Germania Ober-Roden - 1. Hanauer FC (Sonntag, 14.45 Uhr)
Das Selbstvertrauen ist in Ober-Roden wieder da. Nach dem 2:1-Erfolg bei der TS Ober-Roden und dem klaren 7:1-Sieg gegen die SG Bruchköbel will die Germania auch im Heimspiel gegen den Hanauer FC an die Heimstärke anknüpfen, die sie in der vergangenen Saison stark gemacht hat. "Trotz der zwei Siege ist der Abstand auf die Abstiegsränge nur geringfügig gestiegen. Bedeutet, wir sind uns der ausgeglichenen Liga bewusst und möchten weitere Zähler für den Klassenerhalt sammeln, am liebsten schon diesen Sonntag", sagte Ober-Rodens Teammanager Daniel Hoffstadt vor dem Aufeinandertreffen der beiden Aufsteiger. Beide Mannschaften trennen vor der Begegnung nur drei Punkte in der Tabelle und deshalb erwartet Hoffstadt, wie schon beim 2:2-Unentschieden im Hinspiel eine enge Partie. "Wir wissen um die offensive Präsenz und eine enorme individuelle Klasse Hanaus. Deshalb werden Kleinigkeiten und eine geschlossene Mannschaftsleistung über den Ausgang des Spiels entscheiden", äußerte sich Germanias Teammanager zum Spiel und fügte dann noch hinzu: "Die entscheidende Frage wird sein, wer sein Vorhaben konzentrierter, disziplinierter durchziehen kann." Denn Hoffstadt sieht bei beiden Mannschaften ein ähnliches Potential. Das kann auch Hanaus Sportlicher Leiter, Giovanni Fallacara, bestätigen, der sich auf das Auswärtsspiel freut. "Nuancen werden entscheidend sein. Dennoch wollen wir das Jahr positiv beenden, bevor wir in das Jubiläumsjahr gehen", hofft Fallacara darauf, die Heimreise mit drei Punkten anzutreten. Aus personeller Sicht fällt weiterhin nur Torwart Milen Milenov Ivanov bei den Ober-Rodener aus. Ansonsten stehen alle Mann zur Verfügung. Auch der FC kann aus den Vollen schöpfen. Lediglich hinter Ervin Skela steht ein Fragezeichen. Dafür sind die ehemaligen Profis Michael Fink und Danyiel Cimen einsatzbereit. (se)
Eintracht Wald-Michelbach - Türk Gücü Friedberg (Sonntag, 14.45 Uhr)
Mit 60 erzielten Treffern stellen die Friedberger die beste Offensive der gesamten Liga. Vor allem die Ergebnisse der vergangenen Wochen trugen zu dieser Zahl bei. Einem 5:0 gegen Rot-Weiss Frankfurt II folgte ein 5:1 gegen die SG Bruchköbel und zuletzt ein 6:0-Sieg gegen Viktoria Urberach. Am Sonntag ist Türk Gücü nun in Wald-Michelbach gefordert. Trainer Mustafa Fil rechnet allerdings nicht damit, dass das Ergebnis wieder so deutlich ausfallen wird. "Wir haben einen Matchplan, aber unabhängig von diesem Plan muss die Einstellung stimmen. Denn ich erwarte ein Kampfspiel und diesen Kampf werden wir im tiefsten Odenwald angehen", äußerte sich Friedbergs Trainer zum "schweren Pflaster" bei der Eintracht. In der Tat könnte es eine schwierige Aufgabe für den Tabellenzweiten werden, der aber mit einem erfolgreichen Ergebnis die Heimreise antreten möchte. Vor heimischem Publikum musste sich die Elf von Ralf Ripperger bislang nur einmal geschlagen geben. Dem gegenüber stehen vier Siege und zwei Unentschieden. Auch gegen Friedberg wird die Eintracht bestimmt alles daransetzen, diese Bilanz weiterhin positiv zu gestalten. Dafür muss das Augenmerk vor allem auf die Defensive gelegt werden, um nicht eine ähnliche Gegentrefferzahl wie Frankfurt, Bruchköbel oder Urberach zu kassieren. Für diese Partie steht bei den Friedbergern lediglich hinter Florian Decise, der gegen Urberach mit einem dicken Knöchel ausgewechselt werden musste, ein Fragezeichen. Ansonsten kann Fil aus den Vollen schöpfen, um an den 6:2-Erfolg aus dem Hinspiel anzuknüpfen. (se)
