Speuzer mit Traumfußball gegen ausscheidungswilliges Sandzak

Kreispokal Frankfurt: Auch Rödelheim und Saz-Rock im Viertelfinale

27.09.2017

Im Frankfurter Kreispokal-Wettbewerb stehen vier der acht Viertelfinalisten bereits fest. Nach dem Pokalschreck SV Heddernheim haben sich am Dienstagabend der FFV Sportfreunde, der 1. FC 02 Rödelheim und der FV Saz-Rock für die Runde der letzten acht qualifiziert. Auf dem Papier überraschend war das Aus von Verbandsligist SV FC Sandzak, der eine herbe 2:9-Schlappe bei den Speuzern erlitt. Auch Gruppenligist Seckbach musste in der Verlängerung beim Kreisoberligisten Rödelheim die Segel streichen.

SG Riederwald - FV Saz-Rock 1:2 (0:0)

Im Duell der beiden Südost-A-Ligisten fielen alle Tore in der Schlussphase. Ahmet Taskiran glich die Führung der Gäste durch Sebastian Rosato aus. In buchstäblich letzter Sekunde ersparte Asef Köpelis Siegtor Saz-Rock die Verlängerung. Da der FV in der kommenden Runde auf den Sieger der Begegnung zwischen den Nordwest-A-Ligisten SG Praunheim und SV Bonames trifft, steht auf jeden Fall einer dieser drei A-Ligisten sicher im Halbfinale des innerstädtischen Pokalwettbewerbs. Schiedsrichter: Younes Moullig (Dietzenbach). Tore: 0:1 Sebastian Rosato (87.), 1:1 Ahmet Taskiran (89.), 1:2 Asef Köpeli (90.).

FFV Sportfreunde 04 - SV FC Sandzak 9:2 (5:0)

Das deutliche Resultat sorgte in der Frankfurter Amateurfußball-Szene für Verwunderung, wurde aber von beiden Seiten unterschiedlich bewertet. Speuzer-Trainer Mehmet Tunay Somun hatte von seinem Gruppenliga-Team, das zur Halbzeit schon mit 5:0 gegen den Verbandsligisten führte, "Traumfußball" gesehen: "Ich muss den Hut vor der Leistung der Mannschaft ziehen. Das war faszinierend, ich habe dem Team in der Kabine spontan Beifall geklatscht. Sandzak hat uns vielleicht unterschätzt oder wollte vielleicht Spieler für die Liga schonen. Uns ist einfach alles gelungen. Vor allem Spieler aus der zweiten Reihe haben sich in den Vordergrund gespielt", meinte Somun. Sandzaks Spieler Murat Sejdovic hatte eine selten gehörte Erklärung für die derbe Pokalschlappe parat: "Wir wollten ausscheiden. Die Liga und der Klassenerhalt sind uns wichtiger und deswegen wollten wir uns aus dem Wettbewerb verabschieden. Wir haben den zweiten Torhüter und einige Ersatzspieler gebracht. Wir haben dann ganz locker gespielt und sind froh, dass es keine Verletzten gab. Die Speuzer haben super gespielt und jeder Schuss war ein Treffer", gab Sejdovic zu Protokoll und wollte das Ergebnis nicht als Debakel bewerten, räumte aber ein: "Wir hatten mit einer knapperen Niederlage kalkuliert". Im Viertelfinale treffen die Speuzer auf den B-Ligisten SV Eritrea, der den Kreisoberligisten SV Griesheim Tarik mit 4:2 nach Verlängerung ausgeschaltet hat. Schiedsrichter: Terlan Tavasolli-Aghdam (Offenbach). Zuschauer: 120. Tore: 1:0 Aleksandar Sasa Matovic (8.), 2:0 Fatih Sultan Bosnak (12.), 3:0 Robert Kohns (33.), 4:0 Fatih Sultan Bosnak (38.), 5:0 Imad Charkaoui (44.), 6:0 Fatih Sultan Bosnak (55.), 6:1 Dino Cakovic (57.), 6:2 Murat Sejdovic (72.), 7:2 Robert Kohns (76.), 8:2 Adem Brajanac (86.), 9:2 Aleksandar Sasa Matovic (88.).

1. FC 02 Rödelheim - FG Seckbach 2:1 n.V. (0:0)

Nach torlosen 90 Minuten, in denen der Gruppenligist das Weiterkommen durch zahlreiche vergebene Torchancen liegen ließ, ging es auf dem Hartplatz des Kreisoberligisten in die Verlängerung, in der die Mannschaft von Trainer Dominic Reinhardt den längeren Atem hatte und überraschend in das Viertelfinale einzog. Niyet Weldeyesus und Noah Gebreyesus ließen den RFC jubeln. Der Anschlusstreffer des Seckbachers Patrick Stanskus kam zu spät. FGS-Trainer Thorsten Spahn nahm das Pokalaus gelassen: "Wenn man sechs oder sieben klare Chancen hat und in 90 Minuten kein Tor macht, dann darf man sich nicht beschweren, wenn man in die Verlängerung muss und am Ende wegen der eigenen Unzulänglichkeiten bestraft wird. Jetzt können wir den Fokus ganz auf die Liga legen". Rödelheim erwartet im Viertelfinale aus dem Trio SG Bornheim Grün-Weiss, Spvgg. 02 Griesheim und Spvgg. 05 Oberrad auf jeden Fall wieder einen Gruppenligisten. "Wir haben 120 Minuten konzentriert gearbeitet und dabei nicht nur sehr tief gestanden und sind daher verdient weiter. Ich erwarte jetzt, dass wir die Euphorie mitnehmen und am Sonntag auch in der Kreisoberliga 90 Minuten konzentriert spielen", meinte RFC-Trainer Dominic Reinhardt. Schiedsrichter: Cevat Kalyoncu. Zuschauer: 40. Tore: 1:0 Niyet Gebreyesus (108.), 2:0 Noah Weldeyesus (117.), 2:1 Patrick Stanskus (119.).