Ronny Borchers erwartet "Knallerspiel" im Stadtderby

Verbandsliga Süd: Tabellenführer Spvgg. Neu-Isenburg gastiert beim Tabellenletzten Germania Großkrotzenburg

10.03.2017

Am 23. Spieltag duellieren sich in der Verbandsliga Süd unter anderem im Stadtderby die beiden Aufsteiger VFR Fehlheim und der FC Bensheim: Während den Fehlheimern der Auftakt in 2017 beim 2:1-Auswärtserfolg in Hanau gelungen ist, hat das Team von Ex-Profi Ronny Borchers bei zwei Spielen sowohl einen Sieg als auch eine Niederlage auf dem Konto.

VFR Fehlheim - FC 07 Bensheim (Samstag, 11. März 16 Uhr)

Den spielfreien Tag vom vergangenen Wochenende wollten die Fehlheimer eigentlich mit einem Freundschaftsspiel gegen den SV Fürth dazu nutzen, ihre Spielpraxis beizubehalten. Letztendlich musste die Partie aber vom VFR personalbedingt abgesagt werden. Unabhängig davon wollen die Fehlheimer als Tabellenelfter dort weitermachen, wo sie am ersten Restrundenspieltag in Hanau aufgehört haben: " Bis auf die Chancenverwertung war das sehr gut, was meine Jungs in Hanau gezeigt haben", sagt Fehlheims Coach Martin Weinbach. Vor der Begegnung gegen Bensheim bezeichnet Weinbach die Liga generell als "krass, weil jeder jeden schlagen kann." Bensheim im speziellen hat der VFR-Coach gegen den FC Kalbach genauer unter die Lupe genommen und kommt zu dem Ergebnis, dass "die Elf von Ronny Borchers gut drauf ist und der notwendige Respekt vorhanden ist." Die Gäste stehen derzeit mit einer gemischten Bilanz in 2017 da: Konnten die Bensheimer in Geinsheim mit 1:0 gewinnen, folgte am letzten Sonntag eine 3:5-Heimniederlage gegen den FC Kalbach. Trainer Ronny Borchers erwartet ein "Knallerspiel, weil Fehlheim immer besser in Fahrt kommt und sich tabellarisch konsequent von hinten nach vorne gearbeitet hat." Wie schnell es bei einem Erfolg oder Fehltritt nach oben oder unten gehen kann, weiß Borchers genau: "Hätten wir gegen Kalbach gewonnen, stünden wir jetzt auf Platz drei." Da der Ex-Profi das Erlebnis aus der Hinrunde, mehrere Spiele nacheinander zu Hause relativ erfolglos gewesen zu sein, kennt, ist Borchers umgekehrt bei jetzt vier aufeinander folgenenden Auswärtsspielen aber auch nicht bange: "Ob zu Hause oder auswärts gespielt wird, da mache ich grundsätzlich keinen großen Unterschied", sagt der FCB-Coach. Borchers hofft, dass Elton da Costa noch genung PS auf den Platz bringt, da der Mittelfeldregisseur bis Ende der Woche für seine Traditionsmannschaft von Darmstadt 98 in Madrid unterwegs ist. Ausfallen wird definitiv Dennis Konietzko, der gegen Kalbach einen zu harten Schlag aufs Knie bekommen hat.

SG Bruchköbel - TS Ober-Roden (Sonntag, 12. März 15 Uhr)

Die SG Bruchköbel belegt derzeit den zwölften Tabellenplatz mit 28 Punkten und einer ausgeglichenen Tordifferenz von 40:40. Dem 4:3-Heimsieg gegen TSV Vatanspor Bad Homburg folgte eine 1:2- Niederlage in Usingen auf dem Fuß. Gegen den TS Ober-Roden soll nun wieder ein Sieg her, geht es nach dem Wunsch der Main-Taunus-Kicker. In Ober-Roden schätzt man derweil die Situation etwas anders ein Mit vier Punkten aus zwei Begegnungen steht die TS auf Tabellenplatz fünf und will weiter nachlegen. Auch aus dem Hinspiel haben die Ober-Rodener noch eine Rechnung zu beleichen, denn das ging mit 2:1 an an die SG aus Bruchköbel.