Viktoria Nidda - FC Alsbach (Sonntag, 14.45 Uhr)
Es könnte ein torreiches Spiel in Nidda werden. Das zeigt sich zumindest bei einem Blick auf die zurückliegenden Ergebnisse des Aufsteigers, wie beim knappen 4:3-Erfolg gegen den Hanauer SC. Gleichzeitig konnte in dieser Begegnung der Auswärtsfluch beendet werden, denn in der Fremde gelang zuvor kein Sieg. So auch beim Hinspiel in Alsbach, das die Bergsträßer mit einem 3:1 für sich entscheiden konnten. Auch in den zurückliegenden beiden Wochen bestritt der FCA seine Heimspiele erfolgreich jeweils mit 1:0 (gegen den Hanauer FC und Wald-Michelbach). Nun will die Mannschaft von Sascha Huy auch in der Fremde nachlegen, um den Abstand auf die Abstiegsränge zu vergrößern und um im Mittelfeld der Tabelle zu überwintern. Allerdings wird das keine leichte Aufgabe, da es nur zwei Zähler Vorsprung auf Rot-Weiß Darmstadt sind, die einen Abstiegsplatz belegen. "Die Jungs sind heiß darauf, sich im letzten Spiel des Jahres noch mal gut zu präsentieren", freut sich Alsbachs Pressesprecher auf die Partie. Andreas Rothermel weiß auch, was dabei entscheidend sein wird, um zum Erfolg zu gelangen: "Wir werden das Augenmerk auf die Defensive legen und die Freiräume nutzen, die sich bei ihrem Hurra-Fußball bieten." In der Offensive dürften sich dafür bei den Alsbachern Marcel Daniel und Cengiz Gencer anbieten, die zuletzt wieder einsatzbereit waren. Allerdings läuft es bei Stürmer Daniel aktuell nicht so rund, wie noch in der vergangenen Saison. "Er stellt sich in den Dienst der Mannschaft und übernimmt Verantwortung. Diese mannschaftliche Geschlossenheit zeichnet uns aktuell aus", so Rothermel zu den Stärken des FCA. Damit soll es gelingen in Nidda etwas Zählbares mitzunehmen. Für diese Aufgabe werden allerdings die Langzeitverletzten Manuel Metzger, Dennis Bender und Philipp Ehmig nicht zur Verfügung stehen. Hinter Abwehrspieler Marcus Manga Mbou steht noch ein Fragezeichen. (se)
Usinger TSG - FC Bensheim (Sonntag, 14.45 Uhr)
Usingens Trainer Marcel Kopp erwartet im letzten Heimspiel des Jahres „keinen fußballerischen Leckerbissen, sondern viel Kampf und Einsatzwillen“ und sein Gegenüber, Ludwig Brenner, sieht sein Team nicht chancenlos. Dabei geht es für beide Vereine um wichtige Punkte im Abstiegskampf. "Wir müssen noch mal alle Kräfte mobilisieren, um nicht auf den Abstiegsrängen zu überwintern. Außerdem haben beide Mannschaften momentan nicht viel Selbstvertrauen", betonte Kopp vor dem letzten Heimspiel. Bensheims Trainer pflichtete ihm im ersten Punkt bei, wiedersprach allerdings im zweiten: "Ich denke schon, dass wir mit breiter Brust dorthin fahren können, um zu punkten. Die Jungs sind bereit alles zu geben." Auch für den FCB geht es noch einmal darum alle Kräfte zu mobilisieren, um eine "konstant gute Leistung über 90 Minuten, wie es gegen Sandzak der Fall war, abzuliefern." Nach den konstant guten Leistungen und der alten Form suchen die Usinger derzeit. „Uns ist die Qualität abhandengekommen und ich vermisse den Kampfgeist“, äußerte der TSG-Trainer ganz offen Kritik und fügte hinzu: "Am Anfang der Saison lief es sehr gut und mittlerweile stellen wir uns die Frage, gegen wen wir noch gewinnen können." Wenn es nach den Usingern geht, sollte Bensheim die Antwort lauten, um mit einem guten Gefühl in die Winterpause zu gehen. Allerdings sieht es dafür personell nicht gut aus. Lediglich Thorben Grill kehrt zurück. Ulrich Strenkert, Eric Bueno Oliva, Pascal Bretschneider sowie der gesperrte Christian Kaus fallen aus. "Die Jungs, die einsatzfähig sind, müssen es richten und das Beste daraus machen", forderte Kopp von seinen Spielern. Bei Bensheim hingegen sieht es etwas besser aus. Janis Wiesner fällt zwar wohl mit einer Bänderdehnung aus, dafür ist Trainer Brenner bei Benedikt Saltzer und Fabio Hechler zuversichtlich, dass sie bis zum Wochenende fit sind. (se)
