Dies ist die Quintesseenz aus dem Heimspiel gegen Mit-Aufsteiger Rot-Weiss Walldorf, der spielerisch sicherlich nicht mehr Qualität mit in den Mühlengrund gebracht hatte, allerdings dem SVS eine halbe Stunde lang aufzeigte, was es eben braucht: Zweikampfhärte, Laufbereitschaft, Mentalität. „Katastrophe“, sei der Auftritt seiner Mannen bis dato gewesen, analysierte Paliatka im Nachgang, der zugab, „dass ich in der Kabine lauter werden musste“. Er habe der Mannschaft zugerufen, dass sie endlich anfangen solle zu laufen und zu kämpfen. Und seine Mannen, spätestens ab da mit den eingewechselten Kubilay Kücükler und Max Stadler auch personell runderneuert, beherzigten seine Ansprache. Plötzlich funktionierte vieles von allein. Angetrieben von Kücükler und Michael Wiegand in der Zentrale drängte der SVS mit Macht auf den Ausgleich. Allerdings fehlte bei viel zu vielen Abschlüssen zwar nicht das Zielwasser, jedoch die Kraft. „Das kann doch nicht sein, dass jeder Schuss mit fünf km/h auf das Tor trudelt“, echauffierte sich Steinbachs Co-Trainer „Joe“ Weber lautstark an der Außenlinie, als Sasa Dimitrijevic die wohl größte Chance vergeigte. Es wäre in der Schlussminute der Siegtreffer gewesen.
Viermal gibt es Sonderlob
Kein Wunder also, dass Walldorf beim Ausgleichstreffer tatkräftig unterstützen musste. Der nimmermüde Michael Wiegand war, wieder einmal, über die rechte Seite durchgebrochen, wählte eine flache Hereingabe, die Walldorfs Innenverteidiger Tobias Werther ganz unglücklich per Bogenlampe im eigenen Tor unterbrachte (84.). Selbst danach hatte Steinbach noch drei Möglichkeiten, um das Spiel zu entscheiden. „Wir haben heute gesehen und ich habe auch gestern beim Spiel zwischen Hanau und Bad Vilbel gesehen, dass es einige Teams gibt, mit denen wir auf Augenhöhe agieren und die auch zu jeder Zeit schlagen sind. Dazu benötigen wir aber einen solchen Einsatz wie nach der Pause“, stellte Paliatka treffend fest und lobte explizit vier Spieler: Sasa Dimitrijevic, Michael Wiegand, Jan Ullrich und Kubilay Kücükler.
Die Statistik:
SV Steinbach: Kleemann – Gemming, Bott (46. Ristevski), Neacsu, F. Wiegand – M. Wiegand, T. Wiegand (39. Kücükler) – Hanslik (46. Stadler), Dimitrijevic, Koch – Ullrich. Rot-Weiss Walldorf: Darmstädter – Felter, Werther, Herberg, Borger – J. Ludwig – Struwe (74. Tayboga), Toch (57. Nguyen), Matheisen, Beck – Herdt (82. Novis). Schiedsrichter: Steffen Rabe (VfB Wetter). Zuschauer: 180. Tore: 0:1 Nils Herdt (27.), 1:1 Tobias Werther (84., Eigentor).
| SV Steinbach - Rot-Weiss Walldorf | |
| Liga: | Hessenliga |
| Anstoss: | So - 04.08. 15:00 Uhr |
| Spieltag: | 2. Spieltag |
| Ergebnis: | 1 : 1 |
| Zuschauer: | 180 |
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