So lief die bisherige Runde:
"Mit dem Tabellenplatz können wir leben, aber es hätten durchaus drei, vier Punkte mehr sein können, so das Fazit von Alsbachs Trainer Sascha Huy zum bisherigen Saisonverlauf, nachdem derzeit der zehnte Rang mit 23 Zählern und somit ein Nichtabstiegsplatz zu Buche steht. Doch in der schon gewohnt engen Verbandsliga Süd, in der wieder mehr als die Hälfte der Mannschaften um den Klassenerhalt kämpfen, beträgt der Vorsprung auf die Abstiegszone nur einen Zähler. Gerade in der Offensive drückt bei den Alsbachern der Schuh. Mit erst 25 geschossenen Toren stellt der FCA gemeinsam mit der TS Ober-Roden den zweitschwächsten Angriff der Liga. Dafür bekommt die Huy-Elf verhältnismäßig wenig Gegentore. "Wir wollten auf A-Jugendliche setzen und haben uns am Anfang schwer getan", so Huy, dem in der Winterpause sein Co-Trainer und bester Torschütze Philipp Ehmig weggebrochen ist. Ehmig hat sich Seeheim-Jugenheim angeschlossen. "Er kam schon im August auf uns zu, dass er kürzertreten wolle. Darauf haben wir uns schweren Herzens geeinigt", so Huy, der anmerkt, dass "wir nicht aktiv auf der Suche nach Ersatz sind. Wenn uns jemand zuläuft, müssen wir aber schauen, ob es möglich ist."
So haben die Neuzugänge eingeschlagen:
Vor allem mit den A-Jugendspielern ist der Coach größtenteils zufrieden. So kamen die beiden Engelhardts Tim und Simon in mehr als der Hälfte der Spiele zum Einsatz und liegen so im Soll. Zudem stand Johannes Wolff, der aus der Nachwuchsabteilung von Darmstadt 98 zum FCA gewechselt ist, in allen bisherigen Spielen auf dem Platz. "Er hat sehr gut eingeschlagen und die Erwartungen sogar übertroffen." Ferhat Türkyilmaz von Viktoria Griesheim kam erst später hinzu und hat so weite Teile der Vorbereitung verpasst. Dennoch ist Huy mit dessen Entwicklung zufrieden. In seinen neun Einsätzen konnte der Neuzugang auch "ein wichtiges Tor" erzielen und für den Ausgleich gegen Rot-Weiß Darmstadt sorgen. "Er ist sehr trainingsfleißig. Ihn zähle ich auch zu den positiven Erscheinungen." Burak Özbak, der ebenfalls aus Griesheim kam und Marcel Spengler haben den Verein hingegen im Laufe der Vorrunde bereits wieder verlassen. Vor allem von Özbak zeigte sich Huy "enttäuscht. Da hatten wir uns mehr erhofft. Er ist dann einfach nicht mehr gekommen und keiner weiß, was mit ihm ist."
In Erinnerung bleibt:
Für den Coach ist in Erinnerung geblieben, dass "die bisherige Saison in Phasen aufgeteilt war. Am Anfang haben wir uns sehr schwer getan. Ab Ende September und im Oktober hatten wir eine gute Phase." Von den Spielen her erinnert sich Huy vor allem an das Derby gegen den FC Bensheim (1:2) und das Spiel in Nidda (0:3). "Da wären Punkte möglich gewesen." Auffällig ist, dass die meisten Spiele mit Beteiligung der Alsbacher eng zugehen. Einzig bei der 0:5-Pleite gegen Spitzenreiter Bad Vilbel geriet die Huy-Elf unter die Räder.
Ausblick:
"Es geht für uns wie im Vorjahr nur um den Klassenerhalt. Da hatten wir 45 Punkte. Da wir, wie jeder die drei Punkte aus dem Rot-Weiss-Frankfurt-Spiel bekommen, ist die Rechnung einfach. Wir brauchen aus den zwölf Spielen noch 19 Punkte", macht der Trainer deutlich. "Eine schwere, aber machbare Aufgaben. In der Verbandsliga sind zehn, elf Mannschaften auf Augenhöhe. Da ist die Tagesform ausschlaggebend." Sollte der FCA in der Defensive weiter gut stehen und in der Offensive eine Schippe drauflegen können, ist der Klassenerhalt aber wieder ein realistisches Ziel. Dafür benötigt Huy aber einen Cengiz Gencer, der mehrere Spiele aufgrund einer Sperre verpasst hat und Marcel Daniel, der erst zwei Tore beisteuern konnte, in Topform. "Wir werden Gencer und Daniel in der Rückrunde brauchen", sagt der Coach.