"Neu-Anspach hat seine Torgarantie verloren"

Gruppenliga Frankfurt West: Oberrad in Dortelweil

16.03.2018

Sowohl oben als auch unten erwartet die Liga am 24. Spieltag ein jeweils richtungsweisendes Spiel. Nach den Punktverlusten der Verfolger kann der Tabellenzweite aus Kalbach mit einem Sieg in Bornheim den Aufstiegs-Vierkampf von letzter Woche zu einem Zweikampf machen. Am anderen Ende der Tabelle wollen in der Partie zwischen dem FV Hausen und dem SV BKC Bosnien beide nicht den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze verlieren.

SC Dortelweil – Spvgg. 05 Oberrad (Samstag, 15 Uhr)

Trotz des fünften Platzes in der Tabelle scheint der Aufstiegszug des SC Dortelweil abgefahren zu sein. Elf Punkte beträgt der Rückstand auf den sicheren Aufstiegsplatz, den momentan der Gegner aus Oberrad belegt. Ganz abgeschrieben hat der SC den Angriff nach oben laut deren Vorsitzendem Martin Gunkel allerdings noch nicht: "Das Saisonziel war ursprünglich, um den Aufstieg mitzuspielen. Das ist uns Stand heute nicht gelungen.“ Sollte Dortelweil jedoch das Hauptproblem der fehlenden Konstanz in den Griff bekommen, traut Gunkel der Truppe noch einen späten Coup zu: "Es wäre gut, wenn wir gegen Oberrad mit einem Dreier nachlegen können. Wenn wir die folgenden Spiele auch erfolgreich gestalten, ist dieses Jahr vielleicht noch etwas drin, wenn uns die Konkurrenz den Gefallen tut.“

SG Bornheim – FC Kalbach (Sonntag, 15 Uhr)

"Wir müssen jetzt einen neuen Lauf starten. Von unserer Seite aus können wir jetzt am kommenden Sonntag gegen den FC Kalbach nicht mehr von einem Spitzenspiel reden“, äußerte sich Bornheims Trainer Maik Rudolf nach der 1:3-Niederlage unter der Woche beim SV BKC Bosnien über die neue Tabellenkonstellation. Durch die Niederlage ist der Rückstand zum FCK auf fünf Punkte angewachsen. Kalbach hat zudem ein Spiel weniger absolviert. "enn wir gegen Top-Mannschaften spielen, sind wir viel konzentrierter als sonst. Bornheim hat eine gut funktionierende Mannschaft, wir aber auch“, freut sich Kalbachs Spielertrainer Elton da Costa Junior bereits seit letzten Sonntag auf die Begegnung: "Wenn wir unsere Aufgabe erledigen, bin ich guter Dinge, dass wir auch gewinnen werden. Aber einfach wird es auf gar keinen Fall.“

FV Hausen – SV BKC Bosnien (Sonntag, 15 Uhr)

Nach einer ewig erscheindenen Durststrecke konnte der SV BKC Bosnien unter der Woche ausgerechnet bei der hochgehandelten SG Bornheim mal wieder ein Ligaspiel gewinnen. Nur Tage zuvor holte der SV gegen die Speuzer ebenfalls einen Zähler. Dadurch zog der BKC in der Tabelle am FV Hausen vorbei, der seinerseits ein ums andere Mal in der Schlussphase seiner Partien wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg abgab. Die Situation scheint klar: Beide Mannschaften stehen mit 21 respektive 20 Punkten auf einem direkten Abstiegsplatz. Stierstadt steht mit 25 Punkten auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Aber auch der Abstand zur oberen Tabellenhälfte ist vergleichsweise gering. Sollte ein Team aus dem Mittelfeld eine schwarze Serie hinlegen, könnte es mit ein paar Punkten aus den nächsten Partien sofort aufschließen.

