SV Buchonia Flieden - SV Neuhof (Sonntag, 18 Uhr).
"Neuhof wird alles dafür tun, uns in der Liga zu halten", ist sich Meik Voll vor dem erwartet heißen Derby sicher und versucht genau diesen Derbyaspekt auszublenden, "auch wenn unsere Mannschaft ausschließlich aus Einheimischen und Spielern der Region besteht und das Derby sicherlich eher annehmen könnte". Der Buchonen-Coach will sich allerdings ausschließlich mit den Stärken und Schwächen des Gegners beschäftigen und den Fokus rein auf das Sportliche legen: "Dreh- und Angelpunkt ist sicherlich Spielertrainer Radek Görner. Wenn wir ihn ausschalten, ist das sicherlich die halbe Miete", glaubt Voll, der nicht rechnen will, allerdings weiß: "Wir müssen darauf vorbereitet sein, alle Spiele gewinnen zu müssen, wenn's für die Meisterschaft reichen sollte." Wovon Voll schon mal nicht ausgeht, ist eine überragende Kulisse: "Im Hinspiel waren vielleicht 200 da und davon die allermeisten aus Flieden. Neuhof wird nichts mitbringen, da dürfen wir keinerlei Erwartungshaltungen haben. Aber trotzdem müssen wir uns auf einen ganz heißen Tanz einstellen." Personell sieht es bei Flieden nicht unbedingt besser aus: Tobias Bartel hat endlich seine Diagnose bekommen und wird aufgrund eines alten Haarrisses in der Hüftpfanne bis Saisonende ausfallen, Christian Kreß musste mit insgesamt elf Stichen genäht werden und fällt zumindest für das Neuhof-Spiel weg.
TSV Rothwesten - RSV Petersberg (Sonntag, 15 Uhr).
"Die Leichtigkeit des Seins" fehlte dem RSV beim 3:1-Sieg gegen Schlusslicht Bosporus Kassel, das soll beim nächsten Kellerduell in Rothwesten anders sein: "Das Gute ist, du musst diesmal keine Versagensängste haben, du kannst wieder die Leichtigkeit mitnehmen, das gute Gefühl", sagt RSV-Coach Rolf Gollin, weiß allerdings gleichzeitig: "Wir haben die wenigsten Spiele, deswegen müssen wir versuchen, zuerst über die Ziellinie zu gehen." Dafür seien die drei Punkte gegen Bosporus Gold wert gewesen, gelingt auch beim TSV ein Sieg, wäre der Klassenerhalt selbst bei fünf Absteigern greifbar. Nicht besser wird die personelle Situation: Julian Wehner oder Boris Aschenbrücker stellen sich trotz Verletzungen zur Verfügung. Der nächste Angeschlagene heißt Daniel Nüchter: "Daniel musste in den vergangenen Wochen viel eingesteckt, aber auch gut ausgeteilt. Jetzt hat es ihn an den Rippen erwischt. Aber im Abstiegskampf brauchst du Zweikämpfe und da gibt's eben auch zwangsläufig Wehwechen", verdeutlicht Gollin, der vor der Leistungsbereitschaft seiner Mannen immer wieder den Hut ziehen muss und teilweise sogar eher auf die Bremse tritt. Und genau das unterscheidet den RSV von dem einen oder anderen Konkurrenten im Klassenkampf.
TSV Lehnerz II - KSV Hessen Kassel II (Sonntag, 15 Uhr).
Beim CSC 03 vergab der TSV Lehnerz II gefühlt den fünften Matchball für den sicheren Klassenerhalt, einen Vorwurf will Sedat Gören seinen Mannen deswegen nicht machen: „Es gibt überhaupt nichts Negatives zu sagen. Wir haben selbst in Unterzahl offensiv gespielt und hätten einige Tore machen müssen, aber wir leider die Kiste nicht und stehen deswegen wieder mit leeren Händen da.“ Deswegen gelte es gegen die Regionalliga-Reserve eine bessere Chancenverwertung an den Tag zu legen, um danach endlich auf der sicheren Seite zu sein: „Und mit einem Sieg würden wir ja auch Petersberg helfen. Wir wollen die Klasse halten, Petersberg soll das aber auch schaffen, dann haben wir weiterhin ein Derby vor der Haustür.“ Fehlen wird der gesperrte Patrick Lesser.
SC Willingen - Hünfelder SV (Sonntag, 15 Uhr).
"Wir wollen hinter Sand und Flieden wenigstens Platz drei erreichen und deswegen in Willingen etwas mitnehmen", verdeutlicht HSV-Trainer Dominik Weber, der allerdings schon wieder mit Personalproblemen zu kämpfen hat - denn nun sind auch noch Sebastian Schuch und Kevin Krieger fraglich. "Da die zweite Mannschaft ja auch am Freitag spielt, ist alles ein bisschen schwierig. Wir müssen sehen, wie wir es machen, das ist wieder ein kleiner Drahtseilakt." Wie sein Team zu Zählbarem kommen soll, ist Weber allerdings klar: "Wir müssen von der ersten Sekunde an hellwach sein und dürfen nicht die Anfangsphase verschlafen. Darauf muss bei einer so langen Fahrt ein großes Augenmerk gerichtet sein." Schließlich sei die extrem disziplinierte Willinger Mannschaft dafür bekannt, eine Führung auch über die Bühne bringen zu können.