Rot-Weiß Darmstadt – TS Ober-Roden (Sonntag, 14.30 Uhr)
Während bei der 0:2-Hinspielniederlage noch Daniel Nister Trainer bei den Ober-Rodenern war, wird beim Rückspiel in Darmstadt Interimstrainer Zivojin Juskic auf der Trainerbank Platz nehmen. Für die TSO geht es darum vor der Winterpause noch einige Punkte zu sammeln, um aus dem Tabellenkeller der Liga zu kommen. Nach dem 2:0-Sieg gegen Wald-Michelbach folgten nämlich zwei Niederlage und ein Unentschieden seitdem Juskic die Rödermarker coacht. "Die letzten Auftritte der Mannschaft machen uns Mut, denn wir haben uns deutlich mehr Chancen erarbeitet. Nun müssen wir sie nur noch rein machen um zu gewinnen", erkennt der Interimscoach die Fortschritte und weiß, woran noch gearbeitet werden muss. Das einzige Manko sind derzeit die individuellen Fehler, die zu den Gegentoren führen, fügt Juskic hinzu: "Das müssen wir abstellen." Bereits in Darmstadt soll das der Fall sein, um mit etwas Zählbarem die Heimreise antreten zu können. Dass dies aber keine leichte Aufgabe werden dürfte, zeigen die vergangenen Partien der Rot-Weißen. Nach der jüngsten 1:6-Niederlage gegen Türk Gücü Friedberg folgte ein 5:2-Sieg gegen die zweite Mannschaft von Rot-Weiss Frankfurt. Mit 39 Treffern stellen die Darmstädter gemeinsam mit Bad Vilbel zwar die drittbeste Offensive der Liga, 35 Gegentore führen aber auch dazu, dass die Lohrer-Elf aktuell auf dem zehnten Tabellenplatz stehen. "Sie haben sich das bestimmt anders vorgestellt, weil sie von Anfang um den Aufstieg an oben mitspielen wollten, nun stehen sie aber im Mittelfeld und wollen gegen uns gewinnen", so Ober-Rodens Trainer, der zusätzlich lobende Worte für den Gegner findet: "Darmstadt hat eine gute Truppe, mit vielen Spielern, die eine individuelle Klasse haben und auch schon in höheren Ligen gespielt haben. Ihre Stärke ist die Schnelligkeit über die Außenbahn. Da müssen wir aufpassen." Allerdings hat die TSO auch Schwächen des Gegners ausmachen können, die Juskic aber im Vorfeld nicht nennen wollte: "Wir müssen versuchen sie zu unseren Gunsten zu nutzen." Für diese Aufgabe stehen dem Trainerteam Feta Suljic und Michel Klinger nach ihren Verletzungen wieder zur Verfügung. Hinter Cengiz Veisoglu, Tim Schöppner und Thomas Barowski hingegen steht noch ein Fragezeichen. (se)
TSV Vatanspor Bad Homburg – Viktoria Nidda (Sonntag, 14.30 Uhr)
Es bleibt dabei: Der TSV Vatanspor Bad Homburg kennt nur die Ergebnisse 2:1 oder 2:0, und das in regelmäßigem Wechsel für oder gegen die Loutchan-Elf seit sieben Spielen. Eine Erklärung dafür hat Vatanspors Sportmanager Hüseyin Güven: "In der Abwehr stehen wir gut und im Sturm haben wir so unsere Probleme", und bezüglich des Aufsteigers: "Nidda hat eine sehr gute Mannschaft. Sie stehen gut und sind besonders im Umschaltspiel gefährlich. Mit seinem Zuschauerpotenzial und dem gesamten Verein ist Nidda eine Bereicherung für die Klasse." Dass die Partie auf dem Kunstrasen stattfinden wird, sieht Güven als Vorteil für seine Mannschaft: "Dort haben wir immer wieder unsere Punkte geholt. Und mit den drei Heimspielen vor der Winterpause haben wir die Möglichkeit, zum Ende des Jahres gut