Weber: "Freuen uns, dass wir wieder spielen"

Verbandsliga Süd: Partien in Bad Vilbel und Urberach fallen aus

28.03.2018

Das absolute Topspiel der Verbandsliga Süd steigt am Gründonnerstag auf dem Kunstrasenplatz in Steinheim, wo der Tabellendritte Hanau 93 den Zweiten Türk Gücü Friedberg empfängt. Lachender Dritter könnte Viktoria Nidda mit einem Heimsieg gegen Bensheim werden. Die Partie von Spitzenreiter FV Bad Vilbel gegen Germania Ober-Roden entfällt ebenso witterungsbedingt, wie das Aufeinandertreffen von Urberach und Alsbach.

FV Bad Vilbel - Germania Ober-Roden (fällt aus)

Aufgrund der Sperrung der Sportanlage in Bad Vilbel durch die Stadt, kann die für heute Abend geplante Begegnung des Spitzenreiters gegen Germania Ober-Roden nicht ausgetragen werden. Das hat Klassenleiter Thorsten Bastian bekanntgegeben. Die Partie wird am 17. April um 20 Uhr nachgeholt.

Eintracht Wald-Michelbach - Hanauer SC (Mitwoch, 20 Uhr)

Nach zwei Siegen direkt nach der Winterpause musste sich Wald-Michelbach beim 0:3 gegen Bad Vilbel zum ersten Mal in diesem Jahr geschlagen geben. "Natürlich waren wir etwas enttäuscht. Nicht mal in erster Linie wegen dem Ergebnis sondern hauptsächlich weil wir nicht die Leistung abrufen konnten welche wir uns selbst vorgestellt hatten", blickt Ralf Ripperger auf die vergangene Partie zurück. Die beiden Siege zuvor waren laut dem Coach "total wichtig in unserer Situation. Gerade die Leistung gegen Rot-Weiß Darmstadt war total überzeugend. Da wollen wir wieder anknüpfen", so der Coach der Gastgeber, dessen Team das Hinspiel in Hanau durch einen Treffer von Jens Bundschuh in der Schlussminute mit 2:1 für sich entschieden hat. "Wir kamen aus einer ergebnistechnisch schwierigen Phase und haben uns belohnt. Jetzt wollen wir an die Mentalität aus den ersten beiden Spielen anknüpfen. Die Heimspiele wollen wir natürlich gewinnen, aber wir wissen dass das erneut eine schwere Aufgabe wird", so Ripperger, der auf Torjaäger Malcolm Darffour und Srdan Stojnic verzichten muss. Auch auf Seiten der Hanauer kann sich Okan Sari noch gut ans Hinspiel erinnern. "Das war natürlich bitter, ist aber Vergangenheit." Der Sportliche Leiter blickt lieber auf die Partie in Wald-Michelbach aus der Vorsaison zurück. Da hatten sich die Gäste mit 3:0 durchgesetzt. "Da haben wir die richtige Einstellung an den Tag gelegt. Die müssen wir jetzt wieder abrufen, denn auf dem Kunstrasen in Wald-Michelbach ist es immer schwer." Dennoch spielen die Hanauer auf Sieg. Denn zum einen wollen die Gäste so schnell wie möglich "40 bis 43 Punkte" einfahren und zum anderen geht es laut Sari auch um den direkten Vergleich. "Der kann noch wichtig werden. Wir haben das Hinspiel verloren, also spielen wir auf Sieg." Nicht mithelfen können dabei der letztmals gesperrte Kazuki Takahashi, sowie Travis Parker (Urlaub) und Michele Moscelli, der sich gegen Alsbach verletzt hat.

Viktoria Urberach - FC Alsbach (fällt aus)

Die Begegnung war ursprünglich für 19 Uhr angesetzt und hätte aufgrund der fehlenden Flutlichtanlage im Urberacher Waldstadion wesentlich früher angepfiffen werden müssen. Beide Klubs sprachen sich deswegen einvernehmlich für eine Verlegung auf einen späteren Termin aus. "Aufgrund der Lichtverhältnisse hätte die Begegnung zu einer für die reisende Mannschaft, Schiedsrichter und Zuschauer unzumutbaren Zeit angepfiffen werden müssen", teilt Klassenleiter Bastian mit. Da Urberach schon wiederholt auf neutralen Plätzen spielen musste, wird die Partie zu einem späteren Zeitpunkt in Urberach nachgeholt. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