SV FC Sandzak - SC 1960 Hanau (Sonntag, 14.45 Uhr)
Trotz des Sechs-Punkte-Abzugs rangiert Aufsteiger Sandzak weiterhin über der Abstiegslinie, weshalb die Stimmung bei den Frankfurtern vor dem letzten Spiel des Jahres positiv ist. "Wir sind zurück von unserer Auswärtstournee", spielt SV FC-Trainer Aleksandar Pajic auf die letzten vier Gastspiele in Folge in der Fremde an. Als Verfechter von Fußball-Traditionen kommt dem routinierten Coach der Spielplan schon etwas seltsam vor, er schiebt aber ein: "Alles ist modern geworden, aber ob solche Ideen gut oder schlecht sind, das kann ich nicht beurteilen". Die Marschroute für das Heimspiel gegen Hanau 1960 ist klar: "Wir wollen Punkte sammeln und sehen dieses Spiel vor der Winterpause als sehr wichtig an. Wir müssen sehr vorsichtig agieren, weil der Gegner jetzt ein anderes Gesicht hat. In jedem Fall müssen wir die Pause nutzen, um weiter an uns zu arbeiten", fügt Pajic hinzu. Mit Mentalität und Selbstvertrauen will die Balkan-Formation zum Dreier kommen. Geschenkt werde dem SV FC Sandzak aber grundsätzlich nichts. "Alles was wir wollen müssen wir uns erkämpfen", schiebt Pajic ein. Die Hanauer fahren mit Verletzungssorgen nach Frankfurt-Bonames, zudem konnten die letzten fünf Spiele nicht mehr gewonnen werden. Respekt hat Trainer Antonio Abbruzzese vor dem starken Aufsteiger: "Das ist eine wahnsinnig spielstarke Truppe", stellt der Coach klar, der bei Viktoria Aschaffenburg Trainer von Sandzaks Murat Sejdovic war. Mit 23 Zählern müssen die 60er sich so langsam nach unten orientieren, denn die Abstiegszone ist nur noch zwei Zähler entfernt. Mut gibt die Auswärtsbilanz, denn auf fremden Plätzen wurde nur ein Spiel von acht bislang verloren. Abbruzzese räumt ein, dass die letzten Spiele keine guten Ergebnisse gebracht haben, betont aber: "Wir haben auch da mutig nach vorne gespielt. Wir wurden aber für unsere Unzulänglichkeiten in der Defensive bestraft und unsere Torchancen konnten wir in der Summe nicht verwerten". Die vielen Verletzten seien "ein hartes Stück Brot", aber: "Mit diesem Spirit sind wir zuversichtlich. Wir halten kontinuierlich an unserem Konzept der offensiven Verteidigungsstrategie fest. Nur müssen wir unnötige Fehler in der Rückwärtsbewegung vermeiden", fordert der Übungsleiter. (pa)
Vatanspor Bad Homburg - TS Ober-Roden (Sonntag, 14.45 Uhr)
Der kuriose Spielplan macht auch vor Vatanspor Bad Homburg nicht Halt. Das Heimspiel gegen die TS Ober-Roden ist bereits der fünfte Auftritt der Kurstädter vor heimischer Kulisse in Folge. Sportlich hat sich die Mannschaft von Trainer Jörg Loutchan bereits auf Rang drei vorgespielt, nicht zuletzt mit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen. Deswegen ist auch im letzten Spiel des Jahres ein Dreier gegen die Gäste aus Rödermark fest eingeplant. "Wir wollen immer gewinnen, wissen aber dass es keine einfachen Spiele in der Verbandsliga gibt. Auch die Formkurve der TS Ober-Roden zeigte ja zuletzt nach oben", sagt