VfB hofft auf frühzeitigen Klassenerhalt

Gruppenliga Frankfurt West: Auch ein Gehörloser im Kader

13.07.2017

Für den VfB Friedberg geht es in die zweite Saison in der Gruppenliga Frankfurt West. Neben einem veränderten und personell verstärkten Kader hat der Verein auch einen neuen Trainer. Gemeinsam mit Andreas Pelka will der Verein frühzeitig den Klassenerhalt schaffen. Dem Nachfolger von Jürgen Ohl wird in der kommenden Saison 2017/18 auch ein gehörloser Spieler im Kader zur Verfügung stehen.

Der VfB Friedberg hat sich, wie andere Vereine auch, personell für die kommende Saison verstärkt. Ein Spieler, der bereits in der vergangenen Saison zwei Partien für die Friedberger absolviert hat, fällt dabei besonders ins Auge. Mats Krämer wird zukünftig nicht nur das Trikot des VfB tragen, seit Jahren ist er schon fester Bestandteil der deutschen Nationalmannschaft der Gehörlosen. "Er hat natürlich ein ganz anderes Spielverständnis als seine Mitspieler", sagte Carsten Lesiak zu dieser außergewöhnlichen Personalie. Der Spielausschussvorsitzende des VfB konnte neben Krämer auch noch weitere Neuzugänge vermelden. Vom West-Gruppenliga Absteiger Olympia Fauerbach wechseln gleich zwei Spieler nach Friedberg. Lennart Retzloff soll die Defensive des VfB verstärken, während Lars Pohl den Konkurrenzkampf im Angriff beleben soll. Ebenfalls für Abwehr wurde Refik Memovic geholt, der zuvor in der U19 des FV Bad Vilbels spielte und nun darauf hofft, in der Gruppenliga Frankfurt Ost zum Einsatz zu kommen. Zudem verstärken Dominique Ware (FSV Dorheim) und Torwart Christopher Jakobs das Team der Friedberger. Dem steht mit Timo Dechert (Ziel unbekannt) lediglich ein Abgang gegenüber, weshalb Lesiak von einem stärkeren Kader als in der vergangenen Spielzeit spricht. Doch nicht nur Teile der Mannschaft sind neu, auch an der Seitenlinie hat es eine Veränderung gegeben. Andreas Pelka tritt die Nachfolge von Jürgen Ohl an und hat nun während der Vorbereitung Zeit, die Mannschaft kennen zu lernen. "Zwischen dem Trainer und der Mannschaft läuft es schon gut. Andreas Pelka macht außerdem einen guten Eindruck und bringt viel Ahnung mit", äußerte sich Friedbergs Spielausschussvorsitzender zufrieden.

VfB will nicht nur "Bolztruppe" sein

Mit dem veränderten Kader und einem neuen Trainer hofft der VfB darauf sich frühzeitig den Klassenerhalt sichern zu können. Als Aufsteiger der vergangenen Saison wurden die Friederberger am Ende Sechster. Doch der Spielausschussvorsitzende glaubt, dass die zweite Saison nun bedeutend schwieriger wird. "Die anderen Mannschaften kennen uns nun und können sich auf uns einstellen. Das war in der vergangenen Runde noch nicht so, wodurch wir den ein oder anderen Punkt mehr geholt haben", sagte Lesiak rückblickend und fügte hinzu: "Wir wollen nicht nur eine Bolztruppe sein, sondern auch spielerisch Akzente setzen." Zum Auftakt haben die Friedberger "eine harte Nummer" vor sich, wie es Lesiak formulierte. Beim Aufsteiger, dem SKV Beienheim, gastiert der VfB am ersten Spieltag (05.08., 17 Uhr). Daraufhin folgt das Heimspiel gegen Neu-Anspach und eine Woche später geht es nach Frankfurt-Bornheim zu den Grün-Weißen. "Fünf Punkte zum Start wären schön. Aber das Programm ist nicht ohne und hinzu kommt noch, dass am Anfang noch einige Spieler im Urlaub sind", äußerte sich Friedbergs Spielausschussvorsitzende zum Saisonstart 2017/18. Sowohl Neu-Anspach als auch Bornheim zählen die Vereinsverantwortlichen, neben Dorteilweil und Seckbach, zu den Aufstiegsfavoriten.