Und da, wo auf Naturrasen gespielt werden konnte, ging es zumeist rutschig zu. So wie bei Mitte-Kreisoberligist FT Fulda , doch die Turner konnten sich trotz arg gebeutelter Mannschaft insbesondere auf Spielertrainer Julian Rohde verlassen. Der schleppte sich trotz Erkältung aufs Feld, setzte erst einen Freistoß aus 18 Metern über die Mauer ins Eck und sorgte später mit einem Treffer aus der eigenen Hälfte für den 2:0-Sieg gegen die Spvgg. Bimbach.
Julian Rohde gelingt Kunststück: Fabeltor aus 55 Metern
„Ich habe gesehen, dass der Torwart etwas vor seinem Tor steht und einfach abgezogen. Weiter laufen hätte ich aber auch nicht mehr können“, sagt Rohde schmunzelnd, der anfügte, „dass es völlig egal ist, wer die Tore schießt. Die letzten Wochen sind wir personell am Zahnfleisch gegangen, deswegen bin ich froh, dass wir mit einer super Mannschaftsleistung gewonnen haben.“ Und das in langer Unterzahl, weil Umutcan Topal kurz nach Wiederbeginn wegen einer Notbremse vom Platz geflogen war.
Ebenfalls ein Held: Fabian Hufleß, der das Derby in der Kreisoberliga Nord zwischen dem SV Burghaun und der SG Michelsrombach/Rudolphshan mit dem goldenen Treffer in der Nachspielzeit entschied. Loris Balzert war die Balleroberung auf der rechten Seite gelungen, dann legte Fabian Plutz für den Siegtorschützen ab. „Mein erster Versuch wurde noch geblockt, der zweite ist dann über die Linie gekullert“, beschreibt Hutfleß, der einen verdienten Sieg konstatierte: „Wir waren die bessere Mannschaft und in der Schlussphase kam Michelsrombach nicht damit klar, dass wir ganz früh angelaufen sind.“ Mit 20 Punkten kann der letztjährige Relegant dieses Jahr eine deutlich ruhigere Winterpause verleben.
Ein erfreuliches Ende hat das Spieljahr für den SV Buchonia Flieden II, Tabellenführer der A-Liga Schlüchtern, genommen: Nach dem Abstieg im Sommer hatte Ilker Dapar das Team übernommen und das beweist seither: Die sofortige Rückkehr in die Kreisoberliga Süd soll unter allen Umständen gelingen . „Mit Schweben, Distelrasen und uns gibt es drei Teams, die sich auf Augenhöhe begegnen. Und deswegen schaut man am Ende natürlich auch auf die Spiele zurück, in denen wir unnötig Punkte gelassen haben. Das war gegen Marborn und Marjoß der Fall. Aber insgesamt können wir natürlich mit der Runde sehr zufrieden sein. Platz eins liest sich gut und am Ende wollen wir auf jeden Fall Erster oder mindestens Zweiter werden“, erklärt Dapar, dessen Team zum Abschluss den SV Niederzell deutlich mit 5:1 besiegen konnte: „Das Ergebnis war aber ein, zwei Tore zu deutlich. Wir hatten das Geschehen im Griff, aber erst mit dem dritten Tor, das schon in der Schlussphase fiel, ging eine Menge von allein.“