SG Rot-Weiss Frankfurt II - Eintracht Wald-Michelbach 3:1 (1:1)
Die "jungen Roten" waren sofort präsent, das Spiel fand in den ersten Minuten fast nur in der Hälfte der Gäste aus dem Odenwald statt. Folgerichtig belohnte sich die SG Rot-Weiss II bald für den engagierten Start. Nach einer Flanke von der linken Seite von Calvin Rufino war es ausgerechnet der als "Odenwald-Bomber" bekannte Filip Vlahov, der gegen seine "Regionsgenossen" den ersten Treffer der Begegnung markierte. Vlahov hatte sich in der letzten Saison beim FC Inter Erbach mit 63 Toren in 29 Spielen in den Blickpunkt geschossen. "Wir haben in den ersten 20 Minuten so gespielt, wie in den beiden Aufstiegsjahren. Wir waren drückend überlegen und hätten 4:0 führen müssen", berichtete U23-Trainer Hicham Tahrioui, der auf die Leihgaben Luca Scholten und Ilias Becker aus dem Hessenliga-Team zurückgreifen konnte. Der ehemalige Münchener musste nach einer halben Stunde allerdings wegen Übelkeit raus und wurde durch Daniel Raczek ersetzt. Zuvor waren die Gäste aus Wald-Michelbach durch Rene Brunner zum Ausgleich gekommen (20.). Vorausgegangen war ein Ballverlust des A-Jugendlichen Leon Peko bei der Spieleröffnung. Lothar Strusch, der Pressesprecher der Eintracht, haderte hinterher mit einer aus Sicht der Odenwälder spielentscheidenden Szene: Rene Brunner war auf und davon gezogen und hatte RW-Torhüter Radoslav Rusev umspielt. Der Keeper zog laut Ansicht der Gäste die Notbremse, wurde aber von Schiedsrichterin Anne Uersfeld nur mit "Gelb" bedacht. "Der Torhüter war schon auf dem Weg in die Kabine", hatte Strusch beobachtet.
Scholten sieht zum ersten Mal die Rote Karte
Der zweite Durchgang begann so, wie die erste Hälfte geendet hatte: Wald-Michelbach hatte mehr Ballbesitz, wusste aber damit wenig anzufangen. Rot-Weiss II versuchte, über Konter gefährlich zu sein. Der Platzverweis gegen Luca Scholten - der Rechtsverteidiger sah erstmals in seiner Karriere die Rote Karte wegen eines rüden Foulspiels - setzte bei den Hausherren neue Kräfte frei. "Die Schüler sind ihrem Klassensprecher Patrick Gürser gefolgt, der in dieser Phase das Tempo erst angezogen und dann wieder beruhigt hat. So konnten die jungen Spieler Energien frei setzen und haben in Unterzahl leidenschaftlich verteidigt. Sie haben aufopferungsvoll gekämpft", befand Tahrioui. Denn nur drei Minuten nach dem Platzverweis brachte Kapitän Patrick Gürser sein Team auf Zuspiel von Rufino mit 2:1 in Führung. Zehn Minuten vor Spielschluss machte Rufino mit dem 3:1 auf Vorarbeit von Ilias Mouktader den Sack zu. Da die Gäste, die in ihrer Drangphase nach Wiederbeginn einige gute Chancen und einen Pfostenschuss zu verzeichnen hatten, nach 66 Minuten ihr Auswechselkontingent erschöpft hatten, mussten sie in den letzten Minuten aufgrund eines verletzten Spielers die Partie auch mit zehn Mann beenden. "Wir hätten hier Punkte verdient gehabt. Die Niederlage ist unglücklich", fasste Strusch zusammen. Dagegen meinte Kapitän und "Klassensprecher" Patrick Gürser: "Wir haben als Team agiert und konzentriert verteidigt. Mit dieser Energieleistung sind wir in der Liga angekommen. Wir haben verdient gewonnen, weil wir an das Urberach-Spiel angeknüpft haben".
Die Statistik:
SG Rot-Weiss Frankfurt II: Rusev - Singh, Vlahov (76. Mouktader), Scholten, Rufino, Peko, Wendnagel, Yun (58. da Silva), Becker (30. Raczek), Samardzic, Gürser - Trainer: Hicham Tahrioui. Eintracht Wald-Michelbach: Jährling - Bundschuh, Imsirovic, Brunner, Darffour (46. Besic), Stojnic, Artun, Kappes, Kocahal, Kolcak (66. Memic), Weyrauch (66. Schmidt) - Trainer: Ralf Ripperger. Schiedsrichterin: Anne Uersfeld (Mainz-Kastel). Zuschauer: 100. Tore: 1:0 Filip Vlahov (10.), 1:1 Rene Brunner (20.), 2:1 Patrick Gürser (60.), 3:1 Calvin Rufino (80.). Rote Karte: Luca Scholten (Rot-Weiss II/57.).
| SG Rot-Weiss Frankfurt II zg. - Eintracht Wald-Michelbach | |
| Liga: | Verbandsliga Süd |
| Anstoss: | So - 10.09. 15:00 Uhr |
| Spieltag: | 7. Spieltag |
| Ergebnis: | 3 : 1 |
| Schiedsrichter: | Anne Ürsfeld |
| Platz / Ort: | Kunstrasenplatz Brentanobad |
| Zuschauer: | 100 |
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