So - 23.10. 15:30 Uhr
RP1 Fulda (Wachtküppel)
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Karl-Friedrich Müller (Grebenau)
„Treten nicht mehr gegen Türkischen SV an“ – Frischauf-Betreuer im Krankenhaus
Nach den Tumulten im Spiel gegen den Türkischen SV kündigt Frischauf Fulda Konsequenzen an. © Memento36
In der Schlussphase verspielte Frischauf Fulda eine 3:1-Führung, der Türkische SV glich zum 3:3 aus. Eine Partie von hoher Bedeutung im Abstiegskampf, denn Frischauf steht auf dem letzten Tabellenplatz. Schon während des Spiels ist es hitzig, Zweikämpfe werden ruppig geführt. Nach Abpfiff entlädt sich die aufgeheizte Stimmung. Der Platz wird gestürmt, es kommt zu einer Schlägerei, Spieler mischen mit. Ein Betreuer der Hausherren, der schlichtend eingreifen und die Menge beruhigen will, wird geschlagen und ist drei Stunden bewusstlos, muss ins Krankenhaus.
„Treten nicht mehr gegen Türkischen SV an“ – Frischauf kündigt Konsequenzen an
„Für was? Das ist Hobbyfußball! Wir kennen uns alle privat, haben vor dem Spiel noch gute Gespräche und dann passiert so etwas. So macht das keinen Spaß mehr“, zeigt sich Besfort Tafolli, Spielertrainer von Frischauf, noch einen Tag nach dem Spiel von den Vorfällen enttäuscht. Als die Polizei eintraf, seien die Tumulte bereits wieder beendet gewesen. Ein Zuschauer soll den Schlag gegen den Betreuer – dem es am Montag bereits wieder besser ging – ausgeführt haben.
Ibrahim Kücükler, Spieler und Sportlicher Leiter beim Türkischen SV, sieht den Schuldigen aber nicht in den Reihen seines Vereins, begründet dies mit dem schwindenden Interesse seit dem Abstieg aus der Kreisoberliga im Sommer: „Wir haben seitdem keine Zuschauer mehr und bringen schon gar nicht erst auswärts jemanden mit. Nichtsdestotrotz verstehe ich nicht, warum dort jemand geschlagen wird. Das gehört da nicht hin.“ Kücükler erklärt, dass das ruppige Spiel der Auslöser für das gewesen sei, was nach dem Spiel passierte. Von den Tumulten will er jedoch wenig mitbekommen haben: „Ich bin nicht der schaulustige Typ, ich habe meine Sachen gepackt und bin gegangen. Ich verstehe nicht, warum das passiert ist.“
Tafolli ist nach den Ereignissen noch immer schockiert, erinnert sich an Familien mit Kindern, die am Sportplatz waren und Tränen in den Augen hatten. Frischauf Fulda kündigte bereits Konsequenzen an, Tafolli spricht bereits mit Trainerkollegen aus der Liga: „Wenn sich nichts bessert, werden wir nicht mehr gegen sie antreten. Was da vorgefallen ist, hat nichts mehr mit Fußball zu tun“
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