Wer verliert, ist also weg? Mitnichten, sagt Thomas Reith

Gruppenliga: West-Derby brisant wie selten zuvor

20.03.2015

Dass beim West-Derby zwischen Hosenfeld und Großenlüder Mitte März der Letzte auf den Vorletzten der Gruppenliga trifft, hätten wohl die wenigsten erwartet. Und dass beide zusammen auf gerade mal 25 Punkte kommen, wohl noch weniger.

Umso brisanter sollte sich der Sonntagnachmittag in Hosenfeld gestalten, wenn Schiedsrichter Tim Waldinger (Schwabendorf) das Spiel um 15 Uhr freigeben wird. Dass es danach für eine der Mannschaften schon vorbei sein könnte, davon geht Hosenfeld-Trainer Adnan Nuspahic aus: „Selbst bei einem Unentschieden wird es für die Teams extrem schwer, noch die Klasse zu halten. Und wer verliert, ist eigentlich weg.“ Sein Gegenüber Thomas Reith hält dagegen: „Natürlich wird es dann noch einmal schwerer werden, aber Hosenfeld hat das Potenzial noch da unten rauszukommen, genauso wie wir. Es sind nach wie vor genügend Spiele offen, abgerechnet wird erst zum Schluss.“ Für Reiths Theorie spricht die Qualität der zwei Mannschaften, dagegen der Höhenflug der FSG Hohenroda, die neun, beziehungsweise acht Punkte entfernt ist – und den vermeintlichen ersten Nichtabstiegsrang einnimmt: „Die anderen Mannschaften sind noch weiter weg“, unterstreicht Nuspahic die verfahrene Situation, die aufgrund der aktuellen Serien beider Teams nicht unbedingt besser erscheint. Nuspahic holte seit Amtsantritt in zehn Spielen nur fünf Punkte, Großenlüder im selben Zeitraum gerade mal einen mehr. Das Hinspiel ging mit 2:1 an Großenlüder. Für die Zuschauer besteht die große Hoffnung auf einige Tore, weniger auf ein großes Abtasten, denn Nuspahic gibt deutlich zu verstehen: „Wir wollen das Spiel machen.“ Und Reith gibt zähneknirschend an: „Bei unser Anzahl an Gegentoren bleibt uns gar nichts anderes übrig, als nach vorne zu spielen. Wir sind keine Mannschaft, die sich hinten reinstellen kann.“ Die jüngsten Zahlen belegen das deutlich: Von den letzten sechs Gegentreffern fielen fünf nach Standards. Drei Elfmeter gab es in den zwei Spielen schon nach der Pause gegen die Teutonen „Es sieht so aus, als würden meine Jungs lieber im Strafraum als außerhalb foulen. Ich verdeutliche es mal etwas übertrieben: Wir sind in diesen Situationen zu naiv oder anders gesagt, einfach zu dämlich.“ Eine Frage bleibt wohl bis zum Schluss offen – nämlich ob und auf welchem Platz gespielt wird: „Wenn es noch einmal regnet, dann geht auf dem A-Platz gar nichts mehr. Am B-Platz sieht es ebenso schlecht aus, das ist nichts mehr grün“, meint Nuspahic, der wegen drohender Doppelspieltage unbedingt spielen möchte.

Spielinfos
Spvgg. Hosenfeld - Teutonia Großenlüder
Liga: Gruppenliga Fulda
Anstoss: So - 22.03. 15:00 Uhr
Spieltag: 25. Spieltag
Ergebnis: 1 : 3
Zuschauer: 250
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