Vatanspors Sportmanager Hüseyin Güven und ergänzt: "Das ist eine junge und gute Mannschaft, die wir nicht unterschätzen sollten. Es wird ein intensives Spiel, welches wir auf jeden Fall gewinnen wollen. Güven möchte sich mit seinem Team in der oberen Tabellenhälfte etablieren und bleibt realistisch: "Wir brauchen 44 oder 45 Punkte, um auf der sicheren Seite zu sein. Alle weiteren Zähler sind Bonuspunkte für uns". Von daher macht sich der Sportmanager keine Hoffnungen, die beiden enteilten Spitzenteams Türk Gücü Friedberg und den FV Bad Vilbel noch abzufangen. "Da machen wir uns überhaupt keine Illusionen", stellt Güven klar. Geredet wurde in den letzten Wochen über den sehr guten Einstand von Neuzugang Emin Yalin, der aus der 3. Liga in der Türkei von Amed SK an den Usinger Weg kam und vier Tore in den ersten beiden Spielen beigesteuert hat. Güven möchte aber das Team hervorheben: "Fußball ist ein Mannschaftssport und da greifen die Rädchen momentan gut aneinander", sieht der Sportmanager auch durch Yalins Zugang keine One-Man-Show. Ergebnistechnisch stimmte es zuletzt bei den Gästen aus Ober-Roden. Zwei Siege auf fremden Plätzen wurden eingefahren und mit Platz zwölf das rettende Ufer erreicht. Die Leistungen seines Teams sagten TSO-Trainer Zivojin Juskic voll zu, weswegen sich der Coach auch in Bad Homburg etwas ausrechnet: "Ich habe einen sehr hohen Respekt vor Vatanspor. Sie haben sehr junge und talentierte Spieler, aber auch erfahrene Leute in ihren Reihen. Wir wollen versuchen, einen leidenschaftlichen Auftritt zu zeigen, um mit Leidenschaft und Teamgeist zum Erfolg zu kommen". (pa)
SG Bruchköbel - Rot-Weiß Darmstadt (Sonntag, 14.45 Uhr)
Spiele, deren Bedeutung sich an der Tabelle ablesen lassen, gibt es bei Schlusslicht Bruchköbel eigentlich keine mehr. Mit nur zwei Punkten auf der Habenseite zieht die SG weiterhin abgeschlagen einsam ihre Kreise am Tabellenende. Zwar sind noch 15 Spiele zu absolvieren, aber angesichts von 20 Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz ist der Klassenerhalt bei den Main-Kinzigern eine reine Utopie. Der letzte Auftritt mit der 1:7-Schlappe bei Aufsteiger Germania Ober-Roden hatte schon einen Hauch von Auflösungserscheinungen. Mit fehlendem Spielglück wie in den Wochen zuvor hatte das nichts mehr zu tun. Der Hessenliga-Absteiger von der Darmstädter Heimstättensiedlung ist mittlerweile in der Abstiegszone angekommen. Damit droht dem SKV derzeit sogar der Absturz in die siebtklassige Gruppenliga Darmstadt. Um das zu verhindern, ist ein Sieg beim sieglosen Schlusslicht geradezu unabdingbar. Lediglich zwei Siege aus den letzten 13 Spielen haben die Rot-Weißen in die Bredouille gebracht, nachdem der Saisonstart sogar kurzzeitig Hoffnungen auf den direkten Wiederaufstieg weckte. Jetzt muss der Fokus darauf liegen, sich mit dem Pflichtsieg in Bruchköbel in die Winterpause zu verabschieden, die Abstiegszone wieder zu verlassen und im Winter die Kräfte neu zu bündeln. Immerhin konnte Darmstadt dem Spitzenreiter FV Bad Vilbel bei der 1:2-Niederlage Paroli bieten. Fehlen wird im letzten Spiel des Jahres weiterhin Torjäger Christopher Nguyen (16 Tore). Das bedauerte Trainer Dominik Lohrer schon vor der Partie gegen die Brunnenstädter: "Er ist privat in Vietnam und wird erst Mitte Dezember zurückkommen. Für uns ist das ein großer Verlust, weil er nicht nur in etwa pro Spiel ein Tor schießt, sondern auch immer ein bis zwei Gegenspieler binden kann". (pa)