Roy Mokrzycki: Erst geehrt, dann gefeiert

Kreisoberliga Frankfurt: 35 Tore in acht Partien

27.03.2017

35 Tore in acht Spielen und diesmal nur zwei Platzverweise brachte der 25. Spieltag der Kreisoberliga Frankfurt. Dazu kamen drei verschossene Elfmeter. Der FV 1920 Hausen sprang erstmals in dieser Saison nach dem 2:0-Sieg bei Schlusslicht VfR Bockenheim auf Rang zwei der Tabelle, der zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Gruppenliga Frankfurt West berechtigt. Mit im Rennen sind noch Concordia Eschersheim, TuS Makkabi und jetzt wieder die SG Westend, die mit dem Tabellenvorletzten SV 07 Heddernheim beim 3:2-Erfolg so ihre Mühe hatte. Am anderen Ende der Tabelle konnte der BSC SW 19 mit dem 4:2-Sieg im direkten Duell gegen die TSG 51 die Abstiegszone vorerst verlassen. Den Relegationsplatz belegen jetzt die 51er, die beiden Abstiegsplätze werden von Heddernheim und Bockenheim belegt, die kommenden Sonntag im ultimativen Abstiegsspiel aufeinander prallen.

FC Kalbach II - Concordia Eschersheim 2:1 (2:1)

[link url=http://torgranate-rhein-main.de/artikel/lukas-hoell-glaenzt-als-torschuetze-und-vorbereiter/ text=Siehe Extra-Bericht!]

TuS Makkabi - SV Viktoria Preußen 2:3 (1:1)

"Wir stecken derzeit in einem Tief. Einige Kollegen haben nicht den Willen, andere spielen ohne Herz. So brauchen wir nicht über den Aufstieg reden. Wir präsentieren uns wie eine Schülermannschaft", haderte Makkabis Sportlicher Leiter Maximilian Eilingsfeld mit seinem Team, denn der Tabellenvierte musste mit ansehen, wie Viktoria Preußen in der Nachspielzeit durch einen 3:2-Sieg drei Punkte von der Bertramswiese entführte. Für die Gäste sorgten mit Daniel Rother und Dominik Kitanoski ausgerechnet zwei Spieler mit Makkabi-Vergangenheit für die entscheidenden späten Tore. Gleich zu Beginn erwischten die Preußen die Makkabi-Defensive auf dem falschen Fuß. Nach einer Flanke von Anass Barkok köpfte Hassan Taadou zum 1:0 für die Gäste von der Hügelstraße ein. Nachdem Kofi Wilson den TuS-Torjäger Bransislav Glamocanin zu Fall gebracht hatte, verwandelte Geburtstagskind Tolga Tuygar den fälligen Foulelfmeter zum 1:1. Vor und nach dem Seitenwechsel gönnte sich die Partie auf schwierigen Platzverhältnissen eine längere Leerlaufphase. Erst gegen Ende der Begegnung sollte es spannend werden. Nach einem langen Ball des Ex-Preußen Ibrahim Abbouz wollte Gästekapitän Christoph Hermann klären, sorgte aber mit einem Heber über den eigenen Torwart Rachid Döring für ein Eigentor zum 2:1. Am Ende hatten die Gäste den längeren Atem. Daniel Rother per Kopfball auf Freistoßflanke von Hassan Taadou zum 2:2 und Dominik Kitanoski auf Zuspiel von Karim Zine sorgten für kollektiven Jubel bei Viktoria Preußen, die sich immer deutlicher von der Abstiegszone entfernen. "Vom Spielverlauf her war es unverdient, dass Makkabi überhaupt zwei Tore gemacht hat. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir hatten einen Plan, Makkabi hatte überhaupt keinen Plan. Wir wollten nach vorne spielen und haben eine Topeinstellung an den Tag gelegt", resümierte Thomas Mahlau, der Fußball-Abteilungsleiter der Gäste. Schiedsrichter: David Wegmann (Darmstadt). Zuschauer: 120. Tore: 0:1 Hassan Taadou (4.), 1:1 Tolga Tuygar (17.), 2:1 Christoph Hermann (82./Eigentor), 2:2 Daniel Rother (89.), 2:3 Dominik Kitanoski (90./+2).