dazustehen." Einen neuen Versuch, auf fremdem Geläuf den ersten Sieg einzufahren, macht Viktoria Nidda. Der Aufsteiger, der für seine massive Heimstärke bekannt ist, braucht sich mit dem derzeitigen vierten Tabellenplatz jedenfalls auf keinen Fall zu verstecken: "Wir werden alles daran setzen, etwas mitzunehmen. Außer Jannik Jung, bei dem feststeht, dass er ausfallen wird, müssen wir noch das heutige Abschlusstraining abwarten. Wir haben ein paar gesundheitlich angeschlagene Spieler mit Grippe, aber auch in aller Regelmäßigkeit mit muskulären Problemen", sagt Niddas Coach Carsten Weber, und weiter: "Wir wussten vor der Saison schon, dass wir jede Woche immer wieder auf Anschlag und an unser Limit gehen müssen." (cw)
SC 1960 Hanau – Viktoria Urberach (Sonntag, 14.30 Uhr)
Von einer Trendumkehr kann auf keinen Fall die Rede sein, auch wenn die Hanauer ihr letztes Heimspiel verloren und zuletzt beim Tabellenletzten SG Bruchköbel nur einen Punkt mitnehmen konnten: "Nach den sieben erfolgreich gestalteten Spielen waren wir mit unseren Kräften am Limit. Gegen Wald-Michelbach waren es auf jeden Fall aber drei verlorene Punkte für uns. Anders in Bruchköbel, die im Derby alles in die Waagschale geworfen haben. Wenn die wie gegen uns so weiter spielen, dann bleiben die auf jeden Fall in der Klasse", schaute Hanaus Pressesprecher Okan Sari in den Rückspiegel. Jetzt im zweiten Vergleich gegen Urberach kann es für Sari keine Alibis geben: "Dort haben wir mit 4:2 gewonnen. Auch wenn der ein oder andere ausfällt, gibt es keine Ausreden. Die Jüngeren müssen wieder beweisen, warum sie spielen, und bei den erfahrenen Spielern muss der ein oder andere zehn Prozent drauflegen. Urberach will mit aller Macht da unten raus, und wir wissen, dass das kein Selbstläufer wird." Viktoria Urberach tritt am Sonntag zu seinem dritten von vier Auswärtsspielen in Folge an. Bis dato steht für den Hessenliga-Absteiger die Maximalausbeute von sechs Punkten zu Buche: "Das wäre klar in unserem Sinn, wenn das so weitergeht. Wir haben ja erst vor ein paar Wochen gegen Haunau gespielt. Die sind insbesondere in der Offensive sehr gut aufgestellt, wuchtig und spielstark. Wir wissen noch nicht, ob es gut oder schlecht für uns ist, dass sie in Bruchköbel einen Dämpfer erhalten haben. Wir müssen eben deren Schwachstellen ausmachen", orakelt Urberachs Marco Saul. Dem Co-Trainer wäre schon lieb, wenn "wir in der Tabelle mit unseren zwei Spielen Rückstand weiter nach oben klettern, die Tabelle eng halten und zum Schluss über dem Strich stehen." (cw)
FC Alsbach – Hanauer FC (Sonntag, 14.30 Uhr)
Während die Offensive der Alsbacher durch verletzungsbedingte Ausfälle geschwächt ist, sah auch die Defensive in den vergangenen beiden Partien nicht gut aus, als der FCA zwei Niederlage hinnehmen musste. Nach einem knappen 0:1 gegen Viktoria Urberach folgte eine deutliche 0:5-Pleite beim Tabellenführer aus Bad Vilbel. "Solche Fehler, wie wir sie gegen Bad Vilbel gemacht haben, dürfen uns gegen Hanau nicht wieder unterlaufen, zumal sie mit Christian Fischer und Kahrmann Damar zwei starke Offensivspieler haben. Vor denen müssen wir auf der Hut