Sand ist gewillt, das Topspiel durchzudrücken

Verbandsliga: Flieden gastiert beim Primus

25.11.2016

Mit 2:5 ging das Hinspiel für Buchonia Flieden in die Binsen, seither verlor der Verbandsliga-Dritte nicht ein einziges Mal und ist gesinnt, am Samstag (14 Uhr) auf der Sander Höhe das Meisterschaftsrennen auch über die Winterpause offen zu halten.

SSV Sand - SV Buchonia Flieden (Samstag, 14 Uhr).

Nachdem Sand am vergangenen Samstag gegen Bad Soden das Heimspiel absagen musste, stehen die Zeichen diesmal deutlich besser: "Wir haben so einen Lauf und wollen unbedingt spielen und wenn es jetzt nicht noch mal richtig regnet, können wir auch spielen", sagt Sands Pressesprecher Frank Salzmann. Wie gut der Tabellenführer drauf ist, zeigte er nicht zuletzt am Wochenende, als anstatt des ausgefallenen Spiels gegen Soden Regionalligist Hessen Kassel in einem Testspiel mit 2:1 besiegt wurde - dank eines Traumfreistoßes von Steffen Bernhardt und einem Treffer durch Tobias Oliev. Fliedens Coach Meik Voll ist nicht nur deswegen der Respekt vor dem nächsten Gegner anzumerken: "Das ist eine beständige, starke, ausgeglichene Mannschaft, die zudem über einen guten Trainer verfügt. Das Ganze ist nicht nur ein Produkt von dieser Saison, sondern von zwei, drei Jahren. Sand steht völlig zurecht da oben." Dennoch sieht er sein Team sowohl kadertechnisch als auch fußballerisch auf Augenhöhe und geht davon aus, dass die Tagesform und vielleicht auch das Quäntchen Glück über Sieg und Niederlage entscheiden werden. Obwohl Voll den Blick auf die Tabelle scheut, ist ihm bewusst, dass selbst bei einem Unentschieden der Zug nach ganz oben abgefahren sein könnte: "Sand besitzt ein unfassbar dickes Polster. Wenn eine Mannschaft sieben Punkte vor uns Vorsprung und dabei sogar noch eine Partie mehr zu bestreiten hat, sollten wir uns derzeit nur mit dem zweiten Platz beschäftigen. Und da ist nicht nur Hünfeld sondern auch Willingen ein Konkurrent." Dennoch lautet das Motto: "Wir werden auf Sieg spielen, wären aber auch mit einem Punkt nicht unzufrieden." Fehlen werden den Fliedenern Stefan Dietz, Gabriel Müller, Sebastian Dinov und Leonardo Kovacevic.

SG Bad Soden - RSV Petersberg (Samstag, 14 Uhr).

Beide Teams waren zuletzt nicht im Einsatz, auch deswegen stellt Sodens Coach Sead Mehic klar: "Wir sind aus dem Spielrhythmus. Das ist aber keine Entschuldigung. Wir wollen das Spiel gewinnen, um Petersberg auf Abstand zu halten und Anschluss an das obere Drittel zu halten." Dabei müsse sein Team gewillt sein, den Gegner ernst zu nehmen und keinesfalls fahrlässig mit dem eigenen Ballbesitz umzugehen. Schon im Hinspiel schnupperte Petersberg mal mindestens an einem Punkt, wobei der RSV in dieser Phase nicht gut drauf war. Auch wenn Soden aktuell großteils auf dem Kunstrasen trainiert, steht einem Spiel auf Naturgeläuf nichts im Wege. Während Bad Soden in der kommenden Woche noch zu Spitzenreiter Sand muss, ist für Petersberg ab Samstag Winterpause: "Und in die wollen wir mit einem guten Gefühl", sagt RSV-Coach Rolf Gollin, der sich Zählbares auf der Bornwiese verspricht - wenngleich der Respekt vorm Gegner hoch ist: "Die Tabelle gibt nicht wieder, was in der Mannschaft steckt. Soden wurde nicht umsonst von vielen Vereinen als Geheim- oder Mitfavorit auf den Titel genannt. Wir fahren mit dem nötigen Respekt nach Bad Soden, müssen aber auch mutig agieren."

Hünfelder SV - 1. FC Schwalmstadt (Sonntag, 14 Uhr).

Nach dem spielfreien Wochenende hat Coach Dominik Weber die Zügel noch einmal angezogen und vier Trainingseinheiten angesetzt - aus gutem Grund: "Wir wollen dieses Spiel unbedingt gewinnen, damit wir in der Wintervorbereitung noch ein leuchtendes Ziel vor Augen haben." Sand heißt jenes Lichtlein, der Rückstand soll nicht noch größer werden. Und dafür fordert Weber den notwendigen Fokus ein, der ihm in den ersten Einheiten der Woche noch gefehlt hatte: "Da waren viele Nebenkriegsschauplätze dabei. Der Schalter muss jetzt noch ein letztes Mal umgelegt werden." Den Gegner misst Weber nicht am enttäuschenden vorletzten Tabellenplatz: "Mit Christoph Keim ist da jetzt ein alter Bekannter zurück auf der Trainerbank, der sehr, sehr erfolgreich in Schwalmstadt gearbeitet hat und unter dem ich Schwalmstadt noch einiges zutraue." Fehlen wird ausgerechnet Sebastian Schuch gegen seinen Ex-Verein, der aus privaten Gründen bereits in der Winterpause ist. Gespielt wird indes auf Naturrasen: "Der ist noch in einem top Zustand", klärt Weber auf.

SV Neuhof - CSC 03 Kassel (Sonntag, 14 Uhr).

Während Bosporus Kassel, Petersberg und Eintracht Baunatal allesamt gegen den Abstieg kämpfen, spielt der vierte Aufsteiger im Bunde, CSC 03 Kassel, eine formidable Runde und könnte bei siegreich gestalteten Nachholspielen sogar noch in den Kampf um Platz zwei einsteigen. Vorteil für Neuhof: Der CSC spielte zuletzt am 6. November und sollte daher so gar nicht im Spielrhythmus sein.

TSV Rothwesten - TSV Lehnerz II (Sonntag, 14 Uhr).

Sedat Gören hofft, dass die Partie noch stattfinden kann, "weil wir das Spiel ungern ins neue Jahr mitnehmen wollen". Denn der Coach der Hessenliga-Reserve hat weder Lust unter der Woche noch an Ostern ins Kassler Hinterland zu reisen. Viel lieber soll am Sonntag noch einmal an den starken Auftritt vor Wochenfrist gegen Bosporus Kassel (5:1) angeknüpft werden: "In Rothwesten wird das aber ein ganz anderes Spiel, weil wir da wieder auf Naturrasen spielen und keineswegs so viel Spielkontrolle haben werden." Somit seien wieder vermehrt Eigenschaften wie Kampfkraft und Leidenschaft gefragt.