SV 07 Geinsheim - TSV Vatanspor Bad Homburg (Sonntag, 12. März 15 Uhr)

Auch für den Tabellenvorletzten SV Geinsheim hat die noch junge Restrückrunde bis jetzt schon Einiges an Überraschungen parat gehabt. Weniger die 0:1-Heimniederlage gegen Bensheim als vielmehr der überraschende, aber dennoch verdiente Auswärtssieg am vergangenen Wochenende im Kreisderby beim Tabellenzweiten VFB Ginsheim. Ginge es nach den Geinsheimern, dann soll gegen den TSV Vatanspor Bad Homburg das muntere Punktesammeln gegen den Abstieg am Sonntag auch weitergehen. Nach zwei Niederlagen in Folge werden die Gäste zwar noch nicht nervös, wissen aber um die Wichtigkeit der Partie in Geinsheim: " Wir müssen unbedingt punkten, um nicht nach unten gereicht zu werden", ist sich Sportmanager Hüseyin Güven der aktuellen Situation bewusst. Nach dem verpatzten Jahresauftakt appeliert Güven an den Stolz und die Ehre seiner Spieler: "Es wird von der ersten bis zur 90. Minute + x ein Kampfspiel werden, aber ich habe das notwendige Vertrauen zu meinen Spielern." Nach Meinung Güvens "müssen die zwei Niederlagen schnell zu den Akten gelegt und sich auf die Grundqualitäten, nämlich Kampfbereitschaft und technisches Können zurückbesonnen werden."

FC Kalbach - VFB Ginsheim (Sonntag, 12. März 15 Uhr)

Kalbachs Pressesprecher Christian Fischer weiß, dass es jetzt gilt, nach dem 5:3-Auswärtserfolg in Bensheim gegen den Tabellenzweiten aus Ginsheim nachzulegen: "Obwohl wir drei Punkte geholt haben und auf dem zehnten Tabellenplatz stehen, ist alles weiterhin sehr eng. Die Ginsheimer Mannschaft ist immer sehr schwierig zu spielen, weil sie eine sehr homogene Truppe sind und kompakt auftreten." Die Tabellensituation betreffend würde Fischer aber eine Punkteteilung nicht unterschreiben wollen. Verzichten muss der FC auf seinen gelb-rot gesperrten Kapitän Markus Hofmeier, Fragezeichen stehen noch hinter den Einsätzen von Eric Wille und Philipp Groda. Die Gäste haben den Restrundenauftakt komplett verschlafen. Sowohl beim FV Bad Vilbel (0:1) als auch zu Hause im Kreisderby gegen den SV Geinsheim (1:3) stand die Lemm-Truppe am Ende mit leeren Händen da. Dadurch, dass die Spvgg. Neu-Isenburg mit zwei Unentschieden ebenfalls nicht aus dem Vollen geschöpft hat, beträgt der Abstand auf den Tabellenführer aber nur einen Punkt. Darum ist es für den VFB jetzt wichtig dranzubleiben und bei den Kalbachern Zählbares mitzunehmen.

FC Alsbach - Eintracht Waldmichelbach (Sonntag, 12. März 15 Uhr)

Mit 34 Punkten belegt der FC Alsbach den dritten Tabellenplatz. Aktuell leigt die Mannschaft von Trainer Sascha Huy neun Punkte hinter dem Zweitplazierten VFB Ginsheim. Gewarnt sein dürften die Alsbacher vor den Gästen aus Wald-Michelbach nicht unbedingt aufgrund der Resultate der Gäste aus den letzten zwei Wochen (0:1 gegen die Spvgg. 05 Oberrad und 0:3 gegen SC 1960 Hanau jeweils zu Hause), als vielmehr beim Blick auf die relative Auswärtsstärke der Gäste, denn 15 der 27 gewonnenen Punkte holte die Eintracht auf fremden Plätzen.

Germania Großkrotzenburg - Spvgg. Neu-Isenburg (Sonntag, 12. März 15 Uhr)

Ein Prophet muss man nicht unbedingt sein um vorherzusagen, dass Germania Großkrotzenburg schon Herausragendes gelingen muss, um gegen die Gäste, den derzeitigen Tabellenführer der Verbandsliga Süd, einen Punkt erhaschen zu können. Umgekehrt ist für Neu-Isenburg ein Sieg beim Tabellenletzten Pflicht. Nach zwei Unentschieden in Folge wird sich die Hoffmann-Elf keine Blöße geben und auf Punkt- und Torejagd gehen wollen.