Verbandsliga: Systemfrage stellt sich Rehm nicht

Für Christoph Grösch ist die Saison gelaufen

16.04.2015

Gleich vier der fünf hiesigen Verbandsligisten dürfen am Wochenende zuhause ran. Und auch am 28. Spieltag geht es - außer für Lehnerz II - noch für alle Osthessen noch um etwas: Borussia Fulda will möglichst bald die Sektkorken knallen lasse, Hünfeld und Steinbach kämpfen noch um Platz zwei und der SVA Bad Hersfeld hat den Klassenerhalt noch nicht in der Tasche.

Borussia Fulda - KSV Hessen Kassel II (Sonntag, 16 Uhr)

"Das Wochenende zuvor war durch den Sieg gegen Eschwege schon richtig gut und jetzt hat auch wieder alles gepasst", konstatiert Daniel Freidhof bei nun mehr sieben Siegen in Serie und zehn Punkten Vorsprung. Denn nicht nur das eigene Spiel in Sand konnte gewonnen werden, tags zuvor patzte auch der ärgste Verfolger aus Hünfeld. Der Frage, wann es denn nun soweit sei mit der Meisterschaft sei, weicht Borussias Co-Trainer aber nach wie vor aus: "Wir wollen jedes Spiel gewinnen", sagt er. Zweifel wird aber auch er keine großen mehr haben, auch wenn er gegen Hessen Kassel II eine "ganz konzentrierte Leistung" einfordert, schließlich habe Kassel den Borussen bereits im Hinspiel alles abverlangt, außerdem seien die Spiele gegen Hessen Kassel immer schwer.

Hünfelder SV - Melsunger FV (Samstag, 15.30 Uhr)

"Fünf Minuten habe ich gebraucht, aber dann ging es wieder richtig gut", erklärte Johannes Helmke seinen ersten Startelfeinsatz in Asbach nach einer gefühlten Ewigkeit. Dabei durfte der Innenverteidiger gleich die Kapitänsbinde tragen, weil Niclas Rehm zunächst nur auf der Bank saß, geschuldet einem kleinen Eingriff zehn Tage zuvor. So richtig ist der Außenstürmer aber nach seinem komplizierten Armbruch noch nicht wieder in der Spur: "Und ich weiß auch nicht, ob ich noch mal an das Leistungsniveau herankommen werde. Ich spüre die Verletzung nach wie vor", erklärt Rehm, der gegen Melsungen unbedingt einen Dreier will. Mit welchem System spielt für ihn dabei eine untergeordnete Rolle: "Das entscheidet erstens der Trainer und zweitens ist es gegnerabhängig." Gegen Asbach machte Coach Dominik Weber nach 25 recht biederen Minuten seines Teams aus dem 4-4-2 ein 4-2-3-1. "Im 4-2-3-1 greifen die Automatismen vielleicht etwas besser, aber auch im 4-4-2 haben wir schon sehr gute Spiele gemacht", ist Rehm herzlich egal, in welcher Formation es gegen Melsungen geht.

TSV Lehnerz II - SSV Sand (Sonntag, 15 Uhr)

Die schlechte Nachricht vorneweg: Christoph Grösch wird in dieser Saison nicht mehr für Lehnerz auflaufen. Nach seiner Hand-OP und zusätzlichen Leistenproblemen, wird es vor Sommer nichts mehr mit dem Keeper. "Für den Jungen ist das natürlich schade. Wir hatten aber ohnehin erst in der neuen Saison wieder mit ihm geplant", sagt Reserve-Coach Marco Lohsse, der neben den Langzeitverletzten auch noch auf die rotgesperrten Osman Özlük und Franz Faulstich verzichten muss. Und auf Patrick Broschke, der zuletzt mit dem RSV Petersberg in Verbindung gebracht wurde: "Ich würde Patrick natürlich unglaublich gerne behalten. Es geht da noch um Kleinigkeiten, die aber die Sportliche Leitung klären muss. Ich hoffe, dass er bleibt", erklärt Lohsse, der in Sand einen ganz starken Gegner erwartet: "Schließlich spielen die schon seit Jahren in der Spitzengruppe der Verbandsliga mit."

SVA Bad Hersfeld - TSV Mengsberg (Samstag, 17 Uhr)

Beim SVA gab es selbst gegen Hünfeld keinen Dämpfer. Auch wenn der Ausgleich erst in letzter Minute kassiert wurde, versuchte Coach Fabian Kallée gleich wieder die positiven Dinge hervorzuheben. Jetzt kommt mit Mengsberg ein Team, das mehr als nur machbar für den SVA sein dürfte. Bleiben die Asbacher auch im vierten Spiel unter Kallée ungeschlagen, der Klassenerhalt rückt in immer greifbarere Nähe.

TSV Rothwesten - SV Steinbach (Sonntag, 15 Uhr)

Durch den verdienten Sieg am Mittwoch in Willingen (2:1) ist der SVS wieder dran an Eschwege und Hünfeld. Dass das so bleibt, müssen die Hausaufgaben in Rothwesten erledigt werden. Denkt man an das Hinspiel zurück, sollte es ein Spaziergang werden: Beim grandiosen 6:0-Sieg zeigte der SV Steinbach wohl die beste Saisonleistung. Doch Rothwesten gehört keinesfalls zu den Kellerkindern, steht auf Rang neun im oft so schweren zweiten Jahr nach dem Aufstieg hervorragend da und wird nach der Klatsche im Hinspiel mit jeder Menge Wut im Bauch auflaufen.