SV FC Sandzak - Vatanspor Bad Homburg (Donnerstag, 19 Uhr)

Sandzak ließ mit dem 5:0-Sieg bei Rot-Weiß Darmstadt aufhorchen und zeigte, dass sich die Mannschaft nur aufgrund der bekannten Punktabzüge in der Abstiegszone aufhält. Von Punktabzügen war zuletzt auch Vatanspor Bad Homburg betroffen, sodass die Kurstädter auch wegen der drei erlittenen Niederlagen auf dem grünen Rasen mittlerweile auf Rang zwölf abgerutscht sind. Somit kämpfen derzeit zwei Teams gegen den Abstieg, die von der Qualität her deutlich höher angesiedelt sein müssten. Und mit einem Heimsieg auf dem Kunstrasenplatz in Bonames könnten die Frankfurter Balkan-Kicker den türkisch geprägten Klub aus Bad Homburg sogar überholen. Der Absturz von Rang drei auf Platz zwölf beunruhigt natürlich auch TSV-Sportmanager Hüseyin Güven. "Das ist kein schöner Anblick. Aber wir müssen nun an die eigenen Qualitäten denken und die unglückliche Zeit hinter uns lassen. Wir sollten eine saubere weiße Seite aufblättern und anfangen wieder zu punkten", will Güven einen Neubeginn zum Endspurt der Saison starten. Das ist auch bitter nötig, obwohl dem Sportmanager die Klasse des Gegners bewusst ist: "Es ist ein Bigpoint-Spiel. Wir haben zwar keine Spielpraxis, aber dafür gut trainiert. Die Stimmung ist trotz der prekären Lage in Ordnung. Sandzak wird ein sauschweres Spiel. Wir wollen sie ärgern und kämpfen. Auf keinen Fall dürfen wir sie ins Spiel kommen lassen", befindet Güven vor dem wichtigen Spiel.

Viktoria Nidda - FC Bensheim (Donnerstag, 20 Uhr)

Nach fast drei Wochen ist Nidda endlich wieder im Einsatz. "Es war natürlich eine unbefriedigende Situation", weist Coach Carsten Weber auf die ungewollte Pause hin, die "vor allem die Spieler nervt. Du bereitest dich ganz normal vor, machst das Abschlusstraining und dann kannst du doch nicht spielen. Von daher freuen wir uns auf Donnerstag." Mit dem FC Bensheim kommt eine Mannschaft ans Sportfeld, gegen die das Hinspiel 4:4 endete. "Das war schon spektakulär. Da hatten wir anfangs große Probleme mit dem Umschaltspiel von Bensheim. Da wird es für uns drauf ankommen, die richtige Staffelung zu finden. Gerade über die Außen hatten wir da Probleme", so Weber, der im Rückspiel weiter auf Michael Meinzer und Jonathan Jung verzichten muss. Bei Jannik Jung sieht es hingegen besser aus. "Er ist diese Woche ins Mannschaftstraining eingestiegen und wird in den Kader zurückkehren. Ob es dann für einen Einsatz reicht, werden wir sehen." Die Gäste haben nach der Pause eine ausgeglichene Bilanz von zwei Siegen, zwei Niederlagen und einem Unentschieden . Durch die sieben Punkte hat sich die Mannschaft von Trainer Ludwig Brenner auf einen Nichtabstiegsplatz nach vorne geschoben, braucht aber auch weiterhin jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. Die Zuschauer würden sich über ähnluich viele Tore wie im Hinspiel sicherlich freuen.

TS Ober-Roden - Usinger TSG (Donnerstag, 20 Uhr)

