SVA ist mittendrin statt nur dabei

Gruppenliga: Zweitbestes Rückrundenteam

21.03.2017

Der vierte Sieg im fünften Rückrundenspiel hat den SVA Bad Hersfeld wieder mitten rein ins Geschäft um den Klassenerhalt gebracht. Nur Tabellenführer Johannesberg holte in der Rückrunde bislang einen Punkt mehr als die Elf von Spielertrainer Fabian Kallée.

„Wir haben uns mit den beiden Siegen zum Start für die knüppelharte Vorbereitung gelobt“, erklärte Kallée, dessen Team extrem gefestigt wirkte und auch die ganz jungen Spieler mittlerweile die Ärmel hochkrempeln und verbal vorangehen können. Sinnbildlich war nach der Partie eine Aktion von Nils Wenzel der mit Tor und Vorlage der Matchwinner gewesen ist, als er den verletzt ausgewechselten Lucas Führer (Schlag auf das Schienbein) huckepack zur Mannschaft trug. Jeder kämpft für den anderen beim SVA dieser Tage, fußballerisch steckt ohnehin in den gut ausgebildeten Spielern jede Menge Potenzial. Und das von Kallée präferierte 5-2-3-System passt aktuell wunderbar, weil Christoph Wiegand im zentralen Mittelfeld super organisiert und damit die personelle Unterzahl im Herzstück des Spiels gar nicht ins Kontor schlägt. Einen richtig starken Job macht zudem Maximilian Schuch in der Abwehrzentrale, der jüngere Bruder von Hünfelds Sebastian Schuch hat gerade im Zweikampfverhalten einen riesigen Sprung gemacht. Für Wenzel war der 2:0-Sieg deswegen auch hochverdient: „Auch wenn Kerzell gerade in der Offensive großes Potenzial besitzt, waren wir spielerisch die bessere Mannschaft und hätten schon früher die entscheidenden Tore machen müssen.“ Schon in der Winterpause war sich Wenzel sicher, dass die junge Mannschaft eine gute Entwicklung genommen habe und wird nun dahingehend bestätigt: „Wir stabilisieren uns von Woche zu Woche mehr.“ Nun aber folgt in Bachrain eine ganz andere Aufgabe, denn erstmals geht es für Asbach auf Rasen: „Das wird ein absolutes Mentalitätsspiel“, ist sich Kallée bereits jetzt sicher. Kerzell musste hingegen nach sieben Spielen ohne Niederlage erstmals wieder das Feld als Verlierer verlassen. Und wie schon in der Vorwoche gegen Johannesberg (1:1) war der Schiedsrichter nicht gerade für sein Team - um es vorsichtig auszudrücken. Dennoch: Coach Michael Jäger sprach von einem verdienten Sieg und erhofft sich schon nächste Woche gegen Künzell wieder mehr Durchschlagskraft in der Offensive: „Und das ist wieder ein Endspiel. Wir haben nur noch Endspiele.“