Ob der "Fusion" darf gar Steinbach hoffen

Mögliche Auswirkungen auf Abstiegszahlen

10.04.2018

Auswirkungen kann die „Fusion“ bis in die kleinsten Klassen nehmen, denn der Verzicht des Startrechts Borussia Fuldas in der Hessenliga nimmt Einfluss auf die Zahl der Absteiger.

Entscheidend für die Auswirkungen ist, ob der Verzicht bis zum 15. Mai eingereicht wird – oder erst danach. Reicht Borussia Fulda diesen bis zu jenem Datum verbindlich bei Verbandsfußballwart Jürgen Radeck ein, würde Fulda am Saisonende ans Tabellenende gesetzt und als erster Absteiger feststehen. Dementsprechend müssten nach heutigem Stand der Dinge (weil Hessen Kassel aus der Regionalliga Südwest in die Hessenliga absteigen würde) drei weitere Teams aus der Hessenliga in die Verbandsligen weichen. Würde auch der KSV Hessen die Regionalliga halten, wäre die Hessenliga schon nur noch bei zwei Absteigern und zöge eine weitere Mannschaft zurück – wie in den Vorjahren so oft geschehen –, würde tatsächlich nur ein Verein regulär absteigen. Dies wäre aktuell der SV Steinbach, der dann plötzlich nur noch fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer hätte – und die Flinte so wieder aus dem Korn herausziehen sollte. Für die unteren Klassen bedeutet ein Verzicht Fuldas bis zum 15. Mai folgendes: Reduziert sich die Zahl der Absteiger in der Hessenliga, steigen die Chancen, dass die bedrohten ost- und nordhessischen Vereine – SV Steinbach, OSC Vellmar und FSC Lohfelden – die Hessenliga halten und dementsprechend die Anzahl der Absteiger in der Verbandsliga Nord reduzieren könnten. Dort steigen drei Teams ab, sofern niemand aus der Hessenliga kommt, vier Teams, falls ein Hessenligist dazustößt und fünf Teams, falls es zwei oder mehr ost- und nordhessische Teams trifft. Darunter hängt wiederum alles davon ab, wie viele Teams der Region Fulda aus der Verbandsliga absteigen – akut gefährdet sind der RSV Petersberg, der SV Neuhof und die SG Bad Soden. Als eher unwahrscheinlich gilt, dass Fulda den Verzicht erst nach dem 15. Mai offiziell einreicht. Dann wiederum würde dies keine Auswirkungen auf die aktuelle Hessenliga-Serie nehmen, sondern vielmehr würde ein Team mehr aus der Dreier-Aufstiegsrunde zur Hessenliga profitieren. Dies könnte für die SG Johannesberg oder den Hünfelder SV interessant werden – sofern eines der beiden Teams Verbandsliga-Vize wird. Und auch das könnte einen ellenlangen Rattenschwanz bis in die letzten Winkel Osthessens nach sich ziehen.