Zwei, die keine Tore schießen

Gruppenliga: Endspiel? Jein!

31.03.2017

Weil die SG Schlitzerland zu Saisonbeginn einen echten Lauf hatte, ist sie derzeit überhaupt noch in der Lage, ein wenig Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Doch soll der Gruppenliga-Klassenerhalt tatsächlich gelingen, muss schleunigst ein Sieg her. Zumindest am am Sonntag (15 Uhr) wird Teutonia Großenlüder in Queck etwas dagegen haben.

SG Schlitzerland - SV Großenlüder (Sonntag, 15 Uhr)

Nur in Wüstensachsen und gegen Haimbach holte die SGS in den vergangenen elf Spielen Punkte, beides waren Nullnummern. Und beim Blick auf die in Gänze fehlende Sturmreihe wird deutlich, woran es hapert: Am Toreschießen. Die fehlenden Marius Hampl, Christian Schmidt und Thomas Matthes belegen in der internen Torjägerliste die Plätze eins bis drei. Vorwürfe gibt‘s alleine deswegen von Trainer Simon Grosch keine: „Die Mannschaft stellt sich von selbst auf, aber die, die spielen, wollen auch Gruppenliga spielen." Ein Dreier am Sonntag sei nun aber schon fast Pflichtprogramm, um den Anschluss nicht doch schneller zu verlieren als beliebt. Teutonen-Coach Thomas Reith will von einem „Endspiel für Schlitzerland“ noch nichts hören. „Es sind nachher noch so viele Spiele, klar ist es ein Spiel zweier Abstiegskandidaten, aber ich sehe es eher so, dass der Gewinner ganz einfach seine Chance auf den Klassenerhalt erhöht.“ Auch beim Gast fehlen aktuell die Tore, in den vergangenen vier Spielen gelang kein einziges. Reith kennt das Manko und glaubt zu wissen, wo die Probleme liegen: „Unser Mittelfeld ist derzeit nicht in der Lage, viele Chancen herauszuspielen und bei den wenigen, die wir haben, ist die Quote zu schlecht. Wir brauchen mehr Chancen als zuletzt gegen Bronnzell, weil du von zwei nicht zwangsläufig auch eine nutzt.“ Dies sei auch der Hauptfaktor, warum sein Team diese Saison in den Abstiegskampf involviert ist, dem gilt des scheidenden Trainers volle Aufmerksamkeit, der sich aktuell gar nicht mit möglichen neuen Vereinen beschäftigen möchte: „Ich habe in Großenlüder eine große Aufgabe und die gilt es zunächst einmal zu erfüllen.“ / jg

SG Bronnzell - SG Johannesberg (Sonntag, 15 Uhr)

"Es wird ein ganz schweres Spiel", ist sich Johannesbergs Trainer Jochen Maikranz der Schwere der Aufgabe bewusst. "Bronnzell ist eine sehr heimstarke Mannschaft und wird dementsprechend alles in die Waagschale werfen, um die Partie zu gewinnen. Zumal sie das Hinspiel 0:3 verloren haben." Personell sehe es sehr gut aus beim Tabellenführer. So ist Toptorjäger Alin Cotan, der nach seinem Ellenbogenbruch zuletzt nur als Joker eingesetzt werden konnte, wieder eine Option für die Startelf. / lor

TSV Rothemann - FSV Thalau (Sonntag, 15 Uhr)

Zum Derby erwartet der Tabellenvierte Rothemann den Zweiten FSV Thalau, der allerdings schon 14 Punkte mehr auf dem Konto hat. "Es wird für mich ein ganz normales Spiel wie gegen jede andere Mannschaft auch", so Rothemanns Torjäger Marc Röhrig, der sich als ehemaliger Spieler des FSV Thalau auf bekannte Gesichter freut. "Wir erwarten ein interessantes und spannendes Derby, aus dem wir auf jeden Fall etwas mitnehmen wollen." Abgesehen von Tobias Bub, der an einer Schambeinentzündung laboriert, stünden alle Spieler für Sonntag zur Verfügung. / lor

FC Eichenzell - TSV Künzell (Sonntag, 15 Uhr)

Nach zwei Niederlagen zum Start - gegen die Topteams Thalau (0:3) und Johannesberg (0:2) - lechzt der FC Eichenzell nach den ersten Punkten im neuen Jahr. "Wir wissen, dass es ein denkbar schlechter Start war", so Spielertrainer Heiko Rützel, der von Zuschauern vor Ort über die Geschehnisse in Johannesberg auf dem Laufenden gehalten wurde. Aus Las Vegas ist der 34-Jährige aber nun zurückgekehrt, die Niederlage ist abgehakt und der Blick geht nach vorne auf das Spiel gegen Künzell. "Wir spielen jetzt nur noch gegen Abstiegskandidaten. Es ist unser erstes Heimspiel, wir wollen eine sehr gute Leistung abliefern", so Rützel. Zwar rangiert Eichenzell derzeit nur noch auf Tabellenplatz drei, "wenn wir aber alle unsere Spiele gewinnen, sind wir wieder vor Thalau." / kol

SVA Bad Hersfeld - Haimbacher SV (Sonntag, 15 Uhr)

"Für beide Mannschaften ist es ein Sechs-Punkte-Spiel im Abstiegskampf", weiß HSV-Trainer Zlatko Radic, der sich wünscht, "dass wir nicht nochmal gegen einen direkten Konkurrenten Punkte liegen lassen." In der Vorwoche verlor Haimbach beispielsweise gegen die SG Schlüchtern/Elm (3:4). "Da haben wir unnötigerweise viele Gegentore kassiert. Das müssen wir abstellen", macht Radic klar. Bei einer Niederlage könnte der SVA Bad Hersfeld punktetechnisch mit dem HSV gleichziehen. "Ich schätze Bad Hersfeld stärker ein, als es der Tabellenplatz aussagt. Im Hinspiel haben wir zwar 2:0 gewonnen, die Situation ist jetzt aber völlig anders." / kol

SG Schlüchtern/Elm - Borussia Fulda II (Sonntag, 15 Uhr)

Auch in Schlüchtern treffen zwei direkte Konkurrenten im Abstiegskampf aufeinander. Während Schlüchtern/Elm durch zwei Siege in Serie den letzten Tabellenplatz verlassen hat, findet sich die Zweitvertretung des SCB jetzt dort wieder. Die Hausherren könnten mit einem Sieg - erstmals nach gut einem halben Jahr - die Abstiegszone komplett hinter sich lassen, Borussia Fulda II könnte zumindest die Rote Laterne an Schlitzerland oder Bad Hersfeld weiterreichen. / kol

TSV Bachrain - SG Kerzell (Sonntag, 15 Uhr)

Während Kerzell noch auf den ersten Dreier nach der Winterpause wartet, konnte Bachrain schon zwei Partien in diesem Jahr gewinnen. Gerade daheim läuft es beim TSV gut, beide Siege wurden auf heimischem Geläuf eingefahren, generell ist die Heimbilanz in dieser Saison äußerst positiv. Kerzell dagegen hat genauso oft auswärts gewonnen wie auf dem eigenen Platz. / kol

SG Eiterfeld/Leimbach - SG Ehrenberg (Samstag, 15.30 Uhr)

Die einzige Partie am Samstag bestreiten die Mittelfeldteams Eiterfeld/Leimbach und Ehrenberg. Beide Mannschaften haben am vergangenen Wochenende ihre Partien gewonnen und können so vergleichsweise entspannt ins nächste Spiel gehen. Der Gewinner der Begegnung kann sich mit einem Dreier weiter von der Abstiegszone entfernen. / kol