Usingen will Höhenflug gegen Rot-Weiss II fortsetzen

Verbandsliga Süd: Nidda erwartet Tabellenletzten Bruchköbel

29.09.2017

Nach der 0:6-Niederlage beim FV Bad Vilbel möchte sich Aufsteiger Viktoria Nidda in der Verbandsliga Süd gegen den Tabellenletzten SG Bruchköbel rehabilitieren. Unterdessen will der Tabellenzweite Usinger TSG den Höhenflug in der Tabelle durch einen weiteren Heimsieg gegen die Reserve von Rot-Weiss Frankfurt fortsetzen.

SC Viktoria Nidda - SG Bruchköbel (Sonntag, 15 Uhr)

Nach dem 1:0-Heimsieg gegen die Reserve von Rot-Weiss Frankfurt lobte Niddas Trainer Carsten Weber zurecht das Funktionieren seiner Elf. Was folgte, war eine 0:6-Klatsche beim Titelaspiranten Bad Vilbel: "Natürlich war die Stimmung danach gedämpft. Gegen Bruchköbel wollen wir jetzt wieder einen Sieg, aber wir wissen, dass das nicht einfach wird", sagt Niddas Mitglied des Spielausschusses Tobias Kapeller. Mit einer hohen Wahrscheinlichkeit wird Nidda den Hauptplatz am Sonntag wählen: "Unser Nebenplatz ist zu anfällig, falls es doch regnen sollte. Der Hauptplatz hat eine Drainage. Hoffentlich kommen ein paar Zuschauer und hoffentlich bleiben drei Punkte in Nidda", so Kapeller. Mit nur einem mageren Pünktchen aus acht Spielen liegt die SG Bruchköbel abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Dennoch möchte die Elf von Carsten Keller in Nidda selbstbewusst auftreten: "Auch gegen Wald-Michelbach haben wir verheißungsvoll begonnen, uns dann aber mit unzureichendem Stellungsspiel aller Chancen beraubt. Im Moment fehlt uns der Schlüssel und die Schlagfertigkeit, Gegner in Bedrängnis zu bringen. Wir bräuchten einen Denker und Lenker im Mittelfeld wie den Brunner von Wald-Michelbach", weiß Bruchköbels Medienvertreter Michael Kwasniok. Auf Nidda ist Bruchköbel jedenfalls vorbereitet: "Die sind immer für ein Tor gut und haben als Aufsteiger auch einen guten Start erwischt. Wenn wir einen Punkt mitnehmen würden, gäbe uns das Selbstvertrauen für die nächsten Brocken. Aufgeben werden uns auf jeden Fall nicht. Das hat Großkrotzenburg letztes Jahr auch nicht getan. Wir werfen die Flinte nicht ins Korn, obwohl es momentan alles andere als gut aussieht." (cw)

Usinger TSG - Rot-Weiss Frankfurt II (Sonntag, 15 Uhr)

Acht Spiele, sechs Siege, Platz zwei in der Verbandsliga Süd. Die Usinger TSG befindet sich derzeit im Höhenflug und präsentiert sich bärenstark. Am Sonntag empfängt die UTSG nun Rot-Weiss Frankfurt II. Die Reserve des Hessenligisten hat nach der 1:4-Heimniederlage gegen den SV FC Sandzak etwas gut zu machen. Doch Usingens Sportdirektor Swen Haimerl ist zuversichtlich, dass "wenn wir all die Dinge, die uns in den letzten Spielen stark gemacht haben wieder abrufen, es keine Bedenken gibt, dass wir den Dreier einfahren". Der sensationelle Start der Usinger ist unterdessen nicht nur in der Buchfinkenstadt, sondern im gesamten Hochtaunus-Kreis ein Thema. Die UTSG steht so gut da wie vor vier Jahren, als die Usinger als Vizemeister der Verbandsliga Süd an der Aufstiegsrunde zur Hessenliga teilnahmen und scheiterten. Damals war auch schon Marcel Kopp dabei, der zwischenzeitlich zum damaligen Hessenligisten Sportfreunde Seligenstadt gewechselt war und dann als Spielertrainer an die Muckenäcker zurück kam. Gegen die junge U23 der Frankfurter soll nun in aller Frische der sechste Sieg in Folge eingefahren werden. Zwar merkt Haimerl an, dass "wir nicht von einem Höhenflug sprechen wollen. Wir haben seit Saisonbeginn gute Leistungen gezeigt, bis auf das Spiel gegen Hanau 1960. Das Engagement und die Einstellung der Spieler stimmen". Dass der Gegner vom Brentanobad nicht zu unterschätzen ist, weiß der UTSG-Vertreter genau: "Wir sind gewarnt. Die haben sehr junge und talentierte Leute, die 90 Minuten lang marschieren können". Auch Spielertrainer Marcel Kopp hat erkannt: "Wir haben einen Lauf und reiten auf einer Erfolgswelle. Der Gegner wird uns aber alles abverlangen und von daher müssen wir Rot-Weiss II ernst nehmen". Die Gäste vom Rödelheimer Parkweg boten gegen Mitaufsteiger Sandzak eine engagierte Vorstellung, unterlagen aber am Ende auch aufgrund der Cleveness des Gegners deutlich. "Wir haben die Niederlage sachlich analysiert und müssen versuchen, die gemachten Fehler in der Schlussphase abzustellen. Die Heimpleite wollen wir in Usingen wettmachen", sagt Kapitän Patrick Gürser. Die nächste Aufgabe im Hintertaunus könnte allerdings kniffliger nicht sein. Wobei der gute Lauf der UTSG für Gürser nicht von ungefähr kommt: "Die kennen die Liga sehr gut und der harte Kern spielt jahrelang zusammen. Ich habe Usingen schon eine starke Runde zugetraut". Dass der Monat Oktober mit sieben Punktspielen vollbepackt ist, sieht Gürser nicht als Problem: "Das ist schon ungewöhnlich, aber wir spielen sowieso lieber, als wir trainieren". (pa)