1. FC Schwalmstadt - SV Buchonia Flieden (Samstag, 15 Uhr).
5:1, 4:1, 7:1 - der Start ins neue Jahr hätte für die Buchonen nicht besser verlaufen können. Und in Ziegenhain - wo aller Wahrscheinlichkeit nach gespielt wird - steht neuerlich eine Aufgabe gegen einen Abstiegskandidat ins Haus: "Ich habe vergangene Woche Rothwesten schon stärker erwartet. Aber Schwalmstadt ist garantiert besser als der Tabellenplatz, das ist der Vize-Meister, der einen fast unveränderten Kader besitzt", unterstreicht Buchonen-Trainer Meik Voll, der anführt: "Durch den Trainerwechsel wurden bei Schwalmstadt neue Impulse freigesetzt, Kollege Christoph Keim redet die Mannschaft, die sicherlich nach dem 4:1-Sieg gegen Petersberg Selbstvertrauen hat, stark." Richtig interessieren soll dies seine Mannen jedoch nicht: "Wir haben auch ein sehr breites Selbstvertrauen und sollten wieder versuchen, unser Spiel durchzuziehen, dann bin ich zuversichtlich", betont Voll, der auch für den Fall, dass doch in Treysa auf Kunstrasen gespielt wird, gewappnet sei. Jonas Ritzel wird im Tor den rotgesperrten Lukas Hohmann ersetzen, Marc Götze kehrt zurück, dafür könnten Sascha Rumpeltes (Seitenstrangangina) und Lukas Heil (Oberschenkelprobleme) ausfallen.
Hünfelder SV - GSV Eintracht Baunatal (Samstag, 15.30 Uhr).
Sechs Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Sand, derer fünf auf Flieden und von hinten könnte auch noch der SC Willingen angerauscht kommen; das vergangene Wochenende verlief äußerst bescheiden für den HSV: "Wir brauchen zwar nicht mit dem Fernglas nach vorne zu schauen, aber eine gute Brille ist schon nötig“, sagt HSV-Trainer Dominik Weber mit Blick auf die derzeitige Konstellation und macht deswegen unmissverständlich klar: "Baunatal hat keine schlechte Mannschaft, die mit Sicherheit das Potenzial hat, die Klasse zu halten. Aber unser Anspruch muss sein, das Heimspiel zu gewinnen.“ Personell tut sich ein wenig beim Haunestadtclub, der gewillt ist auf Rasen zu spielen: Mittelstürmer Robert Simon (Weber: "Er hätte uns mit seiner Art Fußball zu spielen in Weidenhausen unheimlich gut getan“) kehrt nach beruflichem Ausflug in Frankreich zurück, dafür fällt Lukas Budenz aus privaten Gründen weg. Gerade mit Sicht auf das defensive Mittelfeld wäre daher eine Rückkehr Oliver Krenzers Goldwert. Der in Hannover lebende Krenzer musste zuletzt wegen Sprunggelenksproblemen passen.
SG Bad Soden - SV Adler Weidenhausen (Samstag, 17 Uhr).
Zwei Dinge hallen nach der Niederlage bei Hessen Kassel II nach: Erstens die Gelb-Rote Karte gegen Hamza Boutakhrit, die Trainer Tino Schmitt noch immer wütend macht: "Er bekommt die Waden von Sebastian Busch blutig getreten und fliegt für Reklamieren vom Platz, während Busch nur Gelb sieht." Zweitens: "Wir haben die erste halbe Stunde wieder total verschlafen, das muss unbedingt besser werden." Dennoch ist der Sodener Trainer positiv für das Spiel gegen Weidenhausen gestimmt: "Wir haben am Montag die Fehler eingehend analysiert, die Spieler haben das angenommen, danach haben wir im Training sehr gut gearbeitet." Nun gilt es sich auf das brutal schnelle Umschaltspiel Weidenhausens einzustellen und gerade Stürmer Sören Gonnermann in den Griff zu bekommen. Die Vorbereitung wird dabei noch Schmitt übernehmen, die Verantwortung am Samstag auf dem Kunstrasenplatz werden allerdings Co-Trainer Ronny Wadewitz und der Sportliche Leiter Wladimir Römmich tragen, denn Schmitt ist beruflich in der Nähe von Düsseldorf gebunden: "Ich werde beide darauf einstellen, wie ich spielen lassen will und sie werden dies versuchen umzusetzen", erklärt Schmitt. Ernad Dananovic wird aller Voraussicht nach Boutakhrit in der Verteidigung ersetzen, dazu kündigt Schmitt weitere Veränderungen an, "um den Spielern hinten dran eine Chance zu geben und um dann in der zweiten Halbzeit noch mal nachlegen zu können".