sein", betont Alsbachs Pressesprecher Andreas Rothermel vor dem Heimspiel gegen den Aufsteiger. Hoffnungen, dass nun wieder etwas Zählbares in Alsbach behalten werden kann, macht sich Rothermel aufgrund des 2:2-Unentschiedens im Hinspiel. Allerdings erzielten Philipp Ehmig und Marcel Daniel die beiden Treffer für die Alsbacher in Hanau. Beide werden nun verletzungsbedingt ausfallen. Während Daniel eine Grippe auskuriert, muss Ehmig aufgrund seiner Knieprobleme zum MRT. Auch Marcus Manga Mbou (Fußprellung) und Deniz Özkaya (Adduktorenprobleme) werden Trainer Sascha Huy nicht zur Verfügung stehen. Dafür kehrt Cengiz Gencer nach seiner Sperre in den Kader zurück, was beim FCA Hoffnungen macht, nicht erneut als Verlierer vom Platz zu gehen. "Wir wollen die Punkte in Alsbach behalten und gewinnen, das wird aber schwer genug und wir werden mit Vorsicht an die Sache gehen. Sollte es uns aber gelingen sowohl dieses Heimspiel als auch das nächste gegen Wald-Michelbach zu gewinnen, hätten wir den Anschluss wieder hergestellt", äußert sich Alsbachs Pressesprecher auch im Hinblick auf die Tabellensituation. Mit 17 Punkten stehen die Bergsträßer nämlich derzeit auf dem 14 Tabellenplatz, es fehlen allerdings auch nur zwei Zähler zum rettenden Ufer. Für den Hanauer FC hingegen sieht es bedeutend besser aus. Die zweitbeste Offensive der gesamten Verbandsliga Süd belegt aktuell Rang drei und hat nur fünf Punkte Rückstand auf den Tabellenzweiten aus Friedberg. Sollte Türk Gücü patzen und die Hanauer gewinnen, könnten die Mannschaften an der Tabellenspitze bis zur Winterpause noch einmal enger zusammen rücken. (se)
Türk Gücü Friedberg – SG Bruchköbel (Sonntag, 14.30 Uhr)
19 Punkte aus den letzten sieben Spielen lassen keinen Zweifel daran aufkommen, dass sich die Friedberger spielerisch gefunden haben. Vier Punkte trennen die Burgstädter vom Tabellenführer FV Bad Vilbel, der spielfrei ist. Gegen den Tabellenletzten aus Bruchköbel sollten die Verhältnisse klar sein: "Natürlich wollen wir sehr gerne an die gezeigten Leistungen anknüpfen. Es wird trotzdem ein sehr schweres Spiel für uns werden. Bruchköbel setzt das um, was deren Trainer vorgibt, und zwar bis zum Schluss zu kämpfen. Das hat man letzte Woche gesehen, als sie erst in der Nachspielzeit den Ausgleich bekommen haben", nimmt Türk Gücü Friedbergs Co-Trainer Gültekin Cagritekin die Partie nicht auf die leichte Schulter. Noch offen bleiben die Einsätze von Fnan Tewelde, der sich mit muskulären Problemen herumschlägt und Selim Aljusevic, den ein Infekt plagt. Nach zehn Niederlagen in Folge konnte die SG Bruchköbel mit dem 1:1 gegen den SC 1960 Hanau endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern. So wie es der noch amtierende Übungsleiter Carsten Keller immer wieder predigt, sind die technischen Mittel grundsätzlich da, werden aber nicht ausreichend genug umgesetzt. Vielleicht hat der SG das Unentschieden zuletzt doch so viel Rückenwind und Selbstvertrauen gegebn, dass eventuell mit sehr viel Glück doch mehr als eine deutliche Niederlage drin ist. (cw)
Germania Ober-Roden – Rot-Weiss Frankfurt II (Sonntag, 14.30 Uhr)
