SG Bad Soden – SG Oberzell/Züntersbach (Samstag, 15 Uhr):
Das Bergwinkel-Derby wird zum Spiel der Topteams 2019: Während Sodens Bilanz mit drei Siegen aus drei Spielen (14:1-Tore) erwartet werden konnte, hat Oberzell/Züntersbach im neuen Jahr alle überrascht. Aus drei Spielen holte die Elf von Frank Kühlthau neun Punkte (8:2-Tore).
SG Schlüchtern/Elm – TSV Rothemann (Samstag, 17 Uhr):
Das Team von Bardo Hirsch hat gegen das Schlusslicht noch eine dicke Rechnung offen. Denn beim 2:1 im Hinspiel feierte Rothemann seinen bislang einzigen Saisonsieg. Seit elf Monaten hat Rothemann nunmehr schon in 13 aufeinander folgenden Auswärtsspielen keinen Punkt mehr geholt.
RSV Petersberg – TSV Künzell (Sonntag, 15 Uhr):
Nach zwei Siegen hintereinander sind die Petersberger ins Mittelfeld nach vorne geschossen. Zurücklehnen gilt aber nicht: „Unten gewinnen immer alle und von oben rutschen welche in den Keller, die damit kaum noch gerechnet hatten. Deshalb heißt es wach sein: Am Ende wird vielleicht einer Fünfter oder Sechster, der nur drei Punkte auf den Absteiger Vorsprung hat. Das ist alles sehr eng“, warnt Petersbergs Trainer Jürgen Krawczyk, der mit der Leistung seiner Elf beim 3:1 in Hosenfeld rundherum zufrieden war. „Die Einstellung war perfekt, wir hatten keinen Ausfall, sind aggressiv angelaufen und wollten die Ballgewinne schon in deren Hälfte. Weil wir die Zweikämpfe weit vorne schon gesucht haben, waren die Wege zum gegnerischen Tor nach Balleroberung immer kurz.“ Andreas Brzoza wird allenfalls ganz am Ende der Runde nochmal auflaufen können. Der Abwehrmann hat Probleme mit dem Hüftgelenk und kann nicht mit der Mannschaft trainieren. Großes Derbyfieber verspürt Krawczyk derweil nicht. „Für mich persönlich spielt das sowieso keine Rolle und bei den Jungs habe ich jetzt auch keine übermäßige Vorfreude verspürt.“ Motivation will Krawczyk viel lieber aus dem Hinspiel ziehen, als Petersberg mit 0:6 auf die Löffel bekam. „Wenn man allerdings die Aufstellung von damals und die vom letzten Sonntag vergleicht, dann war die halbe Mannschaft von uns im Hinspiel anders besetzt.“
SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach – FSV Thalau (Sonntag, 15 Uhr):
Seit dem Abgang von Moritz Reinhard zu Kickers Offenbach haben die Rhöner in drei Spielen nur ein Tor geschossen und einen Punkt geholt. „Ich habe das Gefühl, dass sich der ein oder andere hinter dem Abgang versteckt. In der Spielersitzung habe ich auch schon mal in die Runde gefragt und bestätigt bekommen, dass der ein oder andere Angst davor hat, mehr in den Fokus zu rücken. Dabei muss das überhaupt niemand, sondern es stehen immer noch zehn Mann aus der Vorrunde am Platz, die gemeinsam diese Lücke füllen müssen“, sagt der Elterser Trainer Daniel Schirmer, der aber auch einen anderen Grund ausmacht. „Die Trainingsbeteiligung beim ein oder anderen ist aktuell weniger als normal.“ Schirmer glaubt, dass Thalau vielleicht genau der richtige Gegner sein könnte. „Endlich sind wir mal nicht der Favorit. Vielleicht macht uns das die Sache etwas einfacher.“
SG Bronnzell – Spvgg. Hosenfeld (Sonntag, 15 Uhr):
In der Defensive muss sich Bronnzells Trainer Stefan Dresel etwas einfallen lassen. Grund: Moritz Kremer (Urlaub) muss ersetzt werden und das gleiche gilt auch für Tarek Belaarbi nach seinem Feldverweis in Rothemann. „Der Platzverweis war zu hart. Das war ein Foul, aber da waren noch zwei Mann von uns dabei und entsprechend war es keine Notbremse“, sagt Dresel, der die Grundlagen des Fußballs einfordert: „Die richtige Einstellung, Lauf- und Kampfbereitschaft – diese Sachen müssen einfach vorhanden sein.“ Und steigern muss sich die Viktoria: „Ganz klar: Eine Leistung wie in Rothemann wird gegen Hosenfeld nicht ausreichen.“
SG Kerzell – SV Großenlüder (Sonntag, 15 Uhr):
Es ist Jahr für Jahr die gleiche Situation: Erst rutschten die Kerzeller so tief in den Schlamassel, dass man das Team fast schon aufgeben möchte. Dann aber kommt der Zwischenspurt, der letztlich meist den Klassenerhalt bringt. Eben jenen Saisonabschnitt scheint die Helvetia nach zwei Siegen mit 7:0-Toren nun eingeläutet zu haben. „Unser 4:0 bei der Festspielstadt war aber kein tolles Spiel. Der Gegner hat hoch gestanden und es uns recht leicht gemacht, zu kontern“, so Coach Michael Jäger, der vor Großenlüder warnt. „Ich habe die Mannschaft in Bad Soden angeschaut und muss sagen, dass sie dort mindestens 70 Minuten richtig gut gespielt und nicht nur hinten drin gestanden haben“, so der Kerzeller Trainer, der auch die Torflaute der Teutonia für sich bewertet: „Da spielen Leute wie Lehmann und Reith vorne. Die sind schnell und torgefährlich, können gegen jeden treffen. Da ist Qualität vorhanden.“ Zittern muss Kerzell noch um Dominik Günther (er musste in Asbach angeschlagen vom Feld) und Nico Bensing, der unter der Woche mit Knieproblemen das Training abbrach. Hinter beiden stehen dicke Fragezeichen.
SG Festspielstadt – SG Ehrenberg (Sonntag, 15 Uhr):
Vier Punkte beträgt das Polster der Rhöner auf den Dritten aus Thalau. Die Aufstiegsrunde zur Verbandsliga ist also zum Greifen nahe. Nach den weiter ungeschlagenen Sodenern sind die Ehrenberger mit erst drei Niederlagen aus bisher 22 Spielen das Team mit den wenigsten verlorenen Spielen.
FT Fulda – SG Schlitzerland (Sonntag, 15.30 Uhr):
Im Hinspiel behielt Schlitzerland beim 1:0 knapp die Oberhand. Diesmal aber baut FT auf seine Heimstärke. Seit Oktober 2017 haben die „Turner“ von ihren 36 Heimspielen nur noch zwei verloren. Zuletzt gab es zwei Mal kein Gegentor für FT. / kr