Ein Kommentar von Hadamars Pressesprecher Hans Reichwein auf der Torgranate-Facebookseite veranlasste Schaub am Sonntag dazu, selbst Stellung zu beziehen. So kommentierte Reichwein den Bericht zum Fliedener 2:1-Sieg sowohl auf Facebook als auch gegenüber der Lokalpresse damit, dass Schaub sein zweites Tor nur dank „einer krassen Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns“ hätte erzielen können. „Nach Schaubs Tätlichkeit nach einem zuvor geführten Zweikampf an seinem Gegenspieler Marvin Rademacher (42-Minute), der in Folge dessen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, hätte es nur eine Konsequenz , nämlich die rote Karte für den schon des öfteren unangenehm aufgefallenen Fliedener Torschützten geben müssen“, lautet der Original-Kommentar von Reichwein auf Facebook: „Wenn auch der Erfolg von Flieden nicht unverdient war hat diese Szene mit einen Einfluss auf den Spielausgang genommen“, so Hadamars Pressesprecher weiter. Das alles will Schaub so nicht stehenlassen. „Erstmal will ich klar stellen, dass ich meinen Gegenspieler sicherlich nicht mit Absicht getreten habe und es mir auch sehr leid tut, dass er ins Krankenhaus musste (habe mich übrigens gleich am Platz noch bei ihm entschuldigt)! Für mich war das ein ganz normaler Zweikampf, so wie es eben zum Fußball dazu gehört“, schreibt Schaub, der betont, dass auch ein ausgeschlagener Zahn bei einem Luftduell in der Vergangenheit „mit Sicherheit keine Absicht“ gewesen sei. Dagegen ärgert sich Schaub über eine Gruppe Hadamarer, die ihn während des Spiels mehrfach beleidigt hätten. „Solch ein Verhalten ist sicher auch nicht angemessen für den Sportplatz!“ Über seinen Einsatz schreibt er: „Fußball ist nunmal eine körperbetonte Sportart, in der man sich die ein oder anderen Blessuren einfängt! Ich jammere auch nicht rum, wenn ich samstags heim komme und meine Beine voll blauer Flecken sind und ich überall Stollenabdrücke habe!!! Zum Fußball gehören nunmal Zweikämpfe dazu.“ Auch Trainer Meik Voll widerspricht der Aussage des Hadamarer Pressesprechers, dass Schaub gegen Rademacher eine Tätlichkeit begangen haben soll: „Das war nicht im Ansatz eine Tätlichkeit. Das war ein ganz normaler Zweikampf, bei dem der Hadamarer dann noch unglücklich weggeknickt ist. Wir haben dann ja nicht einmal mitbekommen, dass er deswegen ins Krankenhaus musste. Wir wünschen ihm natürlich gute Besserung“, so Voll, der Schaub als einen „der bravsten Typen, die ich kenne“ bezeichnet und sich wundert: „Bei der anschließenden Pressekonferenz wurde über diese Szene nicht ein Wort verloren.“