Nach fünf Punkten aus den ersten drei Spielen nach dem Winter musste sich die Turnerschaft am vergangen Spieltag erstmals in diesem Jahr geschlagen geben. 1:3 hieß es am Ende gegen Hanau 93. "Wir müssen vor beiden Toren wieder konsequenter werden", sagt Zivojin Juskic. Vor dem kommenden Gegner Usingen hat der Sportliche Leiter und Trainer in Personalunion "großen Respekt. Das ist eine spielerisch sehr starke Mannschaft. Den Spielertrainer schätze ich sehr. Er ist einer der besten Stürmer, die in der Verbandsliga spielen", hat Juskic ein Lob für sein Gegenüber Marcel Kopp übrig. Dennoch macht er auch deutlich. "Wir brauchen unbedingt Punkte gegen den Abstieg und wollen gewinnen." Personell sieht es vor allen Dingen in der Breite wieder besser aus. "Spieler kommen aus langen Verletzungen zurück." So stehen Benedikt Strauss, Paul Wolf und Feta Suljic wieder zur Verfügung. Ein wahres Torfestival gab es im Hinspiel. Damals trennten sich beide Mannschaften mit einem 5:5. "Das war für die Zuschauer sicher ein unterhaltsames Spiel. Aber gerade auf unserer Seite auch von sehr vielen Fehlern geprägt. Gerade im Aufbauspiel", kann sich Kopp noch gut an die Partie Ende Oktober erinnern. Gerade aufgrund der personellen Situation wäre der Spielertrainer auch im Rückspiel "mit einem Punkt erstmal zufrieden. Mit einem Sieg könnten wir natürlich einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt machen. Aber wir wissen um die Qualität von Ober-Roden. Die sind im Kollektiv sehr stark, haben gute Einzelspieler drin, die ein Spiel entscheiden können und haben einen sehr guten Trainer", gibt Kopp das lob zurück. Sicher fehlen werden ihm Lars Günther und Pascal Bretschneider. Hinter den erkrankten Torben Selzer und Torben Grill steht genauso noch ein Fragezeichen, wie hinter dem Einsatz von Max Miot-Paschke, der im letzten Spiel verletzt vom Platz musste. Dafür kehrt Nicolai Dörnte in den Kader zurück.

Hanauer FC - Türk Gücü Friedberg (Donnerstag, 20.30 Uhr)

Am Gründonnerstag kommt es auf dem Ausweichplatz der Hanauer in Steinheim zum Duell Dritter gegen Zweiter. "Wir freuen uns auf den Showdown gegen Friedberg", betont Hanaus Sportlicher Leiter Giovanni Fallacara vor dem Gastspiel der Kreisstädter auf dem mit Flutlicht ausgestatteten Kunstrasenplatz. Das ist nämlich der Grund, warum die Partie nicht an der heimischen Kastanienallee steigen kann. Der Platz in Steinheim ist für die Gastgeber aber kein Neuland, denn schon in der Winterpause wurde hier trainiert, Testspiele absolviert sowie das Punktspiel gegen die SG Bruchköbel (4:0) ausgetragen. Fünf Heimsiege in Folge geben den Hanauern reichlich Selbstvertrauen und mit einem Sieg gegen TGF könnte das Team von Spielertrainer Christoph Prümm und Trainer Slavisa Dacic direkten Kontakt zu den Wetterauern herstellen. Denn dann würden beide Teams nur noch drei Zähler in der Tabelle trennen und das Rennen um die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Hessenliga wäre angeheizt. Für den Klub aus dem Verwaltungssitz des Wetteraukreises geht es darum, den lästigen Verfolger auf Distanz zu halten oder sogar mit einem Auswärtssieg abzuschütteln. Von einem "Showdown" zu reden, davon ist TGF-Co-Trainer Gültekin Cagritekin aber weit entfernt: "Das wäre unserer Ansicht nach zu hoch gegriffen. Wir freuen uns darauf, uns mit einer Mannschaft zu messen, in der Ex-Profis spielen. Entscheidend ist das Spiel jedoch nicht, weil danach noch viele Spiele zu absolvieren sind." Überhaupt stehe der Aufsteiger unter Zugzwang, wie der Übungsleiter verkündet: "Die Drucksituation liegt bei Hanau 93. Sie machen oft auf Understatement als Aufsteiger, aber der dritte Platz ist bei dieser Qualität kein Wunder. Auf der anderen Seite wären sie schon jetzt gerne in der Hessenliga." Aber Cagritekin hebt vor allem die Stärke des eigenen Teams hervor: "Die Mannschaft hat sich diesen Tabellenplatz hart erkämpft und wird ihn auch mindestens ebenso hart verteidigen." Der ehemalige Kalbacher Trainer prophezeit eine enge Partie: "Wir sind sehr motiviert und wollen variabler auftreten. Den Schwung aus dem 3:0 gegen Bensheim nehmen wir mit nach Hanau, aber wir wissen ganz klar, dass es eine enge Kiste wird." Bei diesem Unterfangen, den heißen Tanz im Verfolgerduell zu überstehen, wird TGF-Kapitän Florian Decise wohl nicht mitwirken können. Der langjährige Hessenliga-Spieler wurde gegen den FC Bensheim in der Anfangsphase gefoult und musste verletzt ausscheiden./pac, db