"Der Abschied tut weh, weil die Mannschaft auch irgendwie mein Baby ist. Als ich meine Entscheidung kürzlich der Mannschaft verkündet habe, floss auch die eine oder andere Träne bei mir – und ich weiß gar nicht, wann ich das letzte mal geheult habe", sagt Schneider, dessen Gründe einzig und allein beruflicher Natur sind. Der Beamte des Verteidigungsministeriums bekommt die Möglichkeit, in Mannheim eine zweijährige Fortbildung zu absolvieren und ist ab sofort nur noch am Wochenende zugegen. Bis zur Sommerpause werden seine Co-Trainer Lars Rabe und Peter Waldmann die Trainingseinheiten unter der Woche leiten, am Wochenende führt er die Mannschaft. "Diese Lösung ist für zwei Monate okay. Aber als Dauerlösung haben die Jungs etwas anderes verdient. Nämlich jemanden, der hundertprozentig verfügbar ist und keine halbgare Lösung", verdeutlicht Schneider. Schneider, der lange für den SV Rotenburg spielte, übernahm die Turner 2015, führte sie schnell aus der B-Liga in die A-Klasse, etablierte sie dort und kämpft nun gar um Platz zwei mit. Auch wenn die Konkurrenz um Ober-/Untergeis und Hohe Luft noch eine Nasenlänge voraus ist. "Wir gehen jetzt jedes Spiel an, um es zu gewinnen", betont Schneider, wenngleich er klarstellt, "dass die Mannschaft überhaupt keinen Druck verspürt".