SV Steinbach - Borussia Fulda (Samstag, 16 Uhr)
Auch schon vor dem Hinspiel stand Steinbach prima da und hätte dabei sogar ganz nahe an die Borussen ranrücken können, am Ende setzte es eine 1:5-Pleite. Angst wie das Kaninchen vor der Schlange hatten die Steinbacher freilich nicht, schließlich waren die ersten 30 Minuten richtig gut, doch danach wurde es deutlich. Tobias Becker und Alex Terentew fehlten dem SVS seinerzeit in der Zentrale, Jonas Krimmel und Fabian Wiegand gingen angeschlagen ins Spiel. Diesmal wird das anders: "Stand jetzt stehen mir alle Spieler zur Verfügung. Zwar haben ein paar noch muskuläre Probleme, das bekommt unsere Physiotherapeutin Lisa Krieg aber noch hin. Sie macht ohnehin einen super Job", freut sich SVS-Coach Kalle Müller auf einen vollen Kader. Und der soll allem voran "ein gutes Spiel machen". Setzt es dann dennoch eine Niederlage, Müller könne, wie er versichert, mit leben. Schließlich verfüge sein Gegenüber Oliver Bunzenthal über einen tollen Kader inklusive vieler Individualisten, die allesamt ein Spiel alleine entscheiden könnten. So wie Müllers Sohn Marius, der vor Wochenfrist einen Freistoß reinstreichelte. Urteilt Müller als Steinbacher Trainer, dann hätte er nichts dagegen, säße sein Junior auch am Samstag wieder auf der Bank. Doch ganz allgemein macht Müller klar: "Wir sind gut damit beraten, nicht auf Borussia Fulda zu schauen, sondern uns auf unser Spiel zu konzentrieren." Klingt nach Angriffslust. Das macht Borussia Fulda ohnehin immer, auch am Samstag: "Es ist wohl so, dass Steinbach der letzte richtig starke Gegner ist. Aber auch da fahren wir hin um zu gewinnen", verdeutlicht Borussen-Coach Oliver Bunzenthal, der jetzt "einfach so schnell wie möglich die noch notwendigen Punkte einfahren" will. Drei Siege fehlen den Borussen maximal noch, dann ist der Durchmarsch in der Tasche. Beim siebtletzten Stopp vor der Rückkehr in Hessens Beletage kann Bunzenthal auch wieder auf Sasa Dimitrijevic und somit bis auf Felix Beck auf seinen kompletten Kader zurückgreifen.
BC Sport Kassel - Hünfelder SV (Samstag, 15.30 Uhr)
Vollauf zufrieden war Dominik Weber mit dem Auftritt seiner Schützlinge gegen Melsungen (4:0) am vergangenen Samstag. Und eine ähnliche Leistung erhofft sich der HSV-Trainer auch an der Scharnhorststraße im Kassler Industriegebiet in zwei Tagen. Dann kann der nächste Schritt getan werden, um Eschwege "("Die haben eine überragende Qualität") und Steinbach ("Die haben einen überragenden Lauf") zumindest auf Distanz zu halten. "Wir wollen aber gar nicht nach anderen Mannschaften schauen, wir wollen unsere Spiele durchziehen", stellt Weber klar. Gegen Melsungen brachte Weber Niklas Wahl von Anfang an und der Youngster zahlte das Vertrauen prompt mit einem Tor zurück: "Ich habe ihm schon im Winter bei den Vertragsgesprächen gesagt, dass ich volle Kanne auf ihn baue und ihn keineswegs nur als Ergänzungsspieler plane." Durch eine Verletzung am Großzeh wurde Wahl in den letzten Monaten immer wieder zurückgeworfen - und auch am Montag musste er das Training wieder abbrechen. Aufgenommen hat es Christoph Neidhardt: "Mit ihm planen wir in dieser Saison aber gar nicht mehr. Er muss hoffentlich erst einmal wieder richtig gesund werden", erklärt Weber, der am Samstag nur auf seinen Kapitän Niclas Rehm verzichten muss.
FV Melsungen - SVA Bad Hersfeld (Samstag, 15.30 Uhr)
"Gott sei Dank ist das wieder ein Spiel auf Augenhöhe", sagt Asbach-Trainer Fabian Kallée, der mit seinem Team dank der Energieleistungen der letzten Wochen die Nordhessen mittlerweile überholt hat. Doch von Klassenerhalt will Kallée nach wie vor nichts wissen: "40 Punkte sind immer das Minimalziel. Die anderen Mannschaften können unter der Woche immer wieder punkten und näher an uns heranrücken." Allerdings sind zwölf Punkte Vorsprung eine echte Hausnummer, die man so vor Wochen nicht hätte erwarten können. Am Samstag hofft der Interimscoach bis Saisonende zudem auf einen breiteren Kader als beim 4:0-Sieg gegen Mengsberg: Alexander Ebinger soll wie Marcel Ludwig und wahrscheinlich auch Lukas Müller-Siebert zurückkehren. Dafür muss Stammkeeper Witold Sabela aufgrund einer privaten Verpflichtung von Michael Panthen ersetzt werden. Keine Rolle mehr unter Kallée wird Bekim Mustafi spielen: "Ich habe seit drei Wochen nichts von ihm gehört, er war nicht im Training. Unter mir findet er keine Berücksichtigung mehr."
KSV Hessen Kassel II - TSV Lehnerz II (Sonntag, 15 Uhr)
Der Kontakt nach oben ist bei der Hessenligareserve etwas abgerissen, die Top vier scheinen enteilt. Der Grund ist klar: Drei Spiele konnte Lehnerz II zuletzt nicht gewinnen. In Kassel wird die Aufgabe nicht unbedingt leichter, schließlich verkauften sich die Junglöwen auch bei Primus Borussia Fulda vor Wochenfrist nicht schlecht und kassierten den einzigen Treffer erst kurz vor Schluss. Im Hinspiel setzte sich Lehnerz II übrigens dank einer bockstarken Leistung nach der Pause mit 3:2 durch.