Für die TSG Balingen verläuft diese Saison suboptimal: Erst einem Sieg (6:3 gegen Walldorf) stehen sechs Niederlagen entgegen. Auswärts konnte das Team aus dem Zollernalbkreis bislang dreimal zumindest einen Zähler ergattern: Bei Mainz 05 II, beim TSV Steinbach Haiger und bei den Stuttgarter Kickers. Insgesamt trennte sich die TSG schon sechsmal unentschieden von ihrem Gegner. Höchstwert in der Liga und daher kaum verwunderlich, dass auch die beiden direkten Duelle zwischen der SG Barockstadt und Balingen im Vorjahr keinen Sieger fanden, jeweils torlos endeten.
SG Barockstadt: Aaron Frey zum Führungsspieler aufgestiegen
„Der Tabellenplatz täuscht“, sagt Barockstadts Innenverteidiger Aaron Frey, der dafür eine plausible Erklärung liefert: „Die Balinger Mannschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr quasi nicht verändert. Und jeder weiß, was für eine Saison Balingen da gespielt hat.“ Wem es entfallen ist: Balingen schloss die Serie auf Rang sechs ab – fünf Plätze vor der SG Barockstadt. Auch die Achtungserfolge bei den Kickers und der Eintracht sprächen Bände.
Dennoch gibt der 26-Jährige die Zielrichtung vor: „Wir wollen natürlich gewinnen. Und nach dem spielfreien Wochenende ist die Vorfreude noch ein bisschen größer.“ Zuletzt musste die SGB pausieren, hat dafür nun eine Englische Woche vor sich mit dem Spiel am kommenden Mittwoch in Hoffenheim und anschließend doch wieder am Samstag zu Hause gegen Schott Mainz. „Wenn du mitten in der Saison rausgerissen wirst, ist das nie optimal. Aber wir haben gut trainiert. Sind gut vorbereitet.“
Mit der bisherigen Punkteausbeute seines Teams ist Frey zufrieden, mit den eigenen Leistungen ebenfalls. Frey, vor anderthalb Jahren aus Erlensee gekommen, ist unumstrittener Stammspieler und rückt mehr und mehr in die Verantwortung. Insbesondere, weil Abwehrchef Marius Grösch in dieser Saison verletzungsbedingt bislang kaum zum Zuge gekommen ist.
Aaron Frey lässt die Zukunft offen
Frey überzeugte bereits in der Vorsaison mit überragenden Zweikampfwerten, Kopfballstärke, guter Antizipation und Geschwindigkeit. In dieser Saison ist er zudem deutlich mehr am Aufbauspiel beteiligt, dirigiert lautstark und wagt mit seinem starken linken Fuß deutlich mehr öffnende Bälle. „Ich bin seit dieser Saison im Mannschaftsrat. Da wird erwartet, dass ich mehr Verantwortung übernehme“, sagt Frey mit einem Schmunzeln. Doch auch er hat festgestellt, dass er derzeit über viel Selbstvertrauen verfügt. Und in Gröschs Abwesenheit gerne die Führungsrolle annimmt.
Auch noch in der kommenden Saison? Frey wird im Sommer einen Master in „International Management“ an der Hochschule Fulda in der Tasche haben. Was für ihn sportlich und beruflich anschließend ansteht, darüber habe er sich ehrlicherweise noch keine Gedanken gemacht. Lieber wolle er mit der SG Barockstadt so viele Spiele wie möglich gewinnen.