Vom Leihspieler zum unverzichtbaren Leistungsträger

Lehnerzer Jan-Niklas Jordan sammelte vor zwei Jahren noch Spielpraxis in Flieden

27.03.2018

Zwei Jahre ist es her, da war Jan-Niklas Jordan noch vom TSV Lehnerz an den SV Buchonia Flieden ausgeliehen. Den 24-Jährigen heute aber abzugeben, kommt für Trainer Marco Lohsse nicht in Frage. Der Offensivspieler ist vor dem Duell gegen seinen Ex-Club an Gründonnerstag (18 Uhr) zum unverzichtbaren Leistungsträger gereift.

"Ich bin sehr glücklich mit der Entwicklung", sagt Jordan selbst, der im neuen Jahr schon extrem gut aufgelegt war. Beim 2:1 im Topspiel in Waldgirmes traf er doppelt, sehenswert war auch sein Treffer beim 6:3-Erfolg gegen Griesheim. Schon acht Saisontore stehen bei "Jay-Jay" zu Buche, obwohl der 24-Jährige auch nur in 13 Spielen zum Einsatz kam. Durch ein Auslandssemester in London wurden einige Spiele verpasst, der enorm hohe Stellenwert Jordans wird auch dadurch deutlich, dass er zu einigen Spielen sogar extra eingeflogen wurde. Das wäre vor zweieinhalb Jahren noch undenkbar gewesen. Unter Henry Lesser kam der Offensivallrounder nur unregelmäßig zum Einsatz, Spielen wie dem 2:1 in Griesheim, als Jordan als Joker mit seinem Doppelpack zum Matchwinner avancierte, folgten 90 Minuten auf der Bank. "Damals bin ich dann auch auf den Vorstand zugegangen und habe gesagt, dass sich etwas verändern muss. So ging es dann ein halbes Jahr nach Flieden, das hat mich extrem weitergebracht."

"Wollen in die Aufstiegsspiele"

Denn obwohl am Ende der Abstieg zu Buche stand, war Jordan Stammspieler in der Hessenliga. An die Zeit im Königreich denkt er deshalb gerne zurück: "Ich habe mich mit allen gut verstanden und habe mich sehr wohl gefühlt", sagt der gebürtige Kleinlüderer, der sich am Gründonnerstag insbesondere auf das Wiedersehen mit Andre Leibold und Marc Götze freut. Nettigkeiten sollen dann aber nicht ausgetauscht werden. "Wir wollen daheim die drei Punkte holen. Wir sind gut aus der Winterpause gekommen und wollen so weitermachen." Unklar ist noch, auf welchem Geläuf gespielt wird. Zwar wurde die Partie bereits auf 18 Uhr vorverlegt, da der Rasenplatz an der Richard-Müller-Straße aber nicht über Flutlicht verfügt und die Sonne gegen 19.30 Uhr untergeht, könnte es möglicherweise doch auf den Kunstrasen gehen. "Für uns wäre das eher ein Vorteil, wir haben die ganze Zeit darauf trainiert. Es dürfte aber auch nicht als Ausrede zählen, wenn wir auf Naturrasen nicht gewinnen", sagt Jordan, der mit seinem Team im Hinspiel noch eine der beiden Saisonniederlagen hinnehmen musste (0:2). Um im Derby fit zu sein, war der 24-Jährige zuletzt auch fast jeden Tag in Behandlung bei Athletiktrainer Michael Franz. Eine Zerrung am Hüftbeuger machte Jordan zuletzt zu schaffen, gegen Flieden sollte es aber wie schon gegen Griesheim zu einem Einsatz reichen. Auch wenn ihn die Verletzung noch einige Wochen belasten könnte, in der entscheidenden Saisonphase will der drittbeste Lehnerzer Scorer fit sein: "Wir stehen jetzt so gut da, dass wir den zweiten Platz auch erreichen und in die Aufstiegsspiele wollen. Es ist kein Muss, aber jeder will es."