"Wir haben eine gute Hinrunde gespielt, nur ein Spiel verloren und sind ziemlich konstant", schildert Stephan Fröhlich die Situation des Hessenligisten. Gläserzell, das mit 28 Punkten aus elf Spielen in die Winterpause gegangen ist, steht vier Punkte vor Verfolger SF BG Marburg. Vergangene Saison beendete man die Runde mit 48 Punkten und ebenfalls als Spitzenreiter. Auf den Aufstieg wurde aufgrund eines personellen Umbruchs verzichtet. Wie es in diesem Jahr im Falle der Meisterschaft aussieht, steht noch nicht fest: "Die Entscheidung liegt da beim Verein, aber ich denke, dass Spielerinnen und Trainer auf jeden Fall aufsteigen wollen. Der Verein müsste sich aber auch umstrukturieren, ein bisschen breiter werden", so Fröhlich. Durch Transfers wird sich Gläserzell in diesem Winter nicht sonderlich verstärken: "Da sind vielleicht mal zwei Spielerinnen, die bei uns mittrainieren, aber wir gehen weitestgehend mit dem gleichen Kader in die Rückrunde wie vor der Pause."
Eine Entscheidung bezüglich seines Vertrages, gäbe es noch nicht: "Der Vertrag läuft noch bis Sommer. Das ist Fakt und so lange werde ich ganz sicher noch Trainer bleiben. Was danach kommt, weiß ich noch nicht. Ich tanze ja auch auf mehreren Hochzeiten. Ich habe auch noch einen Beruf und bin auch als Schiedsrichter tätig, da muss man schauen, wie sich das verbinden lässt", erklärt Fröhlich die momentane Situation.
Mit der erst 17-jährigen Alina Stöhr, die vergangene Saison noch für die B-Juniorinnen von Gläserzell gespielt hat, steht die momentan beste Torschützin der Liga in den Reihen des SV. "Sie ist selbstbewusst und hat einen guten Abschluss, aber es ist auch der Verdienst der Mannschaft, dass sie da oben steht. Sie könnte sicherlich auch eine Liga höher spielen, aber es hängt von ihrer Einstellung und ihrem Ehrgeiz ab, was sie in Zukunft noch so erreichen kann", sagt ihr Trainer über Stöhrs Spielanlage und ihre Zukunft.