Usinger TSG - FV Bad Vilbel (Freitag, 19.30 Uhr)
Seit die Usinger bei Türk Gücü Friedberg am 10. März mit 2:1 gewonnen haben, ist die TSG-Luft ganz schön draußen. Danach gab es nämlich nur drei Punkte aus fünf Spielen. Kein Wunder, dass dem Spielausschuss-Vorsitzenden Olaf Best nach der 4:5-Niederlage beim SC 1960 Hanau endgültig der Kragen geplatzt ist: "Manche kapieren nicht, dass ein Spiel nicht 88 Minuten, sondern 90 plus Nachspielzeit dauert. Wir hatten Angst vor der eigenen Courage. Die Defensive fängt im Sturm an und da haben wir uns den Schneid abkaufen lassen", schimpfte er fassungslos Richtung Mannschaft. Ausgerechnet jetzt gegen den Tabellenzweiten ist die Kopp-Elf unter massivem Zugzwang, um nicht schlagartig im Abstiegsstrudel zu landen. So etwas wie die laut Amir Mustafic "schlechteste Saisonleistung" bei der Heimniederlage gegen den SV FC Sandzak brauchen die Bad Vilbeler am besten gar nicht mehr im Kampf um den Aufstieg. Im Gegenteil werden sie in den Muckenäckern auf Wiedergutmachung bedacht sein: "Ich habe das Spiel analysiert und den Jungs vor Augen gehalten, was wieder besser werden muss. Das war vor allem im läuferischen und kämpferischen Bereich schlecht. Auch von hinten heraus haben wir viel zu langsam gespielt", wirkt der 43-Jährige immernoch etwas "angefressen". Das Spiel gegen die Balkan-Formation brachte den Brunnenstädtern nicht nur eine Niederlage, sondern zusätzlich drei schwer zu kompensierende Ausfälle. Kapitän Nuh Uslu fehlt gesperrt aufgrund einer Gelb-Roten Karte und Abwehrchef Jonas Grüter wird wohl mit Wasser im Knie nach einem Schlag auf Selbiges bis zum Saisonende ausfallen. Ajdin Maksumic hat einen dicken Knöchel und wird ebenfalls nicht auflaufen können.
Eintracht Wald-Michelbach - FC Viktoria Urberach (Samstag, 16 Uhr)
Mit dem Abschneiden seiner Elf ist Wald-Michelbachs Trainer Ralf Ripperger bis jetzt soweit zufrieden: "Langsam geht`s auf die Zielgerade. Wir hatten im Neuen Jahr einen ordentlichen Start, obwohl wir auf wichtige Spieler verzichten müssen. Zuletzt in Hanau haben wir mit dem Unentschieden gegen den Tabellendritten ein super Signal gesetzt. Jetzt haben wir ein total wichtiges Spiel gegen Urberach, zu dem ich positiv gestimmt bin." Dabei sollte die 1:4-Hinspielniederlage besser aus dem Eintracht-Gedächtnis gestrichen werden: "Da hatten wir einen schwarzen Tag., wo gar nichts zusammenlief. Die Einstellung ließ stark zu wünschen übrig. Grundsätzlich ist die Liga total ausgeglichen. Selbst wenn eine Mannschaft einen klaren Vorsprung hat, können Spiele immernoch hin- und herkippen", weiß Wald-Michelbachs Coach. Sein Gegenüber Trainer Lars Schmidt sieht sich nach der jüngsten Derby-Heimniederlage gezwungen, in Wald-Michelbach zu punkten: "Gegen die TS Ober-Roden haben wir viele Situationen falsch eingeschätzt. Gerade beim ersten Gegentor hätten wir den Ball vorher deutlicher klären müssen", hofft der Ex-Profi auf ein konzentrierteres Auftreten seiner Elf. Obwohl der Hessenliga-Absteiger mit 33 Punkten den ersten Abstiegsplatz einnimmt, hat der FC noch zwei Joker namens Nachholspiele.