„Das ist ein 4:0- oder 5:0-Spiel. Wir müssen die Tore machen und dürfen nie so fahrlässig die zwei Punkte herschenken“, haderte SVS-Coach Karl-Josef Müller und dachte vor allem an die Gelegenheiten von Florian Münkel, der gleich zweimal aus glänzender Position das 3:1 gegen einen formidabel aufgelegten Dogus Albayrak in Neuhofs Kasten liegen ließ. Fast im Gegenzug gab es einen Freistoß auf der rechten Außenbahn, den Marko Curic auf den vollkommen blank stehenden Leon Bräuer flankte - 2:2 (83.). Es war der zweite und gleichzeitig letzte Ball auf das Tor von Marco Motzkus. Und zwei Minuten später hätte sich Steinbach komplett um den Lohn bringen können, Schiedsrichter Sascha Bauer (Fritzlar) entschied bei einem äußerst kniffligen Zweikampf zwischen Heiko Petrasch und SVN-Stürmer Mario Martinez jedoch nicht auf Strafstoß. Allerdings war auf der Gegenseite Petr Kvaca noch zweimal der Entscheidung ganz nahe. Der Führungstreffer zum 1:0 fiel in die beste Phase des SVS: Denn schon in den Minuten zuvor hatten Kvaca (22.), zweimal Münkel (23., 24.) und Michael Wiegand (26.) das 1:0 am Fuß. Das Tor war aber auf dem sehr gut bespielbaren Grün dann hervorragend herauskombiniert: Petr Kvaca spielte einen Zuckerpass auf Julian Rohde, der zog in die Mitte, sah Sascha Schleinig, ein Neuhofer kam zuvor und grätschte das Spielgerät zu Münkel, der mit einem satten Schuss aus 16 Metern traf (28.). Das 2:0 lag noch vor dem Pausenpfiff in der Luft. Neuhof wehrte sich hingegen nur in der ersten Viertelstunde, eine echte Chance ergab sich dabei jedoch nicht. Weil nach der Pause der SVS wieder kläglich mit seinen Chancen umging, durfte Neuhof nach einer Stunde ausgleichen. Petr Kvaca vertändelte leichtsinnig den Ball, Mario Martinez spielte Curic super frei, der flankte präzise auf Radomir Vlks Kopf. Steinbach ließ sich nicht beirren und erzielte acht Minuten später die Führung, als Julian Rohdes Schuss aus spitzem Winkel ins lange Eck abgefälscht wurde. Doch das 3:1 sollte in der Folge nicht fallen, der SVS muss sich somit auch noch in Sachen Meisterschaft in Geduld üben. In Hünfeld werden die Sektkorken am kommenden Sonntag noch nicht knallen können. Beim SVS musste Alex Terentew kurzfristig passen, beim Warmmachen wollte das Knie mal wieder nicht: „Ich muss jetzt einfach schauen, was die Woche bringt“, gab der Innenverteidiger an, der vom souveränen Maximilian Brehl vertreten wurde. Eine Pause von zwei, drei Wochen wolle er ungern einlegen. Verständlich bei dem, was da schon bald kommen mag. Neuhof hingegen reiste gleich ganz ohne Niklas Heiliger und Adam Agovic an. Die beiden hatten sich nach dem Soden-Spiel spontan in den Urlaub verabschiedet und mussten ihren Dienst im A-Liga-Team verrichten. Trainer Radek Görner musste zudem beim Aufwärmen den Daumen senken, setzte sich dann zwar auf die Bank, wechselte sich allerdings nicht mehr ein. Steinbach: Motzkus - Petrasch, Brehl, Trabert, F. Wiegand - Paliatka, M. Wiegand - Schleinig (75. van Leeuwen), Rohde, Kvaca - Münkel. Neuhof: Albayrak - Vlk, Bräuer, Kartelo, Pavel Konecny - Moravcik, Petr Konecny, Manns (78. Langner) - Martinez, Skugor (71. Dietz), Curic. Schiedsrichter: Sascha Bauer (Fritzlar). Zuschauer: 200. Tore: 1:0 Florian Münkel (28.), 1:1 Radomir Vlk (59.), 2:1 Julian Rohde (66.), 2:2 Leon Bräuer (83.). / jg
| SV Steinbach - SV Neuhof | |
| Liga: | Verbandsliga Nord |
| Anstoss: | So - 24.04. 15:00 Uhr |
| Spieltag: | 29. Spieltag |
| Ergebnis: | 2 : 2 |
| Zuschauer: | 200 |
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