Nach dem 2:1-Sieg im Derby bei der TS Ober-Roden will die Germania diesen Erfolg im Heimspiel gegen die Zweivertretung von Rot-Weiss Frankfurt bestätigen. Zumal die Ober-Rodener vor heimischem Publikum bislang noch keinen Sieg einfahren konnten, dies aber bis zum Winter ebenfalls ändern wollen. "Das Ziel ist es den Abstand auf die Abstiegszone weiter auszubauen, vor allem gegen einen direkten Konkurrenten", äußert sich Ober-Rodens Teammanager Daniel Hoffstadt zur Bedeutung dieser Partie. Gleichzeitig ist Daniel Hoffstadt zuversichtlich, dass ein Sieg gegen die Frankfurter gelingen kann, zumal die Rödermarker das Hinspiel deutlich mit 7:1 für sich entscheiden konnten: "Wir sind überzeugt das Spiel mit unserem Potential gewinnen zu können. Jedoch sind wir uns bewusst, dass nichts geringeres als 100% abverlangt werden, um dieses Spiel siegreich zu gestalten." Das Hinspiel gilt dabei als Anhaltspunkt, was die taktische Ausrichtung anbelangt, allerdings will das Trainerteam den kommenden Gegner auch nicht unterschätzen. "Wir erwarten einen engagierten Auftritt Frankfurts und einen hochmotivierten Gegner, der, gemessen an der Tabelle, bis zur Winterpause eigentlich nur "Endspiele um den Klassenerhalt" austrägt", so Hoffstadt über die Roten. Ob Ober-Rodens Torjäger für diese Aufgabe wieder bereit sein wird, ist unterdessen fraglich. Auch ein Einsatz von Pascal Palacios-Hernandez ist ungewiss, nachdem er in der vergangenen Woche kurzfristig ausgefallen war. (se)
Usinger TSG – SV FC Sandzak (Sonntag, 14.30 Uhr)
Der letzte Sieg der Usinger TSG datiert vom 15. Oktober gegen die SG Bruchköbel (2:0). Aus den letzten acht Punktspielen holte die Kopp-Elf gerade einmal vier Punkte. Gegen die starke Balkan-Truppe hat der Spielertrainer das Hinspiel noch im Kopf: "Wir mussten eine 1:2-Niederlage einstecken, obwohl wir stark waren. Aber der Gegner war noch stärker. Da ging es am Ende ja noch richtig zur Sache und das spukt uns noch im Kopf. Wir müssen uns einfach mehr wehren." Für Kopp ist das Spiel gegen Wald-Michelbach beispielhaft für den komplett zurückliegenden erfolglosen Zeitraum: "Da waren wir die klar bessere Mannschaft nach vorne und haben durch einen Fehler hinten das Spiel verloren. Wir müssen aber auch mehr Geilheit zeigen, Tore zu machen. Mit Sandzak haben wir jetzt einen großen Brocken vor der Brust und keiner erwartet von uns, dass wir das Spiel gewinnen. Aber weil genau das der Fall ist, können wir am Sonntag den Bock vielleicht umstoßen." Rein theoretisch könnte der SV FC Sandzak auf Platz drei der Tabelle stehen, durch die Punktabzüge trennen den Aufsteiger aber nur zwei Zähler von einem Nichtabstiegsplatz. Wichtig war es Sandzaks Coach Alexandar Pajic vor dem Spiel in Nidda, das 3:6 verlorenging, dass seine Spieler gut spielen und gesund bleiben würden: "Gesund blieben sie, gut gespielt haben wir auch, aber wir haben unsere Gegentore aus Kontern gefangen. Da müssen wir viel konzentrierter arbeiten." Vor dem Spiel jetzt in Usingen ist Pajic gewarnt: "Sie sind ein sehr unangenehmer Gegner und ich schätze sie schon seit Jahren. Außerdem haben wir das Hinspiel gewonnen, so dass es noch mehr an Rivalität geben wird." (cw)