Nach gut einer Stunde setzte sich ausgerechnet Kvaca nach einer scharfen Ecke Sasa Dimitrijevics gut durch und traf per Kopf zur Führung, die der SVS nicht mehr hergeben mochte und somit den allerersten Auswärtssieg in der Hessenliga überhaupt feiern durfte. Kvaca hatte nach zwei Undiszipliniertheiten vor Wochenfrist noch den Unmut auf sich gezogen, weil er so wegen Gelb-Rot gegen Kelsterbach fehlte. Kein Wunder, dass er nach dem Spiel der strahlende Held war. Den Grundstein legte Steinbach diesmal in der Defensive: Mindestens zwei pro Spiel und in der Summe 42 Gegentreffer kassierte Steinbach in den vorherigen elf Partien. Diesmal blieb die Null stehen. „Die Mannschaft hat die Sprüche mit der Schießbude auch gewurmt, sie hat am Freitag noch einen Mannschaftsabend gemacht und diesmal unglaublich diszipliniert und hoch gegen den Ball gearbeitet. Das war ein überragendes Auswärtsspiel, das durchaus auch 2:0 hätte ausgehen können“, sagte der schwer erleichterte Steinbacher Trainer Karl-Josef Müller nach dem Spiel. In Sachen Aufstellung hatte Müller in die Trickkiste gegriffen, setzte Julian Rohde auf die Bank („Er hatte vier Wochen die Last mit dem Knie und konnte nur zweimal in den vergangenen 14 Tagen trainieren“), ließ Dimitrijevic links vorne auflaufen („Er hat ein überragendes Spiel gemacht“) und schenkte auf der Sechs erneut Cino Schwab das Vertrauen. Gerade der zentrale Mittelfeldverbund überzeugte Müller in Gänze: „Cino Schwab, Michael Wiegand und Petr Paliatka haben viel gesprochen, sich immer wieder gut organisiert und einen klasse Job gemacht“, lobte Müller, der keine echte Griesheimer Torchance sah, dagegen aber bei Situationen von Steffen Trabert, Dimitrijevic und Daniel Hanslik mehrfach schon den Torschrei auf den Lippen hatte. Der Sieg war auch im Hinblick auf das nächste Heimspiel gegen Mitaufsteiger Rot-Weiß Darmstadt Balsam für die geschundene Steinbacher Seele, denn nun ist der Druck nicht mehr ganz so immens gegen den direkten Konkurrenten. „Das ist für uns natürlich jetzt doppelt wichtig gewesen, auch im Hinblick auf die Ergebnisse vom Samstag. Nun müssen wir mit der selben Leidenschaft in das Spiel gegen Darmstadt gehen“, fordert Müller. Einziger Wermutstropfen: Bei Tom Wiegand riss bereits nach rund 20 Minuten die alte Oberschenkelverletzung erneut auf, er musste für Heiko Petrasch weichen, weshalb Müller früh zum Umstellen in der Viererkette gezwungen wurde, was die Mannschaft diesmal aber nicht zurückwerfen sollte. Griesheim: Blessing; Özbak, Windeck, Milosevic, Buso, Jung, Chouchene (18. Kouskous), Starck, Gürsol, Vranesevic, Häder. Steinbach: Motzkus – Bott, T. Wiegand (21. Petrasch), Trabert, Schaub – M. Wiegand, Schwab (78. Rohde) – Kvaca, Paliatka, Dimitrijevic – Hanslik (85. Schleinig). Schiedsrichter: Sebastian Klein (TSV Erksdorf). Zuschauer: 140. Tor: 0:1 Petr Kvaca (63.).
| Viktoria Griesheim - SV Steinbach | |
| Liga: | Hessenliga |
| Anstoss: | So - 09.10. 15:00 Uhr |
| Spieltag: | 13. Spieltag |
| Ergebnis: | 0 : 1 |
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