Hünfelder SV - SC Willingen (Sonntag, 15 Uhr).
Dominik Weber ist aktuell ein wenig säuerlich, dem HSV-Trainer passt die Trainingsbeteiligung nicht – und das ausgerechnet vor dem ersten Spitzenspiel auf der heimischen Rhönkampfbahn: „Ich muss da mal ins gleiche Horn wie ‚Kalle‘ Müller (Trainer SV Steinbach, Anm. d. Red.) und Rolf Gollin (Trainer RSV Petersberg) blasen. Beide haben sich schon über die Trainingsbeteiligung beschwert und auch bei uns fehlen aus den verschiedensten Gründen immer wieder Spieler“, sagt Weber, der deshalb eine Einheit auf Samstagnachmittag angesetzt hat: „Ich passe mich als Trainer den Spielern an und werde Samstag um halb vier noch mal trainieren. Die Bundesliga-Konferenz ist ja immer großes Thema bei den Spielern, da werden sie Zeit haben.“ Außergewöhnliche Maßnahmen also vor einem Spiel, das Weber als „echtes Spitzenspiel“ bezeichnet: „Rechnet man die Punkte von Willingen aus den ausstehenden Partien positiv dazu, steht die Mannschaft vor uns.“ Die Gründe scheint der HSV-Coach zu kennen: Einerseits habe Willingen mit Jan-Hendrik Vogel einen „super Zehner“ dazubekommen, andererseits könne das Team aus dem Vollen schöpfen, gerade vor den Ullbrichs, Butterwecks und Christoph Keindl warnt der HSV-Coach. Kontakt zu Willingens Trainer Uwe Schäfer unterhält Weber ohnehin, beide machten gemeinsam die B-Lizenz. Neben den Langzeitverletzten wird dem HSV Christoph Neidhardt nicht zur Verfügung stehen, ansonsten ist der komplette Kader fit – und der soll unter allen Umständen einen Sieg einfahren: „Zuhause haben wir schon einige Punkte gegen Teams aus dem hinteren Tabellenbereich verloren. Jetzt im ersten Spitzenspiel vor heimischem Publikum wollen wir unbedingt gewinnen und unsere Leistung auf den Platz bringen.“
RSV Petersberg - TSV Rothwesten (Sonntag, 15 Uhr).
Sechs von neun möglichen Punkten holte der RSV unter Rolf Gollin und hat somit mehr als nur Anschluss zu den Nichtabstiegsrängen. Für Gollin ist nach dem hochverdienten Sieg bei Bosporus Kassel (3:1) nun vor allem eines entscheidend: "Wir wollen die Leichtigkeit behalten und uns jetzt nicht den Druck machen, dass wir Rothwesten gewinnen müssen." Nach den beiden vergangenen Heimklatschen (0:8 gegen Eintracht Baunatal und 0:5 gegen Eschwege) gelte es dennoch Wiedergutmachung zu betreiben: "Das dürfen wir allerdings nicht an einem Ergebnis festmachen. Jedes Spiel ist eine Riesenaufgabe für uns. Fehler werden verziehen, nicht verzeihen werde ich aber, wenn wir uns hängenlassen." Ergo: 90 Minuten alles reinfeuern, um nachher zuschauen, ob es dafür Punkte gibt. Verfolgte Petersberg bei Bosporus eine klare Strategie, nämlich hohes Angriffspressing, will sich Gollin vor dem Rothwesten-Spiel noch nicht in die Karten schauen lassen: "Das Spiele sind nicht vergleichbar, gerade weil wir in Kassel auf Kunstrasen gespielt haben. Und letztlich lebt alles vom Überraschungsmoment", sagt Gollin schmunzelnd, der die vergangene Trainingswoche über die Maßen lobt und einen unveränderten Kader zur Verfügung hat.
KSV Hessen Kassel II - TSV Lehnerz II (Sonntag, 15 Uhr).
Fünfmal blieb Lehnerz II ohne Sieg, bis am vergangenen Sonntag CSC 03 Kassel mit 2:0 besiegt werden konnte. Paul Hohmann war dafür durch ein Tor und eine Vorlage mitentscheidend und weiß, warum das Team solange auf ein Erfolgserlebnis warten musste: "Wir sind einfach darauf angewiesen, was in der Hessenliga-Mannschaft passiert. Deswegen haben wir uns auch nach den Niederlagen nicht so einen Kopf gemacht, wir wussten, dass wir wieder gewinnen würden." Die personelle Lage hat sich schlichtweg entspannt. Und auch deswegen fährt das Team nun mit breiter Brust gen Kellerkind Kassel: "Wenn wir unsere Leistung wie in den vergangenen zwei Partien abrufen, dann werden wir da auch gewinnen", sagt Hohmann mit jeder Menge Überzeugung.