebte er wieder in Deutschland: Aufgrund des Studiums der Mutter zog es die Familie damals von Fulda nach London. Der gebürtige Stuttgarter wechselte mit gerade einmal sieben Jahren vom TSV Lehnerz zum FC Chelsea. Musiala hat schon einiges erlebt – doch die Entwicklung des vergangenen Jahres toppt alles. Wie bei vielen anderen Menschen spielte Corona eine große Rolle. Die Pandemie stoppte den Spielbetrieb, den der Junioren-Bundesligen länger als in den Profiklassen. Wohin also mit dem vielversprechenden Talent? Musiala wird in die zweite Seniorenmannschaft befördert, die in der Dritten Liga zu Hause ist. Nach zwei ersten Kurzeinsätzen nach dem Re-Start nutzt der offensive Mittelfeldspieler seine Chance, trifft doppelt beim 2:0 gegen Zwickau. Vier Tage später steht er erstmals im Bundesliga-Kader der Profis – und debütiert kurz darauf beim 3:1 gegen Freiburg. Mit 17 Jahren und 4 Monaten darf sich Musiala Deutscher Meister nennen. Auch im Finalturnier der Champions League in Lissabon spielt er eine Rolle, steht beim schon jetzt legendären 8:2 gegen Barcelona im Kader. Zum Einsatz kommt er zwar nicht, ebenso wenig wie beim Finale gegen Paris, mit dem Henkelpott lässt sich Musiala im Rahmen der Siegerehrung dennoch ablichten. Allzu oft bietet sich so eine Chance schließlich nicht. Zur neuen Saison wird der Deutsch-Engländer endgültig in den Profikader integriert, kommt in sämtlichen Wettbewerben, zum Beispiel der Club-WM, zum Einsatz.

Omnipräsent in den Medien

„Die vergangenen zwölf Monate sind im Nachgang auch für mich unglaublich rasant verlaufen. Diese Entwicklung habe ich mir natürlich nicht vorstellen können“, lässt Musiala das vergangene Jahr Revue passieren. Ein offizieller Interviewtermin mit unserem Portal wird in diesem Jahr abgelehnt, immerhin gibt es ein kurzes Statement. Die Medienabteilung des deutschen Rekordmeisters blockt nahezu sämtliche Anfragen ab, möchte den Hype um den Youngster nicht zu groß werden lassen – das Interview der „Sportschau“ ist bis dato die einzige große Ausnahme. Berichte über Musiala gibt es auch so jeden Tag. So pfeifen es die Spatzen schon von den Dächern, dass der Mittelfeldmann pünktlich zu seinem Geburtstag morgen einen lukrativen langjährigen Profivertrag beim FCB unterschreiben soll. Dazu das zuletzt omnipräsente Thema Nationalmannschaft: Mit dem Ergebnis, nicht für England aufzulaufen, obwohl er dort zuletzt sämtliche U-Nationalmannschaften durchlaufen hat. Stattdessen könnte ihn Joachim Löw schon Ende März zum deutschen Nationalspieler machen. Es wäre das nächste Debüt, die Krönung eines unglaublich erfolgreichen Jahres. Dass der jüngste Medienrummel nicht spurlos am Youngster vorbeigegangen ist, bestätigte Bayern-Trainer Hansi Flick vor wenigen Tagen. Der Ex-Lehnerzer antwortete mit einem Tor bei Lazio Rom, wurde zum jüngsten Champions-League-Schützen der FCB-Geschichte. Musiala sagt der Torgranate: „Ich weiß, dass meine Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist. Ich werde weiter hart an mir arbeiten, um mich bei Bayern festzuspielen.“