SV Griesheim Tarik - SC Weiss-Blau 1:5 (0:3)

Böse Heimschlappe für den SV Griesheim Tarik! Gegen den SC Weiss-Blau kamen die Marokkaner mit 1:5 vor heimischer Kulisse unter die Räder. "Bei uns ist derzeit der Wurm drin. Da müssen wir durch, denn die Saison ist noch nicht zu Ende. Wir haben viele Verletzte. In den ersten 20 Minuten haben wir das Spiel verschenkt. Am Ende haben wir alles nach vorne geworfen und noch zwei Tore in der Nachspielzeit kassiert", resümierte Tarik-Trainer Hamza Azaoum und beschwerte sich über die "Theatralik der Gäste. Ständig wurde Hektik von der Seitenlinie herein gebracht und Gelbe Karten gefordert. So wurde viel Unruhe provoziert". Schon in den ersten 20 Minuten war das Spiel für die in der Hinrunde noch so heimstarken Griesheimer verloren. Oscar Kosok, Dejan Cosic und Yassine Maingad hatten da überraschend ein 3:0 für die Gäste von den Sandhöfer Wiesen heraus geschossen. "Unser Torhüter Kevin Kiel hat uns im richtigen Moment zwei mal vor einem frühen Ausgleich bewahrt. Wir haben dann Tarik sehr effizient ausgekontert", berichtete WB-Trainer Rene Möbus. Der überragende Kosok traf noch im ersten Durchgang mit einem sehenswerten Fallrückzieher und einem Distanzschuss jeweils die Latte. Vom Wiederanpfiff weg versuchten die Griesheimer, etwas mehr Druck aufzubauen. "Wir wussten, dass Tarik nochmal alles versuchen wird, um ein schnelles Tor zu machen. wir hielten aber mit schnörkellosen Fußball dagegen". Weiss-Blau stellte sich auf die langen Bälle auf den in den Sturm beorderten Tarik-Kapitän Issam Chami ein. Durch einen strammen Freistoß aus 20 Metern in den Winkel verkürzte Anas Amjahid auf 1:3. Möbus: "Tarik konnte danach nicht mehr gefährlich werden. Wir blieben unserer Linie bis zum Abpfiff treu". Durch zwei weitere schön herausgespielte Tore konnten die Niederräder das Resultat in der Nachspielzeit noch erhöhen. Konstantin Schmidt Narischkin und Oskar Kosok sorgten noch für den klaren 5:1-Sieg. "Die verletzungs- und rotationsbedingt eingesetzten Spieler haben prima ihren Mann gestanden. Persönlich bedanke ich mich bei meinen Jungs, die mir in der für mich so schweren und traurigen Woche aufrichtig und herzlich beistanden", so Weiss-Blau-Trainer Rene Möbus, dessen Vater vor zehn Tagen verstorben war. Schmidt Narischkin sah bei WB Gelb-Rot. Schiedsrichter: Atta Al Waheed Rana (Reichelsheim). Zuschauer: 80. Tore: 0:1 Oscar Kosok (7.), 0:2 Dejan Cosic (11.), 0:3 Yassine Maingad (19.), 1:3 Anas Amjahid (60.), 1:4 Konstantin Schmidt Narischkin (90./+1), 1:5 Oscar Kosok (90./+5). Gelb-Rote Karte: Konstantin Schmidt Narischkin (Weiss-Blau/90.+2).