Spvgg. 02 Griesheim – VfB Friedberg (Sonntag, 15 Uhr)

Der Start der Rückserie dürfte beim VfB aus Friedberg keine guten Erinnerungen wecken. Gegen Bornheim, Friedrichsdorf und Seckbach blieb die Truppe ohne Punkt. Schon zum Start der Saison im Sommer verlor Friedberg die ersten fünf Spiele in Serie, bevor der VfB sich durch eine Erfolgserie ins Mittelfeld zurückarbeiten konnte. Möglicherweise kommt es gerade gelegen, dass die Pelka-Elf zur Spielvereinigung aus Griesheim reist, die sich nach und nach mit dem Abstieg abzufinden versucht: "Wir sind keine Träumer und seit heute mehr oder weniger abgestiegen“, realisierte ein enttäuschter Christian Kossack am vergangenen Spieltag nach dem 2:4 gegen Oberstedten. Dennoch will der Tabellenletzte die Saison nicht halbherzig zu Ende bringen: "Wir wollen schauen, dass wir uns anständig verabschieden.“

FC Neu-Anspach – SKV Beienheim (Sonntag, 15 Uhr)

Trotz des siebten Tabellenplatzes wirft der FC Neu-Anspach den Blick eher nach hinten. Während Oberrad und Kalbach an der Spitze enteilt sind, kommen die Abstiegsplätze immer näher. Zwar hat der FC noch zwei Spiele in der Hinterhand, dennoch beträgt der Abstand auf Platz 13 nur sechs Punkte: "Ich wähne uns nicht im Niemandsland der Tabelle. Wir haben jetzt in elf Tagen vier Heimspiele, da müssen wir punkten um die Mannschaften hinter uns auf Distanz zu halten. Wir haben den Druck auf unserer Seite“, warnt Trainer Rico Henrici. Beienheims Pressesprecher Michael Major könnte mit einer Punkteteilung beim Gastspiel durchaus leben: "Anspach hat seine Torgarantie verloren. Sicherlich macht sich das bei denen im Angriffsspiel bemerkbar. Mit einem Punkt wäre ich zufrieden.“

FSV Friedrichsdorf – TuS Merzhausen (Sonntag, 15 Uhr)

Zehn Spieltage ist es her, als der TuS Merzhausen an fünfter Position lag, während der FSV Friedrichsdorf die Rote Laterne innehatte. Nur ein paar Monate später sind die beiden Vereine Tabellennachbarn. Seit dem 14. Spieltag hat Merzhausen eine Serie an Punkteteilungen, engen Niederlagen und ausgefallenen Spielen hinter sich. In der Tabelle bedeutet das Platz zehn, 26 Zähler und nur zwei Punkte Vorsprung auf einen theoretischen Abstiegsplatz. Eine Position hinter dem TuS steht der FSV, dessen starke Formkurve aus dem Spätherbst auch im einzigen Spiel im Neuen Jahr Bestand hatte. Gegen den VfB Friedberg siegte Friedrichsdorf mit 4:3.

FFV Sportfreunde – TSG Nieder-Erlenbach (Sonntag, 15 Uhr)

Nach einem herbstlichen Zwischenspurt aus der Abstiegszone heraus ist die TSG Nieder-Erlenbach wieder auf den 14. Tabellenplatz, und damit auf einen potenziellen Abstiegsplatz, abgerutscht. Dennoch erwartet Speuzer-Trainer Mehmet Somun kein einfaches Spiel: "Ich habe schon nach dem Hinspiel gesagt, dass der Tabellenplatz nicht die Qualität von Nieder-Erlenbach widerspiegelt.“ Auch das 0:6 der TSG gegen den SC Dortelweil ändert nichts am Respekt vor dem Gegner: "Ich glaube nicht, dass die Niederlage gegen Dortelweil besonders aussagekräftig ist. So Tage gibt es einfach. Nach drei Auswärtsspielen in sieben Tagen freuen wir uns, dass wir am Sonntag wieder zu Hause auf unserem Kunstrasen spielen", ergänzt Somun. (sly)