Wir finden den Text, um RSV-Trainer Goran Gajic zu zitieren, „uuuberragend“ und zitieren nachfolgend wortgetreu:
Nachdem das Stadionheftchen traditionell nicht pünktlich zum Saisonstart fertig werden kann, möchte ich an dieser Stelle ein kurzes Zwischenfazit über den Saisonstart der 1. Mannschaft abgeben: 4 Spiele (Neuhof, Hünfeld, Bad Soden, Sand), 0 Punkte, das sind die nackten Zahlen. Wer die Spiele gesehen hat, weiß aber, dass unsere Truppe mithalten kann und durchaus gute bis sehr gute Leistungen (Bad Soden sehr gut) abgeliefert hat. Wir sind kein Kanonenfutter und hatten in allen vier Spielen jede 1. Halbzeit ausgeglichen gestaltet, in der 2. Halbzeit jedoch die Spiele dann verloren. Das lag einerseits an der Cleverness der Spitzenmannschaften (Bad Soden), die die wenigen Chancen dann auch verwerten und andererseits (leider) an der mangelnden Qualität und Quantität (Sand). Sand hat dreimal ausgewechselt und den ausgewechselten Akteur jeweils 1:1 durch einen gleichwertigen Spieler ersetzt. Das gelingt uns zurzeit jedenfalls noch nicht. Gründe hierfür sind: 1. die urlaubsbedingte Abwesenheit einiger Spieler 2. die unvorhergesehene Erkrankung bzw. Verletzung einiger Spieler 3. die mangelnde Fitness des einen oder anderen. Nun kann man sich überlegen, wie das Problem behoben wird. Zum Saisonbeginn wurden schon Stimmen laut: Verstärkungen müssen her. Müssen die wirklich her? Selbstverständlich wechselt ein Vluk, Gluk oder Bluk gerne nach Petersberg. Hierfür möchte er auch nur ein angemessenes Salär (eine Eigentumswohnung, zwei Reitpferde und eine Reise nach Finnland sowie zwei paar Fußballschuhe und eine Zweitwohnung für seine Ehefrau), dann schlägt sein Herz auch grün. So kann man es machen. Wir aber nicht. Selbst wenn es finanziell möglich wäre, den einen oder anderen „Legionär“ zu holen, würde das sportlich weiterhelfen, aber unser ganzes System durcheinander werfen. Solange wir (Tom, Lissi, Langer) die Vorstandsarbeit machen, wird es nicht geschehen, dass ein solcher Spieler unser Trikot trägt. Wir können uns natürlich nicht nur aus Ur-Petersbergern rekrutieren, aber die Spieler, die zu uns kommen, werden sorgfältig ausgesucht und spielen hier um des Spielens willen und nicht, um damit ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Die Mannschaft hat die Qualität und auch den Kader, um die Verbandsliga zu halten. Hierfür muss aber auch „alles stimmen“. Man kann sich sicherlich die Frage stellen, wieso macht der X in der Vorbereitung Urlaub oder fehlt der Y in den ersten drei Saisonspielen und wieso kommt der Z krank aus dem Urlaub und wieso ist der P nicht hundertprozentig fit? Da muss sich aber jeder an die eigene Nase fassen. Es ist sicherlich in der heutigen Zeit nicht mehr so, dass dem Fußball alles untergeordnet wird, wie es früher (zu unserer Zeit) war. Da muss einmal berücksichtigt werden, es bleibt ein Hobby. Man darf also niemandem krumm nehmen, dass er auch noch andere Interessen hat. Andererseits war und ist es die Mannschaft, die den Aufstieg geschafft und verdient und nun die Möglichkeit hat, sich in der Verbandsliga zu etablieren, sportlich weiterzuentwickeln und die Liga zu halten. Dass nur der Klassenerhalt das Saisonziel sein kann, war und ist jedem klar. Es ist kein Weltuntergang, wenn am Ende der Saison der Wiederabstieg stehen würde, es aber schade, denn der vorhandene Kader ist absolut in der Lage, die Liga zu halten. Wir glauben daran, und wenn jeder Spieler daran glaubt und diesem Ziel sein sonstiges Leben etwas unterordnet, dann ist es machbar und möglich. In diesem Sinne wünsche ich uns die ersten Punkte nach Abfassen dieses Schreibens und einen positiven Saisonverlauf.