1. FC 02 Rödelheim - Spvgg. 03 Fechenheim 2:5 (1:1)

Rödelheims Klassenerhalt ist nach dieser Heimschlappe nach wie vor gefährdet. Zwar sind es noch sechs Punkte Abstand zum momentanen Relegationsplatz, aber mit solchen Leistungen wie gegen die Ostfrankfurter dürfte der Vorsprung in den kommenden Wochen weiter schrumpfen. "Fechenheim hat das Spiel bestimmt. Das war ein erheblicher Leistungsabfall, gerade in der zweiten Halbzeit. Sie waren dominant und haben das Spiel folgerichtig klar gewonnen", lautete das Fazit von RFC-Pressesprecher Volker Flauaus. Tamim Jusofie hatte die Fechenheimer nach einem Getümmel infolge eines Eckballs durch einen Pfostenabpraller, der zum 0:1 verwertet wurde, in Führung gebracht. Fünf Minuten später konnte Niklas Vogt einen Pass von Enno Lang erlaufen und zum 1:1 egalisieren. Die Gäste von der Birsteiner Straße sahen den Torschützen eindeutig im Abseits. Zuvor hatte es einen Lattenschuss von 03-Akteur Siva Anandan gegeben. Nach der Pause sorgten die Gäste für ein Highlight nach dem anderen. Auf Zuspiel von Ouassim Ouass traf Kamil Yikilmaz zum 2:1 für die Elf von Trainer Cem Caput. Nach einer Stunde nutzte Ouass einen Torwartfehler aus und erhöhte auf 3:1. Julian Lucas Hilbert unterlief bei einem Klärungsversuch auch noch ein Eigentor zum 1:4. Karsten Harper verkürzte per Kopfball nach Flanke von Navid Teimouri auf 2:4, aber Armin Hadzic besorgte auf Zuspiel von Carlo Winkelmann den 5:2-Endstand aus Sicht der Fechenheimer, dessen Sportlicher Leiter Asghar Ali-Jaali den Erfolg auf dem Rasenplatz an der Westerbach so zusammen fasste: "Wir haben uns in einen Rausch gespielt und mit dem Ergebnis ist Rödelheim noch gut bedient. Rödelheim hat die erste Hälfte noch minimal offen gestaltet. In der zweiten Halbzeit haben wir wie aus einem Guss gespielt. Wir hatten hier etwas gut zu machen und nach dieser konzentrierten Leistung ist die Stimmung bei uns gut". Schiedsrichter: Ahmed Azzaoui (Wiesbaden). Zuschauer: 100. Tore: 0:1 Tamim Jusofie (35.), 1:1 Niklas Vogt (40.), 1:2 Kamil Yikilmaz (47.), 1:3 Ouassim Ouass (60.), 1:4 Julian Lucas Hilbert (76.), 2:4 Karsten Harper (80.), 2:5 Armin Hadzic (85.).

SG Westend - SV 07 Heddernheim 3:2 (2:0)

Westend tat sich mit dem Abstiegskandidaten schwerer als erwartet und bleibt nach dem 3:2-Sieg gegen Heddernheim ein Kandidat für das Erreichen der Aufstiegsrunde zur Gruppenliga Frankfurt West. "Wir sind wieder im Spiel und müssen von Spiel zu Spiel denken", sagte Westends Vereinspatron Esad Golos nach dem Zittersieg der Gastgeber. 20 Minuten konnten die Gäste von der Brühlwiese die Torgefahr vor dem eigenen Kasten bannen, dann verschuldete Philipp Emmerichs einen Foulelfmeter, den Mirsen Mehmedovic souverän zum 1:0 verwandelte. Zwei Minuten später erhöhte Belmin Dzanovic per Volleyschuss auf 2:0. Wiederum zwei Minuten danach gab es auch Elfmeter auf der anderen Seite. Martin Radosic foulte Oliver Solarz, der selbst vom Punkt antrat und scheiterte. Westends Torhüter Zoran Mestrovic lenkte den Ball mit den Fingerspitzen an den Pfosten. Den Gästen, die kein schlechtes Spiel machten, fehlte mal wieder in den wichtigen Momenten das nötige Spielglück. "Heddernheim hat viele Situationen gut verteidigt. Sie haben die Außenläufer Sabljic und Assim aus dem Spiel genommen. Wir haben in der ersten Halbzeit gut gespielt, meiner Meinung nach waren beide Elfmeter unberechtigt", rekapitulierte Golos die Geschehnisse. Zu Beginn der zweiten Hälfte kam bei Westend mit Hilmo Preljevic ein neuer Torhüter ins Spiel. Die Gäste suchten nun den Weg verstärkt nach vorne und kamen zum Erfolg. Solarz köpfte einen Freistoß von Antonie Willeführ zum 2:1 ein. Das Spiel blieb offen und nachdem Sabljic freistehend über den Kasten drosch, führte ein weiterer Willeführ-Freistoß zum Ausgleich. Marko Bracic, der lange Innenverteidiger, traf per Kopfball zum 2:2. Doch der SVH wäre nicht er selbst, wenn er nicht immer wieder die altbekannten Schwächen bei Standards offenbaren würde. Hatte man soeben zwei Tore über ruhende Bälle erzielt, so war es nun Zeit, wieder eines aufgrund von mangelnder Organisation im Abwehrverbund zu kassieren. Westend-Kapitän Mirsen Mustajbegovic stand am langen Pfosten völlig frei und köpfte zum 3:2-Sieg der Platzherren ein. Dzanovic sah noch in der angebrochenen Nachspielzeit, die insgesamt sieben Minuten andauerte, noch die folgenlose Gelb-Rote Karte. Die Gäste bäumten sich auf, wurden aber trotz gutem Spiel und vorhandenem Willen nicht belohnt. "Heddernheim war gut eingestellt und hat eine sehr gute zweite Halbzeit gespielt. Wir konnten uns hinten nicht befreien. Sie hatten den Ausgleich verdient", lobte Golos den SVH, der nach der vierten Niederlage in Folge deprimiert mit leeren Händen da stand. Ähnlich sah es auch Heddernheims Trainer Andreas Berggold: "Wir waren in der zweiten Halbzeit das aktivere Team und hätten einen Punkt verdient gehabt. Wir sind für den Aufwand nicht belohnt worden und haben einmal nicht aufgepasst und stehen mit leeren Händen da". Tore: 1:0 Mirsen Mehmedovic (21./Foulelfmeter), 2:0 Belmin Dzanovic (23.), 2:1 Oliver Solarz (48.), 2:2 Marko Bracic (73.), 3:2 Mirsen Mustajbegovic (79.). Schiedsrichter: Patrick Paul (Oberursel). Zuschauer: 75. Gelb-Rote Karte: Belmin Dzanovic (Westend/90.+1). Besonderes Vorkommnis: Westends Torhüter Zoran Mestrovic lenkt Foulelfmeter von Heddernheims Oliver Solarz an den Pfosten (25.). Gelb-Rote Karte: Belmin Dzanovic (Westend/90.).

VfR Bockenheim - FV 1920 Hausen 0:2 (0:1)

Schlusslicht Bockenheim bot im Stadtteilderby dem Nachbarn FV 1920 Hausen auf dem berüchtigten Hartplatz Paroli. "Wir waren gleichwertig und hatten die besseren Chancen. Das Ergebnis ist keine Belohnung. Die Mannschaft ruft alles ab, was in ihr steckt", sagte VfR-Trainer Taner Yalcin, der nun wieder trotz Verletzung die Mannschaft coacht. Dank der Freistoßkünste von Kerim Ben Neticha waren die Lila-Weißen schnell mit 1:0 in Führung gegangen. Für das 2:0 sorgte im zweiten Abschnitt Dmitry Prikolotin mit einem direkt verwandelten Eckball. Viel mehr Höhepunkte gab es außer dem Lattenknaller von Bockenheims Crispin Greuner nicht mehr. "Die Einstellung und die Bereitschaft, um die Runde ordentlich zu Ende zu spielen, ist vorhanden. Wir sind gegen fast jeden Gegner gleichwertig", stellte Yalcin fest, der den Ausfall von Sina Shakouri wegen seiner Roten Karte vor Wochenfrist bedauerte. "Wir wollen die Rote Laterne abgeben und nicht als Letzter absteigen", haben die VfR-Fußballer noch eine Motivation. Bei den Hausenern war man trotz des erstmaligen Sprungs auf Rang zwei nicht so sehr begeistert über das eigene Spiel: "Es ging hier nur über den Kampf, da gab es kleinen Schönheitspreis zu gewinnen. Hier konnte man kein Fußball spielen, sondern das war nur ein Gebolze. Wir haben trotzdem alles versucht fußballerisch zu lösen", meinte FVH-Trainer Martin Reyschmidt und bremste die im Umfeld aufkommende Aufstiegseuphorie: "Das ist noch ein weiter Weg bis dahin. Wir sind offen in alle Richtungen. Rang zwei momentan ist nur eine Momentaufnahme". Schiedsrichter: Lucas Achenbach (Dietzenbach). Zuschauer: 150. Tore: 0:1 Kerim Ben Neticha (5.), 0:2 Dmitry Prikolotin (72.).

FC Posavina - FC Tempo 0:1 (0:0)

Im Balkan-Derby zwischen Kroaten und Serben triumphierten auf der Riederwaldwiese die Gäste aus Ginnheim. Borislav Pilipovic war es in der zweiten Minute der Nachspielzeit, der auf Vorarbeit von Mato Mirkov Papic den "Lucky Punch" setzte und die Tempo-Anhänger über den späten 1:0-Sieg jubeln ließ. Das faire Spiel war hart umkämpft, aber die Kontrahenten gingen respektvoll miteinander um. "Dieses späte 0:1 ist ein Genickschuss. So ist das im Fußball, wir waren kämpferisch sehr gut, befanden uns fast nur in deren Hälfte und hatten sehr klare Chancen", bedauerte Posavinas Trainer Pero Bosnjak, der einen Abwärtstrend bei seinem Team erkennt: "Das ist die Spirale der Verunsicherung. Die Moral und die Einstellung waren da. So ein Ding zu kassieren, das ist ganz hart". Riesenjubel im Lager des FC Tempo. Trainer Zoran Marcetic meinte: "Das Spiel war sehr intensiv und kampfbetont. Wir haben in einem sehr guten Spiel den Lucky Punch gesetzt. Alles verlief friedlich und jetzt sind wir dem Klassenerhalt ohne fremde Hilfe ganz nah". Schiedsrichter: Stefan Menz (JSG Aarbergen). Zuschauer: 150. Tor: 0:1 Borislav Pilipovic (90./+2).

BSC Schwarz-Weiß 19 - TSG 51 4:2 (3:0)

Roy Mokrzycki war in vielerlei Hinsicht der Mann des Tages beim BSC. Vor dem Anpfiff wurde der Fußballer vom Kreisfußballausschuss für seine Lebensretter-Aktion im Derby gegen Concordia Eschersheim geehrt. Der Spieler hatte dem am Boden liegenden Eschersheimer Joscha Löbig geistesgegenwärtig seine verschluckte Zunge aus dem Hals gezogen. Nach der Ehrung, weswegen sich der Anpfiff der Partie der beiden Abstiegskonkurrenten erheblich verspätete, glänzte Mokrzycki auch auf dem Spielfeld. Zunächst vergab BSC-Kapitän Nadim Ahmed einen Foulelfmeter und drosch den Ball am Tor vorbei. Besser machte es kurz danach Mokrzycki, der auf Vorarbeit von Maik Wagner mit einem Heber das 1:0 erzielte. Rund zehn Minuten danach machte Ahmed seinen Fehler wieder gut und erhöhte auf 2:0. Zum einem weiteren Elfmeter trat dann Mokrzycki statt Ahmed an und scheiterte an TSG 51-Methusalem Holger Wenninger (59 Jahre alt!). Den Nachschuss brachte Mokrzycki zum 3:0-Halbzeitstand im Tor unter. Die Gastgeber konnten sich für die 1:6-Schlappe im Hinspiel an der Niedwiesenstraße zwar gehörig rehabilitieren. Es reichte aber nicht, um den in der Endabrechnung bei Punktgleichheit relevanten direkten Vergleich zu gewinnen. Das war durchaus im Bereich des möglichen, weil Spielertrainer Selim Aljusevic kurz nach der Pause das 4:0 nachlegte. Aber den Gastgebern war diese Möglichkeit offenbar nicht bewusst, denn sie ließen kräftig nach. Pascal Hubbuch und Andreas Hesse sorgten mit ihren Toren für den 4:2-Endstand und die mögliche Option "direkter Vergleich". Selim Aljusevic, der seinen ersten Sieg im weiß-schwarzen Dress feierte, war danach sehr zufrieden: "Wir waren drückend überlegen und haben der TSG 51 den Schneid abgekauft. Der Sieg war nie in Gefahr. Aber nach einem 4:0 schaltest Du automatisch einen Gang zurück", analysierte Aljusevic und schob nach: "Das war megawichtig und spielerisch eine gute Leistung. Nach dem 4:0 war die Luft raus und wir haben die TSG 51 unnötig ins Spiel gebracht". Der letzte Saison noch bei Hadamar in der Hessenliga spielende Aljusevic zollte Wenninger im Tor der TSG 51 seinen Respekt: "Ich habe Holger in den 90er Jahren als Kind bei der Sportwerbewoche in Heddernheim spielen sehen. Wahnsinn, dass er immer noch aktiv ist". Für den Sportlichen Leiter der Gastgeber Benjamin Heinrich "wurde es Zeit, dass wir uns für unsere harte Arbeit belohnen". Ferner teilte Heinrich mit, dass Maximilian Büge in den Vorstandswahlen als neuer Vorsitzender gewählt worden ist. Der ehemalige Spielertrainer war im Winter in die Oberrad SOMA gewechselt. Tore: 1:0 Roy Mokrzycki (14.), 2:0 Nadim Ahmed (24.), 3:0 Roy Mokrzycki (32.), 4:0 Selim Aljusevic (50.), 4:1 Pascal Hubbuch (68.), 4:2 Andreas Hesse (80.). Schiedsrichter: Baghdad Chikar (Hattersheim). Zuschauer: 175. Besonderes Vorkommnis: Nadim Ahmed (BSC) setzt Foulelfmeter neben das Tor (10.), Roy Mokrzycki scheitert mit Foulelfmeter an TSG 51-Torhüter Holger Wenninger (32.) und trifft im Nachschuss.