Die Vorbereitung auf die laufende Rückrunde zog Heil noch voll mit. „Schmerzen an der Bandscheibe hatte ich schon ewig. Bislang habe ich mich immer irgendwie in die Winterpause gerettet, ehe ich mich vom Physio einrenken ließ“, berichtet Heil. So auch dieses Mal. Doch die Schmerzen gingen nicht weg. Im Gegenteil: Es wurde schlimmer. „Nach einem Freundschaftsspiel gegen Bad Brückenau am Faschingssamstag ging es dann nicht mehr, ich hatte keine Kraft mehr in den Beinen und bin zum Arzt gefahren. Ich musste an der Bandscheibe operiert werden“, sagt der Staubsauger aus Neuengronau, so sein Spitzname im Königreich. „Diese Saison habe ich schon abgehakt. Ich versuche, zur neuen Spielzeit wieder zu helfen“, sagt Heil, der in der Rückrunde zusehen musste, wie die erste Mannschaft in Richtung Verbandsliga und die Zweite in Richtung Kreisoberliga taumelt. „Das ist schon bitter, gerade wenn du nicht helfen kannst. Beim Hessenliga-Team müssen wir uns nicht vormachen, da sieht es schlecht aus. Mit der zweiten Mannschaft sollten wir die Gruppenliga aber halten. Wir haben zwar noch schwere Aufgaben vor der Brust, aber ich bin mir sicher, dass wir von oben Unterstützung bekommen werden.“ Von oben. Zu diesen Spielern zählte Ende November plötzlich auch ein Andreas Heil, der beim 4:1-Erfolg in Vellmar in der 65. Minute eingewechselt wurde und sein Hessenliga-Debüt feierte. „Ein bisschen habe ich schon darauf spekuliert, dass ich mal in der Ersten spielen darf. Am letzten Spieltag, wenn es um nichts mehr geht.“ Doch in Vellmar ging es sehr wohl um etwas, bei einem direkten Konkurrenten musste unbedingt ein Dreier her – und dieser wurde eingefahren. „Es hätte ja noch besser kommen können“, erinnert sich der Sechser, der kurz vor Schluss nach tollem Zuspiel von Fabian Schaub noch das 5:1 auf den Fuß hatte. Doch das wäre vielleicht zu viel des Guten gewesen. Schließlich wurde Heil einst von Altengronau als Spieler für die dritte Mannschaft verpflichtet, arbeitete sich peu à peu nach oben. Bis in die Hessenliga. „Danach ging es bergab“, nimmt es Heil mit Humor und fasst das Ziel ins Auge, in der kommenden Saison wieder voll anzugreifen.