RSV Petersberg - CSC 03 Kassel (Sonntag, 15 Uhr).
Durchaus ein Duell von ungleichen Aufsteigern, denn während der RSV vornehmlich mit verbandsligaunerfahrenen Spielern in die Serie gegangen war, steht bei den Nulldreiern eine gestandene Truppe auf dem Platz, die mit dem Abstieg nichts zu tun haben wird. Doch im Hinspiel deutete Petersberg schon an, wie den Kasslern beizukommen ist, denn mit viel Mut wurde eine 3:1-Pausenführung herausgeschossen, die allerdings in eine 3:4-Niederlage mündete. Um diesmal auch wirklich etwas Zählbares mitzunehmen, benötigt die Elf von Rolf Gollin eine deutliche Leistungssteigerung im Gegensatz zur Vorwoche, als die 1:4-Niederlage in Schwalmstadt absolut in Ordnung ging: "Man muss sagen, dass wir dieses Spiel nicht verloren haben, weil der Gegner so gut war, sondern weil wir zu viele Fehler produziert haben. Die gilt es abzustellen, denn wir wissen, dass eine ganz schwere Aufgabe auf uns wartet. Wenn wir aber als Mannschaft richtig gut agieren, dann sind wir in der Lage, jeden Gegner zu schlagen", erinnert Trainer Rolf Gollin an die Leistung aus dem Sand-Spiel und hofft, dass sich am Sonntag auch die eigenen Nachwuchstalente ein weiteres Mal beweisen. Denn personell hat der RSV erneut einige Ausfälle zu beklagen. Während Mario Vogt das letzte Spiel seiner Sperre absitzt, haben Patrick Wingenfeld (Knöchel) und Boris Aschenbrücker (Ferse) weiterhin Verletzungsprobleme. Sicher ausfallen wird Kubilay Kücükler, der in Schwalmstadt zur Pause mit einer Sprunggelenksverletzung ausgewechselt worden war. "Wir wollen aber nicht jammern. Das ist jetzt eine Chance für unsere jungen Talente."
SV Neuhof - TSV Lehnerz II (Sonntag, 15 Uhr).
Das Hinspiel ist in negativer Erinnerung geblieben, weil Dogus Albayrak nach einer unsäglichen Aktion vom Feld flog. Die Stimmung war am überkochen, auch Sedat Gören hat dies vor dem Gang an seine alte Wirkungsstätte noch im Hinterkopf, dennoch betont der Lehnerzer Coach: "Das Hinspiel müssen wir ganz einfach hinter uns lasen, die Sache vergessen und Fußball spielen." Hierfür gelte es, wieder etwas mehr zum eigenen Spiel zu finden: "Gegen Willingen waren wir in der ersten Halbzeit zu langsam, hatten zu wenig Tempo, weswegen der Gegner die Räume zubekommen hat." In Neuhof müsse sein Team genau in diese Aktionen wieder mehr Geschwindigkeit bekommen, denn Gören hat beim Gegner die größten Defizite im Abwehrverbund ausgemacht, lobt aber gleichermaßen das Offensivspiel: "Nach vorne ist Neuhof gut besetzt und spielt auch richtig gut. Diese Stärken des Gegners müssen wir neutralisieren, unsere Stärken in die Waagschalen werfen und dann bin ich zuversichtlich gestimmt." Wichtig wird eine bessere Chancenverwertung wie im Hinspiel sein, als Albayrak, der wegen einer neuerlichen Sperre letztmalig fehlt, über sich hinauswuchs.