Germania Klein-Krotzenburg - SG Marköbel 2:2 (2:0)
Klein-Krotzenburgs Trainer Wolfgang Kaufmann konnte es nach dem Spiel kaum fassen, dass sein Team den sicher geblaubten Sieg noch in den Wind geschossen hatte: "Einer Mannschaft wie uns, die so einen Erfolgslauf hat, darf das nicht passieren. Obwohl es nach dem ganzen Spielverlauf vielleicht gar nicht so unverdient war. Wir haben von Beginn an sehr unsicher agiert. Das war unsere schlechteste erste Halbzeit und wir wussten gar nicht so recht, warum wir 2:0 führten". In der Tat waren die Gastgeber sehr unkonzentriert in die Begegnung gestartet und leisteten sich enorm viele Ballverluste im Spielverlauf. Zu Beginn noch ohne bösere Folgen, weil die Gäste aus dem Main-Kinzig-Kreis eine Doppelchance in der 6. Minute durch Daniel Schabet und Niklas Oppermann nicht nutzen konnten. Dies war jedoch nicht der Wachmacher für die Kaufmann-Schützlinge, die weiterhin zu wenig Bewegung im Spiel nach vorne hatten und zu wenige Anspielstationen im Mittelfeld schufen. Dann aber zappelte der Ball doch im Tornetz der Gäste und das war mehr oder weniger einem Geschenk von Marköbels Torhüter Felix Sticher zu verdanken. Eine Flanke von der linken Seite von Lucas Fabian Eckert warf sich der Keeper quasi selbst ins Netz (12.). Elf Minuten nach dem 1:0 schien Klein-Krotzenburg ohne viel Beitrag auf der Siegerstraße zu sein. Audrius Vetchel foulte Gianpiero Iantorno am Strafraumrand und Schiedsrichter Vincent Schandry aus Königstein zeigte auf den ominösen Punkt und gab Elfmeter, den Filippo Serra souverän zum 2:0 verwandelte (23.). Im restlichen Verlauf des Spiels beschränkte sich Klein-Krotzenburg darauf, den Vorsprung zu verwalten, vergab aber auch einige Konterchancen, um den Sack frühzeitig zuzumachen. Marköbels Trainer Wolfram Rohleder brachte zur Halbzeit mit Can Kayalar einen frischen Stürmer für den etwas langsam wirkenden Defensivmann Sven Wesenberg. Damit sollte mehr Druck auf das Tor von Marcel Achenbach erzeugt werden und der Anschlusstreffer erzwungen werden. Chancen blieben jedoch auch in der Drangphase Marköbels Mangelware. Ein Heber von Kayalar über das Tor und eine Chance von Schabet auf Flanke von Leon Völke, mehr war es eigentlich nicht. Und als die 90. Minute angebrochen war, stand es nach wie vor 2:0 für Klein-Krotzenburg. Die heimischen Anhänger hatten das Spiel mehr oder weniger abgehakt und blickten schon auf das Derby am Samstag bei den Sportfreunden Seligenstadt. Aber dann geschah das schier unglaubliche: Aus dem Gewühl heraus verkürzte Kayalar auf 2:1, der zuvor unbedrängt in den Strafraum eingedrungen war (90.). Das war aber nicht die berühmt berüchtigte Ergebniskosmetik, denn nach dem Anstoß verloren die Platzherren sofort den Ball. Eine Flanke in den Strafraum wurde von Philipp op De Hipt angenommen und zum vielumjubelten 2:2-Ausgleich im Tor platziert (90./+1). "Vom Spielstand in der 90. Minute her war der Ausgleich sicher überraschend. Wir hatten in den letzten Wochen nicht die Ergebnisse, dass man damit jetzt unbedingt hätte rechnen müssen. Aber vom Spielverlauf ist es mehr als verdient. Das sind fast schon zwei verlorene Punkte. Wir haben dem Gegner praktisch zwei Tore geschenkt", fasste Marköbels Trainer Wolfram Rohleder den kuriosen Spielverlauf zusammen.
Die Statistik:
Germania Klein-Krotzenburg: Aschenbach - Cofone, Zeiger, Schuschkleb, Tomic, Akcay, Serra, Iantorno (67. Herth), Hofmann, Eckert (78. R.Kaufmann), Protzel (88. Menze) - Trainer: Wolfgang Kaufmann. SG Marköbel: Sticher - Nacci, Gerken, Karges, Wesenberg (46. Kayalar), M.Völke, Vetchel, Oppermann (69. Strüter), Schabet, Marx, L.Völke (69. op De Hipt) - Trainer: Wolfram Rohleder. Schiedsrichter: Vincent Schandry (Königstein). Zuschauer: 130. Tore: 1:0 Felix Sticher (12./Eigentor), 2:0 Filippo Serra (23./Foulelfmeter), 2:1 Can Kayalar (90.), 2:2 Philipp op De Hipt (90./+1).
| Germania Klein-Krotzenburg - SG Marköbel | |
| Liga: | Gruppenliga Frankfurt Ost |
| Anstoss: | Mi - 27.09. 19:00 Uhr |
| Spieltag: | 11. Spieltag |
| Ergebnis: | 2 : 2 |
| Schiedsrichter: | Vincent Schandry (Königstein) |
| Platz / Ort: | Kunstrasen Klein-Krotzenburg |
| Zuschauer